Spezial: Online-Adventskalender 2020


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° ★Weihnachtszeit★ 。*
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˚ ˛ •˛• ˚ | 田田 |門| ˚

Passend zum ersten Schnee gibt es auch in diesem Jahr für aufmerksame Internet-Nutzer wieder die Möglichkeit, in der Vorweihnachtszeit bei vielen Online-Adventskalendern verschiedener Webseiten und Hersteller kostenlose Software-Vollversionen zu ergattern oder an Gewinnspielen teilzunehmen. Hier habe ich einige Angebote für euch zusammengestellt.

Die Auswahl reicht von nützlichen Bearbeitungsprogrammen über Spiele, Schriftarten, Digitalmagazine und vieles mehr. Oft sind auch kostenlose Versionen von teuren Bezahlprogrammen dabei, man muss sich einfach überraschen lassen. Viel Spass damit!

Beispiel: Heute am 02. Dezember gibt es im PC-WELT XMAS Adventskalender die Vollversion der Software Revo UnInstaller Pro.


CHIP-Online Download-Adventskalender: https://www.chip.de/events/adventskalender (Software)

Der heise download Adventskalender: https://www.heise.de/download/blog/Der-heise-Adventskalender-2020-4946971 (Software)

PC-WELT X-MAS Special: https://www.pcwelt.de/specials/xmas/xmas-vollversions-kalender (Software; wird bei aktiviertem Adblocker u. U. nicht angezeigt)

ComputerBild Adventskalender: https://www.computerbild.de/Adventskalender/ (Gewinnspiele)

Mindfactory XXL-Adentskalender: https://www.mindfactory.de/Highlights/Adventskalender2020 (Gewinnspiele)

GameStar Adventskalender: https://www.gamestar.de/kalender/xmas2020,7/ (Gewinnspiele)

4Players Adventskalender: https://www.4players.de/4players.php/adventskalender/index.html (Gewinnspiele)

NETZWELT Adventskalender: https://www.netzwelt.de/adventskalender-2020.html (Gewinnspiel)

CSL-Computer Adventskalender: https://www.csl-computer.com/adventskalender-2020 (Gewinnspiel)

Media Markt Logitech-Adventskalender: https://www.mediamarkt.de/de/campaign/adventskalender-logitech.html (Preisrabatte)

HiFi-Journal Adventskalender: https://www.hifi-journal.de/adventskalender (Gewinnspiele)

t3n Adventskalender: https://t3n.de/adventskalender/ (Gewinnspiel)

ALDIventskalender: https://www.aldiventskalender.de/ (Gewinnspiel)

Mildenberger Verlag: https://www.mildenberger-verlag.de/page.php?modul=GoShopping&op=show_rubrik&cid=1078 (Kinder- und Schulmedien)

Wiresoft Software-Lizenzen: https://www.wiresoft.com/adventskalender (Rabatte; Hinweis: Günstige Volumenlizenzen ähnlich Lizengo)

FRANZIS Adventskalender: https://www.franzis.de/franzis-adventskalender (Rabatte)

Linn Records: https://www.linn.co.uk/christmas (einmaliges Musikalbum)

Tipp: Die verlinkten Angebote sind unverbindlich! Genau hinschauen lohnt sich. Manchmal versteckt sich hinter der vermeintlichen Software-Vollversion auch eine abgespeckte „Spezial Edition“. Lohnt es sich dann überhaupt, seine privaten Daten für eine Registrierung herzugeben? Wer auf Datenschutz bedacht ist und für einen einmaligen Software-Download nicht seine private E-Mail-Adresse herausrücken will, kann auf eine kostenlose Spam-Mailbox wie trash-mail oder squizzy zurückgreifen.

Linux-Tagebuch #9 – Ubuntu 20.04 LTS Erste Schritte, Anpassungen

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Bildquelle Header: pixabay / Pinguin Tux; by Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski

Nach einigen Vorüberlegungen habe ich mir schließlich Ubuntu 20.04.1 LTS auf meinem Rechner aufgespielt. Das teilt sich den Speicherplatz von System-SSD und Daten-HDD gemeinsam mit Microsoft Windows 10. Mehr zur manuellen Partitionierung…

In diesem Beitrag erfahrt ihr, welche ersten Dinge ich nach der Installation von Ubuntu auf meinem Rechner getan habe und welche vielleicht auch für euch nützlich sein könnten.

Der erste Start

Das Laden von Ubuntu 20.04.1 LTS verläuft sehr flott. Nach dem Einschalten wird zunächst der neu installierte GRUB-Bootloader angezeigt, wo ich zwischen Ubuntu und Windows 10 wechseln kann. 10 Sekunden habe ich dazu Zeit, sonst wird automatisch Ubuntu gestartet.

Von dort bis zum geladenen Desktop sind es 11 Sekunden. Windows 10 benötigt dazu immerhin 23s, mehr als doppelt so lange. Dann müssen allerdings noch die Hintergrund-Anwendungen im Task-Tray starten (welche bei Ubuntu fehlen).

Läuft die Hardware?

Nun war für mich die spannende Frage, ob denn auch die periphere Hardware, die ganzen Geräte unter Ubuntu ebenso funktionieren, wie unter Microsoft Windows. Darüber habe ich mir vor der Installation bereits Gedanken gemacht.

Zunächst werfe ich einen Blick in die allgemeinen Einstellungen, unter „Info“ finde ich erste Details zu der ermittelten Hardware. Sieht schon einmal gut aus.

Dann wollte ich wissen, mit welchem Treiber meine AMD Vega Grafikkarte betrieben wird. Mit folgendem Befehl lasse ich mir die Grafikhardware samt verwendetem Treiber anzeigen [2]

lspci -nnk | grep -A3 "\[03..\]:" 

Für meine AMD Vega kommt also der amdgpu Treiber zum Einsatz. Wie ich dann erfahre, ist das der aktuelle quelloffene Treiber für AMD Grafikkarten (früher bzw. für ältere Karten gibt es den freien radeon Treiber). Als Alternative dazu gibt es einen proprietären amdgpu-pro Treiber von AMD (löst fglrx ab), aber dazu in einem anderen Beitrag mehr. NVIDIA-Nutzer müssen gegenfalls über die „Treiber“ Benutzeroberfläche (im Gnome Menü eingeben!) erst den proprietären NVIDIA-Treiber installieren, damit ihre Grafik-Beschleunigung richtig funktioniert.

In einem ersten Test scheint die Grafikkarte problemlos zu arbeiten. Die Benutzeroberfläche ist flott, HD Videos laufen flüssig. Die Lüftersteuerung funktioniert auch. Es gibt kein Screen-Tearing. AMD FreeSync wird übrigens auch unterstützt. [3]

Dann wollte ich wissen, ob der unser WLAN Drucker Canon Pixma MX495 erkannt wird. Unter Windows musste ja zunächst ein Treiber vom Hersteller installiert werden. Habe ihn angeschaltet, zu meiner Überraschung wurde er bereits wenige Sekunden später von Ubuntu automatisch erkannt und per Statusmeldung für „Bereit“ erklärt. Der Testdruck funktioniert, Scannen ebenfalls über die von Ubuntu mitgelieferte Scan-Anwendung. Ob das bei allen Druckern so reibungslos abgeht?

Ich habe neben dem Onboard-Audio meines Asus Mainboards noch eine ASUS Xonar Essence STX II Soundkarte verbaut. Diese funktioniert ebenfalls „out of the box“, was die Wiedergabe und Aufnahme angeht. Gelistet wird sie als „CMI8788 Oxygen HD Audio (Virtuoso 100 (…))“. Die Audio-Konfiguration im Detail oder die Surround-Ausgabe habe ich allerdings nicht getestet.

Die Zusatztasten und die RGB-Beleuchtung meiner Corsair Tastatur und Corsair Scimitar Pro Maus lassen sich so ohne weiteres nicht anpassen, dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Ein kleines Manko bleibt die Unterstützung meines alten LG G35 Headsets. Klar, Ubuntu (Linux) ist da nur eingeschränkt verantwortlich, da die Surround-Soundausgabe über (Windows) Software emuliert wird, die unter Ubuntu natürlich nicht läuft. Aber der Klang ist so einfach nicht der selbe.

Der GNOME Desktop

Ubuntu Linux für Desktops ist in den letzten zwei Jahren deutlich flotter geworden, das liegt unter anderem an technischen Neuerungen im Kernel, aber auch an der optimierten Benutzeroberfläche („Desktop“) Gnome [1].

Ich finde es wichtig, sich mit der (neuen) Benutzeroberfläche auseinanderzusetzen, damit man das Betriebssystem sicher bedienen kann und flott vorankommt. Zunächst werfe ich dazu einen Blick in die Systemeinstellungen und kann dort schon einmal allgemeine Anpassungen, wie die Mausgeschwindigkeit, Klang oder die weitere Personalisierung anpassen. Der Dock [die Leiste links] ist mir für meinen Heim-Monitor zu groß, der Platz nicht effizient genutzt. Ich ändere dazu die Symbolgröße auf 42 (48) Punkte, schalte außerdem die autom. Bildschirmsperre aus.

Weitere Anpassungsmöglichkeiten

Viel mehr geben die Einstellungen nicht her. Etwas mehr Kontrolle, zum Beispiel über der Position der Fensterbuttons, erhält man mit dem Programm Gnome Tweaks, welches über das Software-Center bezogen werden kann und nach der Installation als „Optimierungen“ aufrufbar ist.

Mir persönlich sind die Fensteranimationen und Desktopeffekte zu langsam, Abhilfe dafür schafft die Erweiterung Impatience aus den Gnome Extensions. Über die verlinkte Projektwebseite kann das Plugin unkompliziert hinzugefügt werden, nachdem man im Firefox die Gnome-Shell Erweiterung installiert hat. Auch interessant sind meiner Meinung nach die Gnome Erweiterungen Removable Drive Menu (für USB-Datenträger), Sensors (Temperaturanzeige) und Sound Input & Output Device Chooser (wenn man mehrere Möglichkeiten hat).

Ich kann zwar die Helligkeit meines LCD-Monitors anpassen, mir fehlt allerdings ein Programm für Anpassung der Farbtemperatur am Abend, um die Augen zu schonen („Blaulichtfilter“). Dazu habe ich das Tool Redshift aus dem Software-Katalog geladen, welches das [wie unter Windows 10] automatisch aktiviert und über ein kleines Tray-Icon oben rechtssteuerbar ist.

Nützliche Tastenkürzel

Notwendig, damit man flott voran kommt. Die wichtigsten Hotkeys für die Bedienung von Gnome finden sich aufgelistet in den Einstellungen. Zwar kann man, wie unter Windows auch, flott mit Alt+Tab zwischen Anwendungen hin und her wechseln, da geht aber noch mehr. Ein kleiner Auszug:

  • [Win] (=Supertaste) für eine Übersicht über geöffnete Programme + Mausrad drehen um durch die Desktops durchzuschalten
  • [Win] + Direkte Eingabe um App zu finden/starten
  • [Win] + [Bild auf/ab] Desktops durchschalten
  • [Alt]+[Tab] zum Durchschalten von Anwendungen wie unter Windows
  • [Win] + [Pfeiltasten] für das Andocken der Fenster
  • [Win] + [A] Anwendungsmenü
  • [Strg] + [Alt] + [T] Terminal-Fenster öffnen

Vorgabeanwendungen

Bei der normalen Installation von Ubuntu werden eine ganze Reihe von bewährten Programmen mitgeliefert, welche im Alltag nützlich sind. LibreOffice und Mozilla Firefox dürften da noch das bekannteste Beispiel sein. Wagt man die komplette Umstellung auf Linux am PC, finde ich es sinnvoll sich mit diesen Programmen und ihrem Funktionsumfang vertraut zu machen. Die Vorgabeanwendungen werden in den Einstellungen aufgelistet…

Diese und weitere Programme finden sich im GNOME-Startmenü. Ich finde es außerdem hilfreich, dass der Datei-Explorer unter GNOME einfach nur „Files“ heißt. Mir hat noch ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm zum schnellen Zuschneiden oder Markieren z.B. von Screenshots gefehlt, ich habe mir da GNU Paint aus dem Softwarekatalog geladen!

Browserprofil importieren

Eines der ersten Dinge, die ich unternommen habe: Mein aktuelles Mozilla Firefox Profil samt Logins und Passwörter von Windows zu Linux kopieren, damit ich direkt da weiter surfen kann, wo ich unter Windows aufgehört habe. Das ist denkbar einfach. Zunächst Firefox unter Ubuntu einmal starten. Der Benutzerordner befindet sich dann im /home Verzeichnis versteckt unter .mozilla. Dazu muss man zunächst verborgene Ordner anzeigen lassen.

Nun kann einfach der persönliche Profilordner aus

%appdata%\Mozilla\Firefox\Profiles\ (Windows) 

in /home/.firefox/ übernommen werden. Anschließend muss in der im selbigen Verzeichnis befindlichen Datei profiles.ini noch der gewünschte zu startende Profilname (Ordnername) hingefügt oder ersetzt werden. Ihr könnt die vorhanden Profile später in Firefox auch mit about:profiles prüfen.

Habes zwar nicht probiert, aber mit Google Chrome sollte es genau so funktionieren. Dazu muss zunächst Chromium (Open Source Variante) aus dem App Center geladen oder Google Chrome aus einer Drittquelle installiert werden [2]. Anschließend die Daten von

%LOCALAPPDATA%\Google\Chrome\User Data (Windows)

nach ~/.config/chromium/ oder ~/snap/chromium/ kopieren.

Froschgriffe unter Ubuntu

Ist mir zwar noch nicht so oft passiert, aber auch unter Ubuntu kann sich eine (Vollbild-)Anwendung mal aufhängen. Ich wollte an dieser Stelle noch erwähnen, dass der aus Windows gewohnte „Froschgriff“ mit [Strg] + [Alt] + [Entf] nicht funktioniert. Damit wird nämlich der Herunterfahren-Dialog eingeblendet.

Analog zum Task-Manager gibt es unter GNOME das Tool „Systemüberwachung“. Dort können die Rechnerressourcen sowie die aktuell laufenden Prozesse beobachtet und auch beendet werden.

Grundsätzlich sollte sich der Desktop bei einer eingefrorenen App mit der [Win] (=Super) Taste anzeigen lassen, dann springt GNOME nämlich in die Desktop-Übersicht.

Reagiert dagegen die Benutzeroberfläche aus irgendeinem Grund nicht mehr, kann diese (analog zum Explorer in Windows) neu gestartet werden, indem man mit der Tastenkombination [Alt] + [F2] den Ausführen-Dialog öffnet und „r“ eingibt.

Google ist dein Freund!

Eine gute Distribution lebt von ihrer Dokumentation. Im Internet findet ihr schnell weitere Tipps zur Einrichtung, Anleitungen oder Hilfestellung bei Problemen. Ihr könnt auch in einem Forum wie von ubuntuusers persönlich fragen.

Weiterführende Links…

Linux-Tagebuch #8 – Ubuntu: Die Installation Schritt für Schritt

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Bildquelle Header: pixabay / Pinguin Tux; by Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski

In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie man Ubuntu Linux Schritt für Schritt auf einem Rechner installiert und anschließend einrichtet.

Heute, im 8. Linux-Tagebucheintrag bin ich soweit, dass ich Ubuntu tatsächlich auf meinem Rechner aufspiele. Zuvor habe ich mir unter anderem Gedanken über die Wahl der Linux-Distribution gemacht. Auch die Möglichkeiten, Ubuntu ohne Installation zu testen, habe ich angesprochen.

Datenträger vorbereiten

Zunächst wird ein Installationsmedium benötigt, damit wir das Setup starten können! Ich habe mir dazu das aktuelle Abbild (2,6 Gb) von Ubuntu 20.04.1 LTS von ubuntu.com heruntergeladen. Als Datenträger eignet sich ein herkömmlicher USB-Stick, aber eine DVD geht auch. Das Abbild (ISO) kann nicht „einfach so“ auf den Datenträger kopiert, sondern muss so eingerichtet werden, dass der Rechner beim Start von Diesem booten kann. Dazu habe ich das kostenlose Tool LinuxLive USB Creator benutzt, andere Programme können das aber auch. Das Erstellen den Setup-Sticks dauert einige Minuten. Am schnellsten geht es, wenn ihr einen USB 3.0 kompatiblen Datenträger am passenden Anschluss benutzt. Der Stick muss zunächst im FAT32 Dateisystem formatiert werden. Manchmal spuckt das Programm dabei eine Fehlermeldung aus, da der USB-Stick schon durch Windows in Benutzung sei. Der Fehler kann umgangen werden, indem ihr den USB-Stick davor selbst formatiert.

Datensicherung anlegen

Habt ihr auf dem Rechner, wo Ubuntu Linux installiert werden soll noch Microsoft Windows 10 oder ein anderes Betriebssystem installiert, solltet ihr unbedingt vorher eine Datensicherung machen. Auch dann, wenn ihr Linux neben Windows installieren wollt. Bei der Partitionierung kann immer mal etwas schief gehen, das Wiederherstellen der persönlichen Daten ist dann schwierig oder gar unmöglich! Dazu nehmt ihr einen externen Datenträger. Ich habe einen USB 3.0 Standadapter für 2.5-3″ SATA-Festplatten, wo ich mit dem Programm FreeFileSync regelmäßig Sicherungen mache. Ein einfacher USB-Stick tut es aber auch.

Wie ihr ein umfassendes Backup eurer Benutzerdaten samt Lizenzschlüssel usw. unter Windows macht, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Setup starten

Um die Installation von Ubuntu zu starten, müsst ihr euren Rechner jetzt vom Installationsmedium booten lassen. Was zunächst recht simpel klingt, ist in der Realität bei aktuellen Notebooks und PCs oft etwas umständlicher.

Also, USB-Stick einstecken, Computer vollständig neustarten. Wenn anschließend das Setup von Ubuntu startet, könnt ihr den Rest dieses Abschnittes überspringen!

Wenn euer Gerät neuer als 2013 ist [Windows 8 vorinstalliert war] und/oder ein Notebook ist, wird euer System wahrscheinlich durch Secure Boot geschützt sein. Secure Boot ist eine Funktion, welche mit der zeitgemäßen UEFI Firmware eingeführt wurde und verhindern soll, dass Malware sich schon vor dem eigentlichen Windows-Start [die Infos, welche vor dem Windows Logo auf dem Bildschirm erscheinen] ins System einnistet [3]. Die technischen Details sind eigentlich nicht so wichtig, die Tatsache spielt aber hier eine Rolle, da sich dann unter Umständen die Installation vom USB-Stick (oder DVD) nicht starten lässt. Der Rechner schaut dann sozusagen direkt auf die Festplatte und ignoriert andere Optionen. Gewusst wie, lässt sich das Problem zum Glück einfach umgehen:

Direkt nach dem Einschalten eures Gerätes werden für einen kurzen Augenblick Details des Herstellers oder zum System angezeigt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr irgendwo einen Hinweis „Press xxx zu enter SETUP…“ erkennen können. Sollte dies nicht der Fall sein, probiert es einfach mit den Tasten F2, F11 oder Entf, drückt die Taste zügig bevor das Windows-Logo erscheint, bis ihr im UEFI oder BIOS Setup eures Gerätes angelangt seid.

Eine genaue Beschreibung wird hier schwierig, da sich die Oberfläche von Hersteller zu Hersteller unterscheidet! Manchmal lässt sich jetzt direkt wählen, von wo gebootet werden soll (der USB-Stick!). Diese Option habe ich genutzt. Ansonsten: Findet und deaktiviert (disabled) die Option „Secure Boot“ bzw. „Sicherer Systemstart“. Anschließend sucht ihr den Menüpunkt „Boot Option“ bzw. „Startreihenfolge“, stellt dort sicher, dass in der Liste [UEFI] USB* über dem Windows-Datenträger [UEFI] *Name des Festplattenherstellers* HHD/SSD steht. Über das Menü oder mit F10 die Änderungen speichern und den Rechner neustarten. Sollte es aus irgendeinem Grund danach zu Problemen kommen, könnt ihr über selbiges Menü mit „load default settings“ die vorherigen Einstellungen wiederherstellen.

Die ersten Schritte

Habt ihr es ins Setup geschafft, wählt ihr zunächst die Sprache und das Tastaturlayout. Ihr könnt dann wählen, ob ihr Ubuntu mit den standardmäßig mitgelieferten Softwarepaketen (wie LibreOffice, Rythmbox und Shotwell) oder als Minimalinstallation nur mit Webbrowser installieren wollt.

Bei vorhandener Internetverbindung (WLAN kann oben rechts über das Wifi-Symbol verbunden werden) können ein Teil der bisher erschienenen Systemaktualisierungen bereits während der Installation heruntergeladen werden, das spart Zeit.

Wählt am besten auch die zusätzliche Software von Drittanbietern zur Installation aus. Sie enthält teilweise nicht quelloffene (restricted) Software, die für manche Hardwarekomponenten benötigt wird, damit diese richtig funktionieren. Typischerweise sind Ethernet-Chips betroffen. Ubuntu lässt euch hier die Wahl, damit ihr entscheiden könnt ob ihr euer System rein mit Open Source Software ausstatten wollt (diese Frage hängt auch mit der Softwarephilosophie der gewählten Linux-Distribution zusammen, siehe hier). Wenn ihr allerdings (und das trifft auch in meinem Fall zu) noch nicht so viel Ahnung habt von Linux und auch nicht sicher seit, wie eure Hardware mit Ubuntu laufen wird, installiert das Paket lieber mit. Es kann später immer noch entfernt werden, wird es nicht benötigt.

Partitionierungsoptionen

Nun müsst ihr euch Gedanken machen, wie ihr Ubuntu auf eurem Rechner haben wollt.

Soll Ubuntu das einzige Betriebssystem sein, klick ihr einfach auf „Festplatte löschen“ und fahrt mit der Installation fort. Das Setup erledigt dann das Anlegen der Partitionen und das Formatieren für euch. Möchtet ihr die Partitionierung eures Datenträgers selbst in die Hand nehmen, wählt ihr „Etwas anderes“. Welche Vorteile die manuelle Partitionierung mit sich bringt und wie das geht, habe ich hier beschrieben!

Es ist allerdings auch möglich Ubuntu Linux neben einer bestehenden (Windows) Installation einzurichten. Bei dieser „Dual Boot“ Methode kann dann beim Einschalten des Rechners gewählt werden, welche Betriebssystem gestartet werden soll. Wenn ihr euch noch nicht ganz sicher seit, ob ihr auf Dauer mit Linux zurechtkommen werdet, oder ihr Windows einfach noch für bestimmte Programme oder Spiele braucht, ist das vielleicht die richtige Wahl für euch. Auch hier bietet das Setup die Möglichkeit den Schritt automatisch zur erledigen, oder ihr nehmt die Sache lieber selbst in die Hand. Dabei gibt es allerdings einige Dinge zu beachten. So geht die Dual-Boot Partitionierung!

Ich habe in meinem Rechner die gängige Konstellation einer System-SSD sowie einer großen Daten-Festplatte. Bei der manuellen Partitionierung (siehe Link oben!) ist es auch möglich, die Linux-Partitionen auf beide Datenträger zu verteilen. Dadurch profitiert ihr, wie auch unter Windows, vom Geschwindigkeitsvorteil der SSD, ohne diese unnötig stark zu belasten. Ich habe auf der SSD die Windows-Partition zunächst verkleinert, dort dann die /boot (optional) und Wurzelpartition (/) angelegt. Bei der Festplatte habe ich ebenfalls die vorhandene Daten-Partition verkleinert und mir dann dort die Partitionen für Benutzerdaten /home) und Auslagerung (/swap) angelegt.

Abschluss der Installation

Habt ihr euch für eine Installationsart entschieden und die Partitionierung bestätigt, startet der Kopiervorgang. Währenddessen könnt ihr die Einrichtung des Betriebssystems abschließen. Entscheidet euch für einen Benutzernamen und überlegt, ob ihr bei jedem Systemstart das Passwort eintippen wollt, oder ob das automatisch geschehen soll (Wenn der Rechner sowieso nur Zuhause steht!?).

Das Kopieren der Systemdateien dauert je nach Rechnerleistung und Installationsmethode ca. 5-20 Minuten. Nach Abschluss der Installation entfernt ihr den Setup-Datenträger vom PC und startet den Rechner neu.

Der erste Start

Falls ihr euch für die Dual-Boot Option entschieden habt, solltet ihr nun den Auswahlbildschirm des GRUB Bootloaders (s. Bild) sehen. Ansonsten landet ihr direkt bei der Benutzeranmeldung bzw. auf dem Desktop und könnt dort erste Einstellungen zur Privatsphäre vornehmen. Das wäre geschafft!

Bei meinem Rechner dauerte das Kopieren der Installationsdaten über USB keine drei Minuten. Windows 10 wird im GRUB-Menü als „Windows Boot Loader“ gelistet. Bei mir hat alles wie beschrieben funktioniert, beide Betriebssysteme lassen sich fehlerfrei starten.

Im nächsten Beitrag werde ich mich mit den ersten Schritten nach der Neuinstallation von Ubuntu sowie der Systemkonfiguration beschäftigen.

Weiterführende Links

Offizielle Ubuntu Installationsanleitung von Canonical (EN)

Ausführliche Installationsanleitung im ubuntuusers Wiki (DE)

How to Install Ubuntu Linux in the Simplest Possible Way – ITSFOSS (EN)

Alte Spiele Neuer Rechner – Teil 6: Löwenzahn (1997)

In dieser Artikelserie teste ich, wie sich ausgewählte alte Computerspiel-Klassiker auf einem modernen Windows-PC installieren und spielen lassen.

Zu Teil 1: Theme Hospital …

Wer kennt ihn nicht, Peter Lustig in seinem heimeligen Bauwagen, der für uns im Fernsehen gebastelt und erklärt hat. Dieses Jahr ist das Format 40 Jahre alt geworden und lebt auch ohne die Ikone Peter Lustig weiter, der leider 2016 verstorben ist. Zum Phänomen Löwenzahn gibt es einen schönen Beitrag bei der TAZ.

Ab 1997 veröffentlichte der Terzio Medien Verlag in Zusammenarbeit mit dem ZDF die Computerspielserie Löwenzahn, die mit insgesamt 8 Titeln [1] für Windows 95/98 mir und sicher auch vielen anderen Kindern die Welt erklärt und erste Erfahrungen im Umgang mit dem Computer beschert hat. Dazu gab’s unterhaltsame Minispiele, Videos und spaßige Point & Click Orgien, die damals den Röhrenmonitor des alten Windows Rechners voll ausgefüllt haben.

Während bei mir der Eindruck geweckt worden ist, dass sich der erste mediale Kontakt für die jüngste Generation zunehmend im Bereich von Smartphone und Tablet abspielt, denke ich, dass gerade solche Spiele für Kinder noch wertvoll sind. Natürlich sind die lehrhaften und unterhaltsamen Inhalte zum Thema Mensch, Umwelt und Technik noch immer aktuell, aber gerade Spiele wie die Löwenzahn-Reihe bietet meiner Meinung nach auch sehr jungen Anfängern (ab der 1. Klasse?) noch einen guten Zugang zur konventionellen Bedienung eines PCs mit Maus und Tastatur (ist eben doch etwas anderes, wie mit den Fingern auf dem Bildschirm herum zu tippen). Und da sich diese bewährte Eingabemethode meiner Meinung nach in den nächsten Jahren auch nicht ändern wird, sind solche Spieleklassiker eine gute Übung für die Geschicklichkeit und Präzision im Umgang mit dem Computer und bereiten gut aufs spätere Schreiben mit dem 10 Fingersystem vor.

Die CD-ROMs der Löwenzahn-Reihe findet sich heute häufig auf Flohmärkten, bei Verwandten im Regal oder Online gebraucht zu erwerben.

So klappt die Installation unter Windows 7, 8.1 und 10

Die einzelnen Löwenzahn-Titel unterscheiden sich technisch etwas von einander. Der erste Titel erschien für Windows 3.1 / 95 und läuft nativ in einer 640 x 480 Pixel Auflösung, was so manch modernen LCD Bildschirm vor eine Herausforderung stellen könnte. Nach dem Einlegen der CD-ROM kann die Installation regulär über die AUTORUN.exe gestartet werden. Nach dem Abschluss der Programminstallation wird nun eine alte Version von Apple QuickTime installiert, welche für die Wiedergabe der Videos im Programm benötigt wird.

Wichtig ist, bei der Installation von QuickTime 2.1.2 das Suchen nach bereits installierten Versionen zu überspringen (skip), sonst kommt es zu einer Fehlermeldung. Anschließend will das Setup aus „Lizenzgründen“ noch QuickTime 3 installieren. Das Setup quittiert dann mit einer Fehlermeldung, da das Programm als 16 Bit Anwendung auf dem Computer nicht gestartet werden kann. Diese Meldung kann getrost ignoriert werden, das Spiel läuft auch so.

Eine Startmenüverknüpfung wurde bei mir nicht angelegt, Löwenzahn kann dann über die loewe195.exe aus dem Programmverzeichnis (C:\Terzio\) gestartet werden.

Das Programm verlangt bei jedem Start die CD-ROM für die Mediendateien. Da sich die alten CD-ROMs aufgrund des Alters und der Lesegeschwindigkeit immer so furchtbar laut drehen (und man dem Nachwuchs auch nicht zumuten möchte, jedes Mal die 20 Jahre alte CD einzulegen), können die Inhalte dieser einfach auf die Festplatte rüberkopiert werden (z.B. C:\LOEWE). In der sich im Spieleverzeichnis befindlichen Datei cd_pfad.ini kann dann der Pfad zu den kopierten Daten angegeben werden und Löwenzahn startet ohne CD!

Leider habe ich keinen Weg gefunden, die geringe Programmauflösung zu vergrößern. Der einfachste Weg ist für mich daher, vor dem Programmstart die allgemeine Windows-Bildschirmauflösung vorübergehend auf 800×600 oder 640×480 Pixel zu reduzieren, je nachdem was der Computer eben hergibt. Das geht über die Windows Systemsteuerung bzw. die Einstellungen App unter Anzeigeoptionen. Damit erscheint das Programm dann größer auf dem Bildschirm.

Den zweiten und dritten Teil der Löwenzahn-Reihe habe ich übrigens auch ausprobiert. Die Technik ist die selbe, mit der bereits aus dem ersten Teil installierten QuickTime Version 2.1.2 lassen sich auch die Inhalte aus den neueren Episoden abspielen. Viel Spass damit!

Linux-Tagebuch #7 – Installation: Dual-Boot Linux und Windows

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Bildquelle Header: pixabay / Pinguin Tux; by Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski

In diesem Beitrag möchte ich über das Dual-Boot-Verfahren sprechen, bei der eine Linux-Distribution neben Microsoft Windows installiert wird.

Im letzten Tagebuch-Eintrag habe ich von den Vorteilen der manuellen Partitionierung des Datenträgers während der Installation von Ubuntu (20.04) Linux berichtet. Grundsätzlich geht es hier auch wieder um die Partitionierung des Rechners, was sich an den letzten Beitrag anschließt.

Ubuntu 20.04 und Windows 10 auf einem Rechner und beim Start auswählen, was man gerade benötigt? Kein Problem! Bei den vielen vorhandenen Möglichkeiten, GNU/Linux als Betriebssystem im Alltag auf dem eigenen Rechner zu testen, ist die Dual-Boot Variante wohl die Mutigste von allen. Wer sich zunächst einen Überblick über eine der unzähligen Distribution verschaffen möchte, sollte sich vielleicht zunächst die Möglichkeit anschauen, Linux sicher in einer virtuellen Maschine oder von einem USB-Stick „to go“ zu testen.

Welche Argumente sprechen für eine Dual-Boot-Lösung?
  • Ihr habt Linux bereits von einem Live-System getestet. Dort konntet ihr allerdings nicht alles ausprobieren und würdet gerne sehen, wie sich das Betriebssystem auf eurem Rechner im Alltag bewährt.
  • Ihr habt eine veraltete Windows-Installation [z.B. Windows XP, Vista oder 7] , welche ihr noch gelegentlich benötigt, aber ihr nicht kostenpflichtig aktualisieren wollt. Linux ist kostenlos, sicher und aktuell!
  • Ihr seit auf eine Windows Anwendung angewiesen, die partout nicht unter Linux laufen will. Zwar lassen sich viele Programme mit einigen Tricks trotzdem nutzen, den Fall gibt es aber sicher trotzdem.

Ihr solltet euch Dual Boot zweimal überlegen, wenn die Speicherkapazität eures Datenträgers gering ist, da ihr diesen dann ja aufteilen werdet. Hinzu kommt, dass das Verkleinern einer bestehenden Datenpartition fehleranfällig und das Rückgängigmachen dieser Aktion ohne eine komplette Neuinstallation beider Betriebssysteme zum Teil sehr umständlich sein kann.

Vorbereitung unter Windows

Bei der Parallelinstallation von Linux und Windows gibt es einige Dinge zu beachten. Ihr solltet euch daher folgenden Abschnitt aufmerksam durchlesen.

Unter anderem wird dringend empfohlen, den Windows NTFS-Datenträger vor der Installation zu defragmentieren. [1] Das führt dazu, dass quer auf der Festplatte verteilte Datenfragmente auf den „vorderen“ Teil des Datenträgers eingeordnet werden. So kann die Datenpartition später dann sicherer aufgeteilt werden. Es wird zudem empfohlen, nicht das integrierte Windows Defragmentierungstool zu verwenden, da dieses nicht gründlich genug arbeite. Am besten beginnt ihr mit einer Datensicherung und räumt den Rechner etwas auf, um den Prozess zu beschleunigen.

Außerdem solltet ihr die Windows 10 Features Fast Boot und Hibernation deaktivieren. Das verhindert, dass bei einem Neustart von Windows und dem Wechsel zum anderen Betriebssystem Daten im Arbeitsspeicher verbleiben können und es dann zu einem Datenverlust kommt. [2] Zu finden in der alten Systemsteuerung (Startmenü „control“) unter

Systemsteuerung\System und Sicherheit\Energieoptionen\Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters passieren soll

Dort den Haken bei „Schnellstart aktiviert“ und „Ruhezustand“ entfernen und die Einstellungen übernehmen. Bei einer SSD ist der Geschwindigkeitsunterschied sowieso kaum zu bemerken!

Wie schaut’s bei einer SSD oder mehreren Datenträgern aus? Grundsätzlich ist es so, dass der Linux Bootloader [7] den von Windows ersetzt [zur Auswahl der auf dem Rechner befindlichen startfähigen Betriebssysteme]. Bedeutet, GRUB [8] muss zwangsläufig unter C: installiert werden. Wo sich dann später Ubuntu befindet, ist im Prinzip egal. Theoretisch kann also Windows auf der SSD verbleiben, während Ubuntu auf der zweiten Festplatte landet.

Dass man SSDs nicht defragmentieren soll, müsste ja inzwischen bekannt sein. Windows 10 erlaubt es auch gar nicht. Ob eine einmalige Defragmentierung allerdings für das Verkleinern einer Datenpartition auf der SSD trotzdem sinnvoll ist, um fragmentierte Daten zusammenzuführen, ist mir nicht klar. Darauf habe ich keine eindeutige Antwort im Netz gefunden [2] [3]. Ein Beitrag auf superuser.com legt mir aber nahe, dass es sinnvoll sein könnte. [10] Unabhängig von Zugriffszeiten sollte sich meinem Verständnis nach eine NTFS-Datenpartition „Dateisystem-technisch“ identisch wie auf einer konventionellen Festplatte verhalten, weshalb ich vorsichtshalber defragmentieren würde.

Der erste Schritt bei der Installation besteht darin, die bestehende Windows-Partition zu verkleinern, um Platz für Linux zu schaffen [ausgehend davon, das Linux auf dem selben Datenträger installiert wird]. Wie ihr im nächsten Abschnitt lesen könnt, macht das Setup von Ubuntu dies auf Wunsch automatisch. Ich habe bei meinen Installationen bisher nie Probleme mit diesem Schritt gehabt. Dennoch wird im ubuntuusers Wiki empfohlen, das Verkleinern der Partition nicht im Ubuntu-Setup [4], sondern innerhalb von Windows vorzunehmen [2]. Das kann mit der integrierten Windows Datenträgerverwaltung (über das Startmenü) oder einem anderen Partitionierungswerkzeug erledigt werden. Mehr dazu im Abschnitt „Manuelle Einrichtung“ weiter unten!

Automatische Partitionierung des Setups (schnell)

Das Setup von Ubuntu (20.04) bietet wie auch die Vorgänger bereits eine automatische Dual-Boot Partitionierung während der Installation an.

○ Ubuntu neben Windows 10 installieren.

Voraussetzung dafür ist, dass die entsprechende Windows-Version korrekt auf dem Rechner installiert ist und vom Setup erkannt wird. Wählt man die Option „Ubuntu neben Windows 10 installieren“ wird nun der Datenträger symbolisch dargestellt und die Speicherplatzverteilung kann mit einem einfachen Schieberegler den Wünschen entsprechend angepasst werden [ausgehend davon, dass die Windows-Partition den gesamten Datenträger beansprucht und kein freier, nicht zugeordneter Speicherplatz vorhanden ist].

Änderungen werden erst am Datenträger vorgenommen, wenn ihr nach einem Klick auf „Jetzt installieren“ noch einmal bestätigt. Das Verkleinern der Windows-Partition kann je nach Größe einige Sekunden bis Minuten in Anspruch nehmen, währenddessen passiert nichts. Etwas Geduld!

Manuelle Einrichtung (erweitert)

Welche Vorteile die manuelle Partitionierung bei der Installation von Ubuntu Linux bietet, habe ich im vorherigen Tagebucheintrag beschrieben!

○ Etwas anderes.

Wählt man im oben gezeigten Dialog das „Partitionierungswerkzeug“ oder im Schritt davor bereits die Option „Etwas anderes“, können die Partitionen von Hand bearbeitet und eingepflegt werden.

Entweder ihr habt die defragmentierte Windows-Partition bereits unter Windows verkleinert („shrink“) oder ihr macht das jetzt im Setup. Nun habt ihr „freien Speicherplatz“ [der keiner Partition zugeordnet ist] und könnt mit dem „+“ neue Partitionen nach euren Wünschen anlegen. Unter Ubuntu 20.04 müssen lediglich die Wurzelpartition „/“ (auch root genannt) sowie die /home Partition für die Benutzerdaten angelegt werden, der Rest ist optional. Je nach Systemprofil, also altes BIOS oder UEFI, gewünschte Verschlüsselung können aber noch Partitionen dazukommen. Welche Partitionen und in welcher Größe ihr anlegen solltet, habe ich in diesem Beitrag beschrieben. Ihr könnt euch auch den Artikel im Wiki von ubuntuusers zur manuellen Partitionierung anschauen. [9]

Tipp: 100Gb verfügbarer Speicherplatz entspricht einer Partitionsgröße von 102400 Mb!

Ihr könnt maximal 4 primäre Partitionen auf einem Datenträger haben. Habt ihr keine Auswahl mehr, solltet ihr eine logische Partition erstellen. Diese sind den Primären untergeordnet, was aber für die Installation meines Wissens keine Rolle spielt. [5] [6]

Wurde die Installation erfolgreich beendet, taucht nun beim nächsten Start des Rechners das Auswahlmenü des neu installierten GRUB-Bootloaders auf, wo ihr das gewünschte Betriebssystem wählen könnt. Geschafft!

Unter Ubuntu könnt ihr zum Beispiel mit dem Partitionierungswerkzeug gparted (über den Software-Katalog) eure neue Einteilung überprüfen oder später noch einem der Betriebssysteme mehr Speicherplatz zuteilen!

Es kann sein, dass beim nächsten Windows-Start eine automatische Datenträgerüberprüfung (chkdsk) gestartet wird. Diese muss nicht unbedingt durchgeführt werden, Windows hat einfach eine Veränderung am lokalen Datenträger erkannt.

Wie man GRUB noch weiter anpassen kann (Timeout, vorausgewählter Eintrag usw.) erfahrt ihr in einem kommenden Beitrag.

Ihr wollt das Ganze wieder rückgängig machen? Grundsätzlich ist das problemlos möglich. Dazu müssen die Linux-Partitionen wieder von der Festplatte gelöscht und der Windows Bootloader neu geschrieben werden, was allerdings mit einigem Aufwand verbunden ist. Ich habe in einem älteren Beitrag von 2011/14 bereits darüber berichtet (unter Ubuntu 12.04 LTS und Legacy BIOS), werde aber in Zukunft noch einmal darauf zurückkommen.

Linux-Tagebuch #6 – Manuelle Partitionierung des Datenträgers (Installation)

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Nun stehe ich kurz vor der Installation meines GNU/Linux-Systems und möchte an dieser Stelle noch die Möglichkeit der manuellen Partitionierung des System-Datenträgers ansprechen.

Wer schon einmal Microsoft Windows neu aufgespielt hat, kennt diesen Arbeitsschritt bereits, denn unter Windows ist es nicht anders. Meistens bleibt es aber bei dem bekannten „Lokalen Datenträger C“, weitere notwendige Systempartitionen werden vom Setup automatisch erzeugt. Das Dateisystemformat ist hier „NTFS“.

Schema aus Windows 10: Datenträger 0 (C:) mit Boot- und Recovery-Partition, der Rest sind System- und Nutzerdaten.

In der Regel gibt es auch während der Installation von Linux einen Bildschirm, wo die Einteilung des Datenträgers vorgenommen wird, bei den meisten Distributionen ist der Dialog identisch. Auch bei der Installation von Ubuntu (und den meisten anderen Distributionen) können die Partitionen mit einem Klick automatisch angelegt werden. Hier ist das Dateisystemformat bei Ubuntu aktuell „ext4“ (Unterschiede der Dateisysteme).

Automatische Partitionierung des Setups

Nachdem man die Installation beispielsweise über einen USB-Speicherstick gestartet hat, begegnet einem der folgende Dialog bereits nach wenigen Klicks. Wählt man einfach „Festplatte löschen“ und überlässt die Partitionierung dem Setup, sieht das beispielsweise bei einem Datenträger ca. 100 Gb so aus (dargestellt mit VirtualBox).

Wie ihr letzten Screenshot seht, hat das Setup lediglich eine UEFI Boot-Partition (0,5 Gb) sowie das Wurzelverzeichnis (99,5 Gb) angelegt. Die Benutzerdaten scheint sich mit den Systemdaten ebenfalls auf „/“ zu befinden. Weitere Informationen zur Verzeichnis-Struktur unter Ubuntu…

Vorteile gegenüber der Schnelleinrichtung

Nach einiger Recherche scheint mir grundsätzlich die automatische Aufteilung für Unerfahrene vollkommen ausreichend, zumindest hatte ich in der Vergangenheit damit keine Probleme. Für die manuelle Partitionierung gibt es darüber hinaus folgende Argumente:

  • Manchmal ist die automatische Aufteilung der Partitionsgrößen auf den verfügbaren Speicherplatz nicht „optimal“ im Sinne des Systems. [1]
  • Ihr könnt das Benutzerverzeichnis (/home) getrennt in eine eigene Partition legen.
  • Bei mehreren Datenträgern können die Benutzerdaten (/home) auf einem anderen Datenträger abgelegt werden.
  • Hat der Rechner weniger Arbeitsspeicher, kann eine swap-Partition angelegt werden, damit das Suspend-to-Disk Funktion genutzt werden kann (analog zur Auslagerungsdatei und dem Ruhezustand unter Windows).
  • Einrichtung eines Dual-Boot-Szenarios (Windows Partition verkleinern etc). Auch das kann das Setup automatisch, darauf komme ich aber in einem kommenden Beitrag zurück.
  • Ihr könnt eine zusätzliche NTFS-Datenpartition anlegen, welche von Linux und Windows gemeinsam benutzt werden soll (diese muss später dann noch eingebunden werden). [2]

Partitionen selber einrichten

Werfen wir also einmal einen Blick auf den erweiterten Partitionierungsdialog von Ubuntu 20.04. Hier können, ähnlich der Laufwerksverwaltung von Microsoft’s Windows neue Partitionen mit einem einfachen Klick erstellt werden.

Wie im Bild zu erkennen ist, bietet das Setup im Drop-Down-Menü Einbindungspunkt schon die wichtigen Partitionsbezeichnungen als Vorlage an. Ist die Festplatte noch komplett leer oder soll komplett gelöscht werden (also auch kein Windows installiert), muss zunächst eine neue Partitionstabelle erstellt werden. Achtung: Während die neue Einteilung zunächst geplant und erst zum Schluss auf die Festplatte geschrieben wird, wird die neue Partitionstabelle sofort übernommen. An die Datensicherung denken! Wollt ihr nun eine /boot – Partition einrichten, sollte diese logischerweise „am Anfang dieses Bereichs“ [des leeren Datenträgers] erstellt werden.

Die Wurzelpartition „/“ (root) sowie das Benutzerdatenverzeichnis „/home“ müssen angelegt werden. Einige Partitionen sind optional, hier kommt es z.B. darauf an, ob das System verschlüsselt werden soll und ob ihr über ein BIOS oder UEFI-Startsystem bootet. Ich wollte an diesem Punkt eigentlich die einzelnen Partitionen beschreiben, habe dann aber gemerkt, dass das Ganze zu sehr ins Detail geht und ich nicht die nötige Erfahrung habe. An dieser Stelle möchte ich auf die zahlreichen anderen Partitionierungs-Anleitungen im Internet verweisen. Im Wiki von Ubuntuusers gibt es eine gute, bebilderte Anleitung zu den verschiedenen Partitionen und den Schritten zur Einrichtung.

Ein weiterer wichtiger Punkt gegenüber der automatischen Einrichtung ist, wie viel Speicherplatz man den Partitionen zuweist. Hier bin ich auf einen sehr hilfreichen Artikel bei pinguin.gws2.de gestoßen. Ein Dankeschön an die Nutzer HelpDesk und Sharky, welche mich auf dieser Seite bei der Planung der Partitionierung beraten haben! Dort wird unter anderem empfohlen, der Wurzelpartition ca. 45% des verfügbaren Speicherplatzes einzuräumen, hinzu kommen 1024 Mb für /boot (falls vorhanden). Soll die Suspend-To-Disk Funktion nutzbar sein, beträgt die Formel für die inzwischen optionale swap-Partition 1 GB + RAM-Kapazität. Der Rest kann für die Benutzerdaten /home verwendet werden.

Ubuntu auf mehrere Datenträger installieren

Viele User haben in ihrem Rechner inzwischen eine Doppel-Lösung mit schnellem SSD Flash-Speicher für das Betriebssystem und täglich benutzte Anwendungen sowie einer großen konventionellen Festplatte als Datenspeicher. Auch bei mir ist das der Fall, ich habe eine 250 Gb SSD sowie eine 2 Tb HDD verbaut.

Weitere Informationen über Datenträger unter Linux.

Jetzt tut sich natürlich die Frage auf, kann man die Partitionen auch einfach auf mehrere Datenträger aufteilen? Ja, das geht. Über den oben gezeigten Partitionierungsdialog während der Installation kann das Ganze vorgenommen werden. Grundsätzlich habt ihr bei der Einteilung freie Wahl. Ich habe dazu etwas im Netz recherchiert und möchte euch drei verschiedene Varianten der Partitionierung mit mehreren Datenträgern vorstellen:

  1. Linux komplett auf der System-SSD installieren, das eigentliche /home Verzeichnis verbleibt im /root Verzeichnis. So werden auch die Benutzereinstellungen auf der SSD abgelegt. Auf der Daten-HDD erstellt ihr dann zusätzliche Daten-Partition(en), wo dann später die persönlichen Daten abgelegt werden. [3] Die Verzeichnisse werden dann mit mit dem eigentliche /home Ordner verlinkt, so dass man direkt über diesen Zugriff hat. [4] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Daten unabhängig von der Linux (oder Windows) Installation gespeichert sind, was einen einfacheren Zugriff von einem anderen Betriebssystem ermöglicht.
  2. Der wahrscheinlich unkomplizierteste Weg. Mit dem Editor wird die /home Partition auf der Daten-HDD erstellt. Die restlichen Systempartitionen verbleiben auf der SSD. ([5] Kommentar von Sharky)
  3. Auf StackExchange fand ich noch den Vorschlag, alle Partitionen je nach Anforderungen an die Zugriffsgeschwindigkeit des Datenträgers individuell zu verteilen. [6] Das Wurzelverzeichnis, /usr und /lib auf die SSD verteilen (System- und Anwendungsdaten). Die Verzeichnisse /var und /tmp mit hohem „Datendurchfluss“ zugunsten der SSD-Lebensdauer gemeinsam mit der /home und ggf. swap Partition auf die HDD verschieben.

Bitte beachtet, dass ich die einzelnen Vorschläge (noch) nicht persönlich getestet habe. Ich werde mich im nächsten Linux-Beitrag noch mit dem Spezialfall Dual-Boot Linux und Windows beschäftigen, bevor ich die Installation bei meinem eigenen Rechner vornehmen werde. Mir kommt persönlich die zweite Partitionierungsoption am praktischsten vor.

Windows 7 auf Windows 10 kostenlos aktualisieren (2020) – So geht’s

Mehrmals habe ich dieses Jahr auf meinem Blog schon vom Ende von Microsoft’s Windows 7 und dem Umstieg auf Windows 10 berichtet. So habe ich unter anderem beschrieben, wie man Windows 7 nach dem Supportende Anfang des Jahres ein Stück weit absichern kann, außerdem habe die Neuinstallation von Windows 10 Schritt für Schritt erklärt.

In den vergangenen Wochen habe ich mehreren Bekannten beim Upgrade geholfen, meist waren es ältere Notebooks oder PCs (2010). Das ist wirklich ein Vorteil von Windows 10, dass es auch gut auf alten Rechnern läuft. Ich habe dabei allerdings auch erfahren müssen, dass die Einrichtung nicht immer so reibungslos klappt wie erwartet oder vom Upgrade Advisor Tool prognostiziert.

Ich möchte hier in vier Schritten genauer erläutern, wie das kostenlose Upgrade (ja, es funktioniert im Juli 2020 immer noch!) abläuft und gebe euch einige Ratschläge bei der Umsetzung.

Schritt 1: Vorbereitung

Das Upgrade selber ist schnell erledigt. Damit der Ärger danach nicht groß ist, sollten vor dem Upgrade einige Dinge geklärt werden (ja, es kann auch wieder Rückgängig gemacht werden!).

Läuft auf meinem alten Rechner überhaupt Windows 10? Die offiziellen Systemanforderungen sind sehr niedrig angesetzt, ihr findet sie hier. Faustregel: Wenn Windows 7 davor problemlos lief, wird Windows 10 ebenfalls zurechtkommen. Ich empfehle 4Gb Arbeitsspeicher als Voraussetzung, damit Anwendungen flüssig laufen.

Werden alte Geräte unterstützt? Für die meisten Systemkonfigurationen bringt Windows 10 bereits einen passenden Gerätetreiber mit und auch ältere Rechner laufen in der Regel problemlos damit. Der älteste Rechner, den ich bisher aktualisiert habe, war aus dem Jahr 2008 und hatte Windows Vista installiert. Das offizielle Microsoft Upgrade Assistent Tool sollte in einem Schnell-Check klären können, ob euer PC „bereit ist“. Dazu kommen wir im dritten Schritt!

In einigen Fällen, besonders bei Plug & Play Hardware, kann es aber aus eigener Erfahrung trotzdem zu Unstimmigkeiten kommen. Daher kann es sinnvoll sein, vor dem Upgrade zu prüfen, ob es z.B. mit dem eigenen Notebook-Modell oder bestimmten Hardware-Komponenten (z.B. WLAN-Karte, Drucker) unter Windows 10 bei anderen Usern zu Problemen kam. Hier hilft einem die bevorzugte Suchmaschine weiter!

Ist euer Modell noch nicht ganz so alt, könnte der Hersteller speziell auf Windows 10 zugeschnittene Hardwaretreiber (zur korrekten Funktion bestimmter Computerteile) anbieten. Es lohnt sich also in diesem Fall, vor der Installation noch auf der Support-Seite des Herstellers (wie z.B. Dell, Acer, Lenovo etc.) danach zu suchen.

Logischerweise solltet ihr für die Installation genügend freien Speicherplatz bereitstellen. Laut offiziellen Anforderungen [1] verlangt das Setup inzwischen mind. 32 Gb freien Speicherplatz. Ihr könnt außerdem die Installation beschleunigen, indem ihr euren PC davor entrümpelt. So muss das Setup von Windows 10 bei der Aktualisierung weniger Daten auf der Festplatte „hin und her bewegen“, was die benötigte Zeit verkürzen sollte. Deinstalliert also ungenutzte Programme, Spiele und führt eine Datenträgerbereinigung aus, um temporäre Dateien zu entfernen. Besitzern einer konventionellen Festplatte rate ich auch dazu, diese anschließend zu defragmentieren. In diesem Beitrag habe ich beschrieben, wie ihr euer System aufräumt (Abschnitt II)…

Schritt 2: Datensicherung

Nach einem (erfolgreichen) Upgrade von Windows 7 oder 8.1 auf Windows 10 gibt es zwar die Möglichkeit, das Upgrade wieder rückgängig zu machen und zum vorherigen Betriebssystem zurückzukehren, falls ihr mit dem Ergebnis nicht zufrieden seit. Diese Option ist in den Einstellungen für normalerweise 10 Tage verfügbar. [2]

Bei zwei meiner bisherigen Installationen hatte ich Probleme mit Abstürzen und Bluescreens beim ersten Startvorgang, was ein komfortables, automatisches Rollback unmöglich gemacht hätte. Ich persönlich würde mich nicht auf auf diesen Mechanismus verlassen und vor der Aktualisierung eine ausführliche Datensicherung der bisherigen Windows-Installation machen. Dazu gehören neben persönlichen Dokumenten, Bildern etc. auch Software-Lizenzen und Passwörter. Ihr benötigt dazu einen separaten Datenträger wie einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Wie ihr eine Sicherung machen könnt, habe ich hier Schritt für Schritt erklärt…

Schritt 3: Upgrade

Bei dem auch im Juli 2020 noch funktionierenden kostenlosen Upgrade von Microsoft handelt es sich um ein „vollwertiges Angebot“, soll heißen: Ihr aktualisiert mit eurem alten Windows 7 oder Windows 8.1 Product Key das Betriebssystem, danach erhaltet ihr eine Lizenz für Windows 10. Diese ist zwar mit eurem Microsoft-Konto verknüpft, kann aber auch auf jedem beliebigen anderen Rechner genutzt werden (nur ein Rechner auf einmal, versteht sich). Bei der Aktualisierung gibt es drei wichtige Dinge zu beachten:

  • Ihr müsst einen legal erworbenen und aktivierten Product Key für Windows 7 oder 8 besitzen
  • Das Upgrade muss mit dem Microsoft Upgrade Assistent Tool für Windows 10 durchgeführt werden (nicht zu verwechseln mit dem Microsoft Media Creation Tool)
  • Um die Lizenz zu erhalten, muss zu Beginn das Upgrade (keine Neuinstallation!) durchgeführt und Windows 10 anschließend digital aktiviert werden (erfordert kostenlose Registrierung bei Microsoft)

Zunächst startet ihr das Microsoft Upgrade Assistant Tool. Nach einer kurzen Prüfung wird euch das Programm sagen, dass euer PC oder Notebook „bereit“ für Windows 10 ist. Nach dem Akzeptieren der EULA kann es auch schon los gehen.

Der erste Teil des Upgrades nimmt je nach Rechenleistung und Festplattenbelegung ca. 10-30 Minuten in Anspruch. Nun wird der Computer für den zweiten Teil der Installation neu starten. Das sollte nach wenigen Minuten erledigt sein und ihr landet im Einrichtungs-Dialog von Windows 10, wo ihr, je nach eingeschalteten Lautsprechern von Cortana begrüßt werdet.

Dort könnt ihr nun die gängigen Einstellungen wie Sprache und Tastaturlayout festlegen, die Privatsphäre-Optionen prüfen und euch schließlich ein Konto erstellen. Hier solltet ihr für den Erwerb der Lizenz aber tatsächlich ein Online-Konto bei Microsoft wählen. Ihr könnt euch dazu auch mit einem bereits bestehenden Konto (Outlook oder Hotmail) anmelden. Dazu wird eine funktionierende Internetverbindung benötigt. Habt ihr diese zu diesem Zeitpunkt nicht, könnt ihr euer „Offline-Konto“ zu einem späteren Zeitpunkt in den Einstellungen von Windows 10 zu einem „Online-Konto“ machen.

Ich werde hier nicht jeden einzelnen Schritt der Einrichtung zeigen, ihr findet diese in meinem Beitrag Windows 10 installieren – Schritt für Schritt.

Schritt 4: Einrichtung

Seit ihr auf dem Desktop gelandet, habt ihr es schon fast geschafft. Gebt Windows 10 einige Minuten Zeit, um die letzten Einrichtungen abzuschließen. Anschließend prüft ihr euer System auf Updates (zu finden in der Einstellungen-App), manchmal findet Windows neben Systemupdates auch noch neuere Treiber für periphere Hardware. Ob Windows 10 nun aktiviert und die neue Lizenz mit eurem Microsoft-Konto verknüpft ist, seht ihr den Einstellungen:

Damit seit ihr nun sicher, dass das Upgrade erfolgreich war und könnt den „alten“ Product Key nun auch z.B. für eine komplette Neuinstallation oder ein Ersatzgerät nutzen. Am einfachsten ist es dann, wenn ihr bei der manuellen Neuinstallation im Bildschirm mit der Product Key (Lizenzschlüssel) auf „Später eingeben“ geht. Ihr meldet euch dann im Einrichtungs-Dialog mit eurem Microsoft-Konto an, Windows wird dann automatisch aktiviert und es muss kein Schlüssel eingegeben werden.

Probleme nach dem Upgrade?

Wenn etwas nach dem Upgrade nicht mehr so funktioniert wie zuvor, könnte das zum Beispiel an fehlenden oder ungeeigneten Gerätetreibern liegen. Bei den Problemfällen, von denen ich berichtet hatte, wurde der Absturz durch einen, zwar durch Windows Update verteilten, aber dennoch scheinbar inkompatiblen Gerätetreiber verursacht. Ob ein Treiber fehlt, könnt ihr u.A. im Windows Geräte-Manager (devmgr im Startmenü!) einsehen.

Habt ihr zuvor einen offiziellen Treiber für Windows 10 vom Gerätehersteller heruntergeladen, probiert diesen Mal aus. Vielleicht hatten ja andere Nutzer bereits das Problem – und eine Lösung dafür parat. Da lohnt sich die Suche im Internet! Und Notfalls bietet Windows 10 ja noch die Möglichkeit, das Upgrade innerhalb von 10 Tagen wieder rückgängig zu machen. (Achtung: Ihr könnt dieses Backup Windows.old mit der Datenträgerbereinigung versehentlich vorzeitig löschen!). Viel Erfolg!

Linux-Tagebuch #5 – Welche Distribution nehmen?

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Im ersten Teil meines Tagebuches sprach ich von der „hohe[n] Fragmentierung durch die vielen verschiedenen Distributionen“ als Hürde beim Umstieg auf den Linux-Desktop zu Hause. Unter den Begriff fallen die gängigen Betriebssysteme wie Debian, Ubuntu, Fedora oder Arch Linux. Im Grunde genommen handelt es sich um zurechtgeschnürte und vorkonfigurierte Software-Pakete, welche zusammen mit dem Linux-Kernel veröffentlicht werden (lat. distribuere: ver-, austeilen, zuteilen).

Die Qual der Wahl

Von solchen Distributionen gibt es eine ganze Menge, wenn man sich dazu mal die Grafik auf Wikimedia oder die Liste der aktuell beliebtesten Distributionen auf distrowatch anschaut. In diesem Beitrag sollte es also darum gehen, wie ich mich für eine Distribution entschieden habe. Auf die einzelnen Betriebssysteme werde ich nicht eingehen, da mir da die praktische Erfahrung fehlt und es von solchen Empfehlungen bereits genügend im Netz zu finden gibt.

Die verschiedenen Auflagen von Linux können sich auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen, tatsächlich gibt es aber zum Teil erhebliche funktionelle Unterschiede zwischen den einzelnen Distributionen. Deshalb sollte man sich gerade als Anfänger genauestens überlegen, mit „welchem Linux“ man einsteigen will. Ich persönlich stand nun schon mehrfach vor der Entscheidung und bin zu dem Entschluss gekommen, dass bei mir vor allem drei Faktoren bei der Auswahl eine wichtige Rolle spielen:

Auf diese drei Punkte möchte ich im folgenden Beitrag genauer eingehen.

Die Zielgruppe

Manche Linux-Betriebssysteme sind für ein bestimmtes Hardware-Setup oder einen spezifischen Einsatzzweck gedacht, richten sich speziell an Einsteiger oder Fachexperten (z.B. Arch); setzen also weniger oder mehr Fachwissen voraus, müssen weniger oder mehr konfiguriert und gepflegt werden.

Es gibt Distributionen, welche bevorzugt für den täglichen Einsatz am heimischen Desktop PC geeignet sind (z.B. Ubuntu, Linux Mint, Elementary OS, Manjaro). Andere Distributionen werden wiederum gerne als Linux-Server gewählt, z.B. Red Hat Enterprise Linux (RHEL) oder Debian (Ubuntu) Server. Manche Systeme sind auch für eine bestimmte Situation maßgeschneidert, wie z.B. Knoppix (als Linux Live System) oder Tails (Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität).

Auch sollte die Entwicklungs-Politik der jeweiligen Distribution betrachtet werden: Manche Distributionen verfügen über sog. rolling releases, werden also laufend weiterentwickelt und aktualisiert, andere Ableger legen mehr Wert auf Stabilität (z.B. Debian), die Nachfolger erscheinen periodisch. Die neueste Version („cutting edge software“) kann sich allerdings im alltäglichen Betrieb als instabiler oder unzuverlässiger erweisen. Hier möchte ich als Beispiel die einzelnen Veröffentlichung von Ubuntu zwischen den LTS-Versionen (long term support) nennen, welche in der Vergangenheit gerne genutzt wurden, um neue Systemkomponente zu testen. Diese Veröffentlichungen haben dann meist einen kürzeren Lebenszyklus, wie folgende Grafik zeigt (Bildquelle: Wikipedia):

Auch ein nicht zur vernachlässigender Faktor sollte die Software-Philosophie sein, die hinter jeder Distribution steckt. Genauer gesagt geht es um die Integration von proprietärer, also nicht quelloffener Software in der Distribution. Das spielt vor allem bei der Auswahl der Geräte-Treiber eine Rolle. Distributionen wie Ubuntu oder Elementary OS stellen die Barrierefreiheit („Accessibility“) an erste Stelle und integrieren dafür z.T. proprietäre Treiber, damit sich das Betriebssystem möglichst einfach und reibungsfrei einrichten lässt. Andere Distributionen lehnen proprietäre („restricted“) Software gänzlich ab (z.B. Fedora). Hier muss man je nach Hardware unter Umständen Umwege oder Funktionseinschränkungen in Kauf nehmen.

Die Benutzeroberfläche

Während man bei Windows den Explorer und das klassische Startmenü hat, teilen sich die Linux-Distributionen eine Auswahl an mehr oder weniger populären Benutzeroberflächen (auch Desktop, GUI oder Fenster-Manager). Bekannte Beispiele dafür sind die Projekte GNOME, KDE, xfce, Cinnamon oder Unity. Diese verfolgen verschiedene „Bedienungkonzepte“ und Unterscheiden sich zum Teil erheblich in punkto Bedienkomfort, Anpassbarkeit, Systemanforderungen und Einsatzzweck. Eine kurze Übersicht findet ihr bei itfoss (engl.). Normalerweise gibt es für eine für die Distribution voreingerichtete Benutzeroberfläche, die darüber hinaus noch speziell für das System angepasst wurde. Meistens lässt sich der Fenster-Manager nach der Installation zwar problemlos ersetzen, als Einsteiger ist es aber definitiv einfacher, sich zu Beginn für eine Benutzeroberfläche zu entscheiden. Manche Distributionen bieten auch „Flavours“ mit verschiedenen Deskops an, wie bei Ubuntu mit Xubuntu, Kubuntu usw.

Beispiel: Der populäre GNOME 3 Desktop setzt eher auf plastische, touch-ähnliche Elemente. Gut bei Sehschwäche! 😉

Der passende Fenster-Manager ist aus eigener Erfahrung eine sehr subjektive Sache. Da macht es schon Sinn, den entsprechenden Desktop z.B. in einem Live-USB System oder in einer virtuellen Maschine zu testen oder sich zumindest ein Showcase-Video dazu auf YouTube anzuschauen.

Die Dokumentation

Auch wenn Linux mit wenigen Mausklicks installiert ist, sollte man – aus eigener Erfahrung – gerade als Anfänger darauf achten, dass man eine Distribution mit gut dokumentierten Hilfestellungen [im Netz] wählt. Gemeint ist damit sowohl die allgemeine Bedienung und Konfiguration des Systems, wie auch spezifischere How-To’s zur Lösung von Problemen, bei der z.T. distributionsspezifische Software oder -Terminalbefehle zum Einsatz kommen. Bei der immensen Auswahl an Distributionen ist es daher meines Erachtens sinnvoll, bei einer der populäreren Distributionen zu bleiben. Dort profitiert man auch von der lebendigen, deutschsprachigen Community wie z.B. auf ubuntuusers. Das macht die Sache wesentlich einfacher, wenn man mal auf ein Problem stößt und Unterstützung benötigt.

Meine Wahl…

Ich habe meinen ersten Kontakt zu Linux über eine Debian-basierte Distribution gemacht und fühle mich vertraut damit. In der Vergangenheit habe ich gerne den MATE-Desktop genutzt, der den „alten“ GNOME 2 Desktop weiter pflegt und ein eher konservatives Aussehen und Bedienkonzept besitzt. Ich habe mit dem noch vergleichsweise jungen elementary OS geliebäugelt, welches auf Ubuntu basiert, aber einen eigenen Desktop und Software im Stile von MacOS mitbringt.

Habt ihr schon einen Favoriten? Speziell für diese Blog-Beitragsserie werde ich mir wohl die LTS-Version von Ubuntu 20.04 auf meinem Rechner installieren. Ich dachte mir, dass ich mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen und Tipps eine breitere Leserschaft erreiche, da Ubuntu doch recht bekannt ist. Außerdem lassen sich die Handgriffe auf andere Ubuntu/Debian-basierte Derivate übertragen!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen. Hier sind noch ein paar nützliche Links:

  • Die 6 einsteigerfreundlichsten Distributionen auf itsfoss (engl.).
  • Die 10 beliebtesten Linux-Distributionen 2020 auf TecMint (engl.).
  • Übersicht über die Haupt-Distributionen auf distrowatch.
  • Per Fragenbogen zur passenden Distribution finden auf distrochooser.

Welche Linux-Distribution nutzt ihr Privat? Was war maßgebend für eure Entscheidung? Wie erfahren seit ihr im Umgang mit dem Betriebssystem? Schreibt doch einen Kommentar unter diesen Beitrag!

XBOX One – Einbau SSD, Formatierung und Firmware-Setup

Vor kurzem habe ich davon berichtet, wie ich unsere XBOX One (2015) zerlegt habe, um sie fit zu machen für die letzte Etappe vor der neuen Konsolengeneration. Ich habe nach der Reinigung einen neuen, leiseren und effektiveren Lüfter von Noctua eingebaut und die interne Festplatte durch eine schnelle SSD getauscht. Wenn ihr wissen wollt, welchen Geschwindigkeitsvorteil eine SSD beim Laden von Spielen bringt, schaut euch dieses Video an. Beim Austauschen der Festplatte durch eine SSD gibt es einige Dinge zu beachten, eine gängige Anleitung im Internet hat bei mir leider nicht funktioniert (wohl weil die von mir gekaufte SSD keine Standard-Größe hat), ich habe mir meinen eigenen Weg gesucht. Viel Spaß beim Lesen und Geduld beim Nachmachen!

In diesem Beitrag berichte ich, wie ich die interne Festplatte der XBOX One (2015) durch eine schnellere SSD getauscht habe. Dafür musste ich diese zunächst am PC formatieren und die Firmware vorinstallieren.

Was wird benötigt? Eine 2,5″ SATA-SSD mit einer Ausgangskapazität von genau 500GB oder 1TB (ab 60€). Abweichende Zwischengrößen gehen auch, können aber Probleme machen, wie ich selbst feststellen musste (das Tool hat unter Windows nicht funktioniert). Noch größere Datenträger werden auch nicht unterstützt. Außerdem brauchen wir ein SATA zu USB 3.0 Adapterkabel (ab 8€) und einen mind. einen USB-Stick mit 8 GB Speicherplatz (bevorzugt USB 3.0). Des weiteren werden für die Demontage ein Set Torx-Schraubendreher und Plastik-Gehäuseklipper benutzt.

Einige Hinweise

Wenn ihr den Umbau selber wagen möchtet, lest euch bitte zuerst folgende wichtige Hinweise durch. Sie beziehen sich auch auf spätere Schritte und können euch den einen oder anderen Ärger sparen.

➤ Meine Beschreibung bezieht sich auf die erste Generation der XBOX One, das Vorgehen bei der neueren S-Version scheint aber weitestgehend gleich zu sein. Durch das Öffnen des Konsolengehäuses (das Entfernen des Microsoft-Siegels an der Rückseite) verliert ihr euren eventuell noch vorhandenen Garantieanspruch. Ihr handelt auf eigenes Risiko!

➤ Bevor ihr die XBOX One zerlegt, solltet ihr prüfen, ob in den Einstellungen die Cloud-Synchronisation der Spielstände aktiv ist und ihr eure Microsoft/XBOX-Anmeldedaten noch kennt, damit keine Daten verloren gehen.

➤ Der von mir gezeigte Weg zur Vorbereitung der SSD ist nicht der kürzeste. Das hängt damit zusammen, dass ich mir für das Upgrade eine günstigere 470Gb SSD geholt habe, in Unwissenheit darüber, dass dies zu Problemen bei der Partitionierung führen kann: Das Tool xboxonehdd-master hat mir bei der Ausführung unter Windows verschiedene Fehlermeldungen ausgegeben, so dass ich gezwungen war, die Linux-Version zu nutzen, was aber eigentlich genau so einfach ist.

➤ Das OSU1 Offline System Update funktioniert nur mit einer älteren oder gleichwertigen XBOX One Firmware-Version. Das OSU1-Archiv wird zwar von Microsoft nach einem Update regelmäßig aktualisiert, trotzdem scheint dies immer einige Tage zu dauern. Wenn eure XBOX One also gerade erst ein Update installiert hat, solltet ihr nicht direkt mit dem Umbau loslegen. Sonst kann es sein, dass es mit dem Installieren der Firmware nicht klappt. So ging es mir nämlich!

Alte Festplatte ausbauen

Jetzt geht’s los! Zunächst solltet ihr euch aus dem Einstellungen-Fenster der XBOX One die aktuell installierte Firmware-Version notieren (im Update-Bereich). Das ist hilfreich, um diese später mit der Versionsnummer des Offline System Updates (OSU1) abzugleichen. Die Demontage funktioniert nach dem Sandwich-Prinzip, sobald man das Gehäuse abgenommen hat lässt sich die Festplatte ohne weiteres entnehmen. Wenn man erst einmal weiß, wo man anfangen muss, ist es gar nicht so schwer.

Ich habe die Arbeitsschritte in meinem ersten Mod-Beitrag zur XBOX ONE ausführlich beschrieben und werde deshalb an dieser Stelle nicht mehr darauf eingehen. Schaut dazu hier…

SSD vorbereiten

Damit die SSD von der XBOX überhaupt erkannt wird, muss diese am PC entsprechend eingerichtet werden. Dazu sind einige Arbeitsschritte nötig. Ihr könnt dies theoretisch auch machen, bevor ihr die alte Festplatte ausbaut, dazu unten mehr.

Zunächst laden wir einige Dateien herunter, welche später benötigt werden.

  • Auf dem PC benötigen wir das XBOX One Offline System Update (OSU1), welches hier heruntergeladen werden kann. Das Update entpacken und kopieren wir später – nach der SSD Partitionierung – auf einen USB-Stick.
  • Außerdem benötigen wir zur Formatierung und Partitionierung der neuen SSD das Skript-Tool XBOX One HDD Master 9, welches hier heruntergeladen werden kann. (Download „Script version 9“). Das Tool entpacken und in einem einfach zu erreichenden Ort auf der Festplatte abspeichern (wegen der Konsoleneingabe später!), z.B. C:\xboxonehdd_master\.

Linux Live-System starten

Bei mir hat die Partitionierung unter Windows, wohl wegen der abweichenden Größe meiner SSD nicht funktioniert. Wollt ihr euer Glück unter Windows versuchen, schaut im „Windows“ Ordner von xboxonehdd-master nach, dort findet ihr eine Englischsprachige Anleitung, die Schritte sind ähnlich. Zuvor muss allerdings das US Englische System-Sprachpaket installiert sein. Für meinen Weg ladet ihr euch nun ein Abbild einer aktuellen Linux-Distribution (z.B. Ubuntu 20.04 LTS) sowie das Tool LinuxLive USB Creator herunter.

  • Nutzt das Tool mit einem freien USB-Stick (mind. 6Gb) um euch ein bootfähiges Linux Live-System zu erstellen.
  • Startet nun den Rechner mit eingestecktem USB-Stick neu, im Idealfall startet nun Linux. Wenn das nicht der Fall ist, müsst ihr in eurem System-BIOS/UEFI zunächst das Booten von USB erlauben. Wie ihr das macht, erfahrt ihr in diesem Beitrag (Abschnitt „Das Setup starten“).
  • Mit „Ubuntu … ausprobieren“ startet ihr das Live-System. Es läuft komplett über den USB-Stick und den Arbeitsspeicher, so dass keine Änderungen an eurer Festplatte oder eurem Windows vorgenommen werden.

SSD partitionieren

Wenn ihr alles vorbereitet habt, startet das Linux Live-System und verbindet die neue SSD der XBOX per Adapter mit dem PC. Diese wird nun automatisch eingehängt.

Zur Info: Das Laufwerk der XBOX One hat immer folgende Partitionen, wobei User Content die einzige Partition mit variabler Größe ist.

Jetzt wird es etwas komplizierter. Vergewissert euch, wo sich die zuvor heruntergeladenen Dateien auf der Festplatte befinden (diese wird durch einen Klick im Schnellzugriff des Linux-Dateiexplorer zunächst eingehängt!). Den Adresspfad benötigen wir gleich. Notfalls könnt ihr das Tool xboxonehdd-master auch jetzt noch herunterladen und im Downloadverzeichnis des temporären Benutzers belassen (/home), da es nicht groß ist. Nun das Terminal aufrufen (Strg+Alt+T) und mit den folgenden Befehlen das xboxonehdd-master Linux-Skript ausführen. In diesem Beispiel befindet sich das Tool im Home-Verzeichnis von Linux, ihr müsst den entsprechenden Pfad aus dem Datei-Explorer auslesen. Einhängen der Festplatte nicht vergessen!

cd /home/user/Downloads/xboxonehdd-master/linux

Nun müssen wir das Skript noch ausführbar machen.

chmod +x ./create_xbox_drive.sh

Als Administrator starten. Ihr bekommt nun die möglichen Befehlsparameter als Bestätigung.

sudo ./create_xbox_drive.sh
Last Updated: 2018.05.10.7.0
Usage: create_xbox_drive.sh [options]

Options:
-c|--source      Source drive to copy data to target drive -d with -s 2
-d|--drive       Target drive to install Xbox filesystem
-s|--stage       Install stage [0|1|2|3]
                 0 - will fully erase drive -d
                 1 - will erase and partition drive -d
                 2 - will copy source drive -c data to target drive -d
                 3 - will rewrite drive -d GUIDs
-t|--disktype    Disk GUID to set [0|1|2]
                 0 - 500GB
                 1 - 1TB
                 2 - 2TB
-m|--mirror      Mirror standard partition sizes specified with -t on drive -d
                 Not using this option will autosize 'User Content'
-h|--help        Display help

Examples:
create_xbox_drive.sh -d /dev/sdb -s 0 (Erase a drive)
create_xbox_drive.sh -d /dev/sdb -s 1 -t 2 -m (Partition standard 2TB drive)
create_xbox_drive.sh -d /dev/sdb -s 3 -t 2 -m (Rewrite 2TB GUIDs)

Wichtig: Bevor wir nun mit der Partitionierung anfangen, müsst ihr wissen, welche Laufwerksbezeichnung die SSD im Linux-Livesystem hat (/dev/sd*). In dem ihr das sich im selben Ordner befindende Skript list_part_info.sh nach dem gleichen Prinzip ausführt, bekommt ihr alle eingehängten Datenträger aufgelistet und könnt an der Größe oder Bezeichnung erkennen, welches das richtige Laufwerk ist. Alternativ könnt ihr das vorinstallierte Programm gparted benutzen.

Nun muss das Laufwerk formatiert und richtig partitioniert werden. Wichtig: Passt bei dem folgenden Befehl die Laufwerksbezeichnung (z.B. „/dev/sdd“) und die Größe der SSD (Parameter -t) entsprechend euren Gegebenheiten an. Solltet ihr wie ich ein nicht Standardgröße-Datenträger haben, wählt die Vorgabe, welche der Größe am nähesten kommt (bei mir 470Gb = 500Gb). Die möglichen Parameter sind im oberen Abschnitt abgebildet.

sudo ./create_xbox_drive.sh -d /dev/sd* -s 1 -t 0

Dadurch, dass wir den Parameter -m weglassen, wird die variable Partition „User Content“ automatisch an die tatsächliche Größe der SSD angepasst. Der Prozess dauert nur wenige Sekunden. Gab es keine Fehler, schreibt ihr nun die finale Partitionstabelle mit folgendem Befehl auf die SSD:

sudo ./create_xbox_drive.sh -d /dev/sd* -s 3 -t 0

Damit ist die Partitionierung abgeschlossen. Das Skript sollte euch folgende Ausgabewerte zur Bestätigung anzeigen, wenn alles geklappt hat:

5B114955-4A1C-45C4-86DC-D95070008139 /dev/sd* (2TB)
25E8A1B2-0B2A-4474-93FA-35B847D97EE5 /dev/sd* (1TB)
A2344BDB-D6DE-4766-9EB5-4109A12228E5 /dev/sd* (500GB

GUID Dev Size Name
5B114955-4A1C-45C4-86DC-D95070008139 /dev/sdb (2TB)
B3727DA5-A3AC-4B3D-9FD6-2EA54441011B /dev/sdb1 (41.0 GiB) 'Temp Content'
869BB5E0-3356-4BE6-85F7-29323A675CC7 /dev/sdb2 (1.6 TiB) 'User Content'
C90D7A47-CCB9-4CBA-8C66-0459F6B85724 /dev/sdb3 (40.0 GiB) 'System Support'
9A056AD7-32ED-4141-AEB1-AFB9BD5565DC /dev/sdb4 (12.0 GiB) 'System Update'
24B2197C-9D01-45F9-A8E1-DBBCFA161EB2 /dev/sdb5 (7.0 GiB) 'System Update 2'

Der nächste Schritt kann entweder direkt im Linux-Livesystem oder auch unter Windows erledigt werden.

Systemdaten kopieren

Nun entpackt ihr das zu eurer Firmware passende Offline-Update OSU1.zip in ein temporäres Verzeichnis. Auf der SSD Partition „System Update“ erstellt ihr einen Ordner mit dem Namen „A“ und „B“ und kopiert aus dem OSU1-Archiv folgende Dateien in das entsprechende Verzeichnis:

A/host.xvd 
A/SettingsTemplate.xvd 
A/system.xvd 
A/systemaux.xvd 
A/systemmisc.xvd 
A/systemtools.xvd 
B/host.xvd 
B/SettingsTemplate.xvd 
B/system.xvd 
B/systemaux.xvd 
B/systemmisc.xvd 
B/systemtools.xvd 

/updater.xvd (direkt in "System Update"!)

Das OSU1 enthält nicht die Mediendatei für das Bootlogo der XBOX. Wollt ihr diese Animation sehen (anstatt einem schwarzen Bild), verbindet die alte HDD mit dem PC und kopiert euch die Datei bootanim.dat aus der „System Update“ Partition auf die neue SSD in den A-Ordner. (Ihr findet die Datei wahrscheinlich auch zum Download in diesem Forum.)

Einbau und Setup

Nun benötigen wir den USB-Stick für den letzten Schritt. Stellt sicher, dass dieser als NTFS formatiert ist (Computer, Rechtsklick „Formatieren…“) und kopiert dann den kompletten $SystemUpdate Ordner aus dem OSU1 Offline Update darauf.

Theoretisch könnt ihr die XBOX nun wieder zusammenbauen. Ich habe der Geschichte allerdings nicht ganz vertraut (zurecht, wie sich zeigen sollte) und die Konsole erst einmal „offen“ verkabelt, um die SSD zu testen.

Wenn alles angeschlossen ist, steckt ihr nun den USB-Stick mit dem Systemupdate auf der linken Seite der XBOX ein und startet die Konsole.

Fast fertig…

Nach dem Einschalten werdet ihr von der Fehlermeldung „Something went wrong“ (E106) begrüßt. Das ist normal. Über das Menü „Troubleshoot“ oder „Fehlerbehebung“ hangelt ihr euch zu dem Punkt „Offline System Update“. Nun versucht die XBOX, das Firmwareupdate anzuwenden (s. Bild). In der Theorie läuft das Update erfolgreich ab und ihr könnt die Konsole nach der Ersteinrichtung nutzen.

Doch nicht so einfach (E101, E102)

Bei mir hat das System Update mehrmals nach der Hälfte des Vorgangs mit einer erneuten Fehlermeldung (E101 oder E102) abgebrochen. Die Suche nach den Fehlercodes hat mir leider nicht weiter geholfen. Ich habe dann aber mehr oder wenig zufällig herausgefunden, dass die Konsole genau in den Tagen, als ich den ersten XBOX Blogbeitrag geschrieben habe und mich mich noch in der Vorbereitung für diesen Teil befand, noch einmal ein Update heruntergeladen hatte. Mist! Bei Microsoft finden sich keine genauen Angaben, wann das OSU1 Archiv auf die neueste Version aktualisiert wird. Laut diversen Foren dauert es wohl einige Tage. Lediglich anhand des Zeitstempels der Archivdatei kann man schätzen, ob dies aktuell ist. Zum Glück hatte ich mir noch nicht die Mühe gemacht und die Konsole wieder zusammengebaut, also habe ich den gesamten Prozess von der Formatierung bis zum Update noch einmal wiederholt, allerdings ohne Erfolg. Ich war mir dann auch nicht mehr ganz sicher, ob es wirklich an der Versionsdifferenz liegt, oder doch an der Größe meiner neuen SanDisk SSD PLUS SATA III (480Gb anstatt 500Gb Standard). Mehrere Internet-Beiträge warnen davor, von 500Gb, 1Tb oder 2Tb abweichende Größen zu nutzen, da dies zu Fehlern führen könne.

Mit der Holzhammer-Methode

Nach sehr langem Lesen (…) in verschiedenen Foren bin ich schließlich in den Foren von GBATEMP auf einen Beitrag gestoßen, wo ein verzweifelter User ein ähnliches Problem hatte und dieses beheben konnte, in dem er für den Update-Prozess wieder die alte HDD eingebaut hat (kann den genauen Post leider nicht mehr finden!).

Entbehrt sich jeglicher Logik, aber es hat tatsächlich bei mir geklappt! Ich habe mit der SSD erneut das OSU1 Update versuch, und an dem Punkt wo das Update fehlgeschlagen ist, habe ich die Konsole dann ausgeschaltet und wieder die alte (unveränderte und funktionierende) HDD eingebaut. Nach dem Start (OSU1-Stick weiterhin eingesteckt) erwartete ich, einfach wieder auf dem alten Startbildschirm zu landen, stattdessen wurde zu meiner Überraschung das mit der SSD begonnende Update einfach fortgesetzt. Als ich dann nach erfolgreichem Abschluss Willkommen geheißen wurde und im Einrichtungsdialog landete, habe ich die Konsole ausgeschaltet und aus Neugier wieder die SSD eingebaut. Nach dem Einschalten landete ich entgegen meiner Erwartung nicht erneut im Update-Prozess, sondern direkt im Setup und konnte die Einrichtung abschließen. Es hat geklappt!

Weitere Lösungsvorschläge

Dieser frustrierte Schritt hatte bei mir so einen „Aha“ Effekt ausgelöst, dass ich mich dann erst dazu entschieden habe, auf meinem Blog davon zu berichten. Vielleicht sitzt der ein oder andere von euch ja vor dem selben Problem.

Wenn ihr das Upgrade ebenfalls nach Schema F durchgeführt habt, es bei euch aber trotz passender Firmware und SSD noch nicht funktioniert, helfen euch vielleicht folgende Vorschläge weiter:

  • Schaut euch die readme.txt des Tools xboxonehdd-master an, dort wird der Upgrade-Vorgang noch einmal im Detail [auf Englisch] beschrieben. Vielleicht ist euch ein Fehler unterlaufen.
  • Habt ihr ein zweites USB zu SATA Adapterkabel parat, könnt ihr anstatt dem OSU1 nach dem ersten Schritt (Formatierung) auch die Systemdateien der alten XBOX Festplatte auf die neue SSD spiegeln. Dazu benutzt ihr folgenden Befehl
sudo ./create_xbox_drive.sh -c /dev/sd* -d /dev/sd* -s 2 -t 0

Vergesst dabei nicht, den Quell- und Zielpfad (/dev/sd*) sowie die Größe (Parameter -t) an eure Situation anzupassen.

  • Lest euch im GBATEMP Forum ein, dort werden viele typische Probleme besprochen, welche beim Upgrade auftreten können.
  • Probiert das Upgrade unter Windows, wenn es mit der Partitionierung Probleme gibt.

Was hat’s nun gebracht? Einige Zahlen

Von den ausgeschriebenen 480GB Speicherkapazität sind formatierungsbedingt etwas weniger tatsächlich verfügbar, wie am PC eben auch. Abzüglich der weiteren XBOX Systempartitionen bleiben bei mir für Benutzerdaten immerhin 346,9 Gb an freiem Speicher übrig, wovon direkt nach der Einrichtung nur ungefähr 100 Mb belegt zu sein scheinen (s. Bild). Mit der Original 500 Gb Festplatte waren insgesamt 365 Gb verfügbar, der Unterschied ist also gering (-19 Gb). Der freie Speicherplatz reicht für meine Zwecke locker aus.

Außerdem habe ich den Systemstart, das Herunterfahren sowie die Ladezeit beim Start von Spyro: Reignited Trilogy gemessen:

Zeit in Min./Sek.Seagate HDD (Original)SanDisk SSD PLUS (Mod)
Kaltstart bis zum Homescreen (+ Zeit bis Kacheln vollständig geladen)01:03 (+00:07)00:48 (+00:04)
Ausschalten bis Betriebslicht aus (+ Zeit bis Lüfterstillstand)00:12 (+02:31)00:11 (+ 02:06)
Ladezeit Spyro: Reignited Trilogy
– Zeit bis zum Hauptmenü
– Ladezeit Level „Glimmer“

00:21
00:24

00:15
00:12

Mein Fazit

Ich habe den Eindruck, dass die Modifikation besonders beim Systemstart etwas gebracht hat. Das merkt man vor allem daran, dass nach dem Erscheinen des Startbildschirms sofort alle Kachelbilder geladen sind und die Navigation zu beginn nicht mehr ruckelt. Während der Benefit beim Laden von Spyro eher gering ausgefallen ist, scheint es bei Spielen wie Red Dead Redemption 2 oder The Witcher 3 wesentlich flotter zu gehen, auch wenn ich da zuvor keine Ladezeiten gemessen habe. Insbesondere beim schnellen Reisen durch die Spielwelt (Laden von Texturen und Modellen) scheint der Level-Aufbau flotter und die Framerate stabiler zu bleiben. Ich vermute, dass das neue Geschwindigkeitspotential der SSD auch maßgeblich mit der Optimierung der entsprechenden Game-Engine zusammenhängt. Nun, einige Wochen später, kann ich behaupten, dass sich der Umbau (zusammen mit der Lüftermod aus Teil 1!) für unsere XBOX ONE definitiv gelohnt hat, auch wenn es nicht so einfach war wie gedacht. Alles läuft stabil.

Ihr habt noch Fragen zum Umbau? Einen Fehler entdeckt oder auf ein Problem gestoßen? Hinterlasst doch einen Kommentar unter diesem Beitrag! Euch hat der Beitrag weiter geholfen? Ich freue mich auch, wenn ihr meine Posts teilt, weiterempfehlt oder euch im E-Mail Verteiler einschreibt 🙂 –>

Linux-Tagebuch #4 – Ein Blick hinter die Kulissen

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich wohl mit Linux zurechtkommen werde, wenn es erst einmal installiert ist. Die „alltäglichen Aufgaben“ sind in der Regel ja kein Thema, aber wie schaut es aus, wenn ich über diese Grenzen hinaus als Umsteiger das Betriebssystem austesten und konfigurieren möchte? Wenn man einige Jahre mit Windows gearbeitet hat, lernt man dessen Eigenarten besser kennen und kann ein „Gefühl“ dafür entwickeln, wie sich das Betriebssystem verhält. So ist es mir zumindest ergangen. Es hilft mir ungemein bei der Lösung von Software-Problemen im Alltag…

Wenn ich nun auf ein anderes Betriebssystem bzw. Software-Ökosystem wechseln will, nützt mir diese Intuition und Vorerfahrung unter Umständen nichts, da viele Dinge unter Linux grundsätzlich anders funktionieren als beim altbekannten Windows. Während sich von der Logik her einige Nutzungsstrategien übertragen lassen, funktionieren andere Sachen wiederum nicht so einfach unter Linux oder stellen sogar ein Gefahr für die Stabilität des Betriebssystems dar. Hierbei denke ich vor allem an die Paketverwaltung und das managen administrativer Rechte.

Hilfreiche Dokumentationen und Skripte für Anfänger und Fortgeschrittene in Deutscher und Englischer Sprache

Auch im Hinblick auf die mir bevorstehende Installation von Ubuntu Linux 20.04 LTS erachte ich es als hilfreich, sich zuvor mit der Funktionsweise des neuen Betriebssystems auseinandergesetzt zu haben. Ich wollte mich ins Thema einlesen, habe daher in den letzten Tagen im Netz recherchiert und bin dabei auf verschiedene informative Ressourcen gestoßen: Neben diversen PC-Magazinen [1] [2] und einer großen Auswahl von teilweise kostenlosen E-Books (größtenteils auf Englisch) zum Thema gibt es dutzende Webseiten, welche einem Grundsätzliches zur Betriebssystemumgebung Linux näher bringen.

  • Linux gab es schon lange vor der ersten Veröffentlichung von Ubuntu im Jahre 2004. Auf der Seite netzmafia gibt es ein sehr ausführliches Skript von der Hochschule München zum Thema UNIX/Linux. Es behandelt vieles von der Entstehungsgeschichte hin über die Struktur des Betriebssystems bis zur praktischen Anwendung wie die Shelleingabe oder Prozessverwaltung.
  • Wer etwas mehr über den Aufbau des Betriebssystems oder die Verzeichnisstruktur, insbesondere im Unterschied zu Windows, erfahren möchte, wird bei ernstlx fündig. Dort gibt es auch eine praktische Einführung zur Kommandozeileneingabe, der BASH-Shell.
  • Auf der Webseite des Rheinwerk-Verlags gibt es eine kostenlose Online-Version des eBooks „Linux – das umfassende Handbuch“ von 2012. In mehr als 1200 Seiten scheint sich so alles zu finden, was man als Einsteiger oder Fortgeschrittener über Linux wissen möchte.
  • Im Wiki-Bereich von ubuntuusers gibt es einen sehr übersichtlichen Beitrag für Einsteiger, zu den Grundlagen der Bedienung von Ubuntu Linux sowie den Unterschieden zu Windows.
  • Linux/Unix Tutorial for Beginners: Learn Online in 7 days auf guru99 (Englisch). Fundamentales Wissen und anwendungsbezogene Übungen.
  • Die Seiten der Free Software Foundation (FSFE) für Informationen zu freier Software („OpenSource“), dem GNU-Projekt und der General Public Licence (GPL), unter welcher viele Bestandteile von Linux lizenziert sind.

Ich hoffe, ihr findet die Links lesenswert und freue mich, wenn ich euch damit weiterhelfen konnte. Wenn ihr noch einen Tipp habt, schreibt mir gerne.