Notebook: Schnellen SSD-Speicher nachrüsten

Der Windows-Start dauert eine halbe Ewigkeit? Programme laden nur sehr langsam? Das ist eine Schwäche, die sich viele Notebooks – vor allem im niederen Preissegment – teilen. Wenn die Leistung der Festplatte nachlässt, wirkt sich das auf die gesamte „Benutzererfahrung“ aus. Natürlich ist ein Datenträger auch ein Verschleissprodukt, aber meiner Erfahrung nach versagen bei günstigen Notebooks als erstes der Akku und die Festplatte.

günstig und unkompliziert

Produktbeispiel, hier vom Hersteller Western Digital

Die meisten neueren Notebooks werden inzwischen sowieso mit deutlich schnelleren SSDs ausgestattet. Diese funktionieren ähnlich wie USB-Flashspeicher [1] und haben eine um ein Vielfaches höhere Datendurchsatzrate und kürzere Zugriffszeiten. Dadurch verkürzt sich nicht nur die Startzeit erheblich, sondern Programme starten prompt und die Ladezeiten von Spielen sind kürzer. Die SSD ist auch deutlich leiser und leichter. Und hier kommen wir schon zum Thema dieses Beitrags: Wenn der alte Laptop lahmt, könnt ihr durch einen einfachen und günstigen Tausch der Festplatte einen ordentlichen Geschwindigkeitsvorteil herausholen!

Da sich SSD-Technik inzwischen auf dem Markt etabliert hat, sind 2,5″ SSD-Datenträger für Notebooks bereits ab 30€ zu haben. [2] Sonst benötigt man zum Wechsel nur ein Set von Elektronik-Schraubenziehern und etwas Fingerspitzengefühl. Also, los geht’s!

Daten migrieren

Ach so, fast vergessen: Was passiert mit meinen Dateien und, ahem, Windows? Die sind bei einem Wechsel des Speichermediums natürlich weg. Ihr habt also zwei Möglichkeiten: Datensicherung erstellen, Windows-Produktschlüssel notieren (Windows 10: Mit Microsoftkonto verknüpfen) und das Betriebssystem auf der SSD neu installieren. Die zweite und komfortablere Option besteht darin, den Inhalt der alten Festplatte auf die Neue zu „klonen“. Das geht mit der richtigen Software im Prinzip sehr einfach, wenn man dabei zwei, drei Dinge beachtet.

  1. Ihr benötigt entweder einen zweiten PC mit Anschlussmöglichkeit für die neue SSD oder (vorzugsweise) eine USB 3.0 SATA Adapter für diese. In beiden Fällen muss das Datenabbild der bisherigen Festplatte auf die neue Übertragen werden.
  2. Der belegte Speicherplatz muss geringer sein als die Gesamtkapazität der neuen SSD, damit der Inhalt gespiegelt werden kann. Die tatsächliche Kapazität der alten Festplatte ist dabei nicht so wichtig, da der „leere“ Speicherbereich im Datenabbild ignoriert wird. Beachtet aber bei der Auswahl, dass ihr aufgrund der Formatierung des Dateisystems z.B. bei einer 256 Gb SSD effektiv nur ca. 238Gb nutzen könnt. Size matters!

Auf die Möglichkeit der Neuinstallation von Windows möchte ich hier nicht genauer eingehen, ihr könnt auf meinem Blog dazu mehr erfahren (am Beispiel von Windows 7).

Klonen !? Das geht doch nur mit Schafen. Im Falle der SSD ist das eine sehr praktische Funktion, da neben den tatsächlichen Dateien auch die Informationen aus dem Dateisystem, der -Partition sowie wichtige Bootparameter des Betriebssystems mit übernommen werden, welche einen reibungslosen Start trotz geänderter Hardware ermöglichen. Und für die SSD macht das keinen vitalen- oder Leistungsunterschied, ob die Daten ursprünglich auf „Festplatten-Art“ angeordnet waren.

Einige Hersteller bieten zur ihrer SSD ein kostenloses Tool zur Datenmigration (auch Klonen) der Festplatte an. Beispielsweise seien hier Acronis True Image WD/SanDisk Edition oder Samsung Data Migration Tool genannt. Diese setzen allerdings voraus, dass die SSD vom Programm erkannt und validiert werden kann, was im Fall von einer per USB-Adapter angeschlossenen SSD bei mir nicht der Fall war.

Ich habe also ein herstellerunabhängiges Programm gesucht. Das ist etwas knifflig, da es einige Tools gibt, welche das Klonen von Datenträgern anbieten, es aber oft (im Falle der kostenlosen Version) als Premium-Funktion verstecken. Geklappt hat es bei mir schließlich mit EaseUS Todo Backup Home Free/Trial (ca. 120Mb), aber nur genau mit der „Todo“ Programmversion.

Zunächst solltet ihr die Daten der alten Festplatte „vorbereiten“. Sprich, unnötige Programme deinstallieren, Datenträger bereinigen und defragmentieren (Daten auf der Festplatte zu einem Haufen zusammenführen). Mehr dazu hier. Das verkürzt die Größe und damit die Transferzeit des Festplattenabbildes.

Anschließend die SSD verbinden und EaseUs ToDo starten. Im Hauptmenü links den Klonen-Button ausfindig machen, der folgende Dialog ist recht selbsterklärend. Noch einmal die Laufwerksbuchstaben und den Speicherplatz auf ihre Richtigkeit prüfen und den Prozess starten. Das sieht dann in etwa so aus – und dauert je nach Belegung einige Minuten. Die erfolgreiche Migration wird mit einer Abschlussmeldung quittiert:

Festplatte durch SSD tauschen

Ich übernehme keine Haftung für Schäden! Ihre verliert ggf. eure Herstellergarantie.

Jetzt kommt der wahrscheinlich schwierigste Teil des Unternehmens: Das Öffnen des Notebook-Gehäuses. Das wiederum ist von Gerät zu Gerät verschieden. Während einige, meist ältere Modelle, auf der Unterseite noch eine getrennte Abdeckung für Festplatte, Arbeitsspeicher und Akku haben, gibt es bei den neueren, schlanken Notebooks nur noch eine geschlossene Rückseite. In beiden Fällen benötigt ihr neben einem Set Elektronikschraubenziehern einen flachen, dem Gitarrenspiel ähnlichen „Plastikchip“ (oder etwas Vergleichbares wie eine alte Checkkarte) zum Öffnen des zusammengeklippten Plastikgehäuses. Beachtet analog zum Text die Bilderstrecke!

Zunächst den Akku entnehmen, Laptop herumdrehen und alle Schrauben (in der Regel) lösen. Falls sich die Festplatten-Abdeckung separat lösen lässt, seit ihr hier schon fertig! (Bild 1) Eine der Schrauben hält das ggf. vorhandene CD-Laufwerk fest, welches nun „Plug & Play“ aus dem Gehäuseschacht herausgezogen werden muss, damit später die Gehäuseabdeckung entfernt werden kann. Nun mit dem Plastikchip am Gehäuseübergang vorsichtig, langsam dazwischen und rundherum fahren, bis sich die Abdeckung mit einem Klicken zu lösen beginnt. Im Zweifelsfall findet ihr zu vielen Notebook-Serien z.B. auf YouTube eine Demontage-Anleitung! Das Notebook wieder herumdrehen und die Oberseite samt Tastatur vorsichtig hochklappen. Hier müsst ihr zunächst das Breitbandkabel von Tastatur und Touchpad, Gehäusetasten usw. mit der Hand oder einer Pinzette lösen, dazu einfach am Stecker das Plastikscharnier hochkippen. Nun ist der Blick frei auf das Innenleben. Die Festplatte ist normalerweise in einer Extrahalterung fixiert, welche zunächst gelöst und dann die Festplatte daraus mit weiteren vier Schrauben entfernt werden kann. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, den Lüfter gleich vom Staub zu befreien!

Die neue SSD wird genau so wieder eingesetzt. Vor dem Schließen der oberen Abdeckung nicht vergessen, alle Breitbandkabel vorsichtig wieder sauber in die Halterungen zu stecken und diese zu arretieren! Nun die Abdeckung aufsetzen und durch gleichmäßigen Druck an den Rändern wieder einrasten lassen. Bevor ihr nun mühevoll alle Schrauben wieder einsetzt – zunächst die Erfolgskontrolle: Geht die Kiste an und Windows startet, habt ihr alles richtig gemacht! 🙂

Windows für SSD optimieren

Noch etwas wichtiges zum Schluss. Während Windows 10 die neue SSD automatisch als solche erkennen sollte, ist das bei Windows 7 nicht zwingend der Fall. Unnötig häufige Schreibzugriffe verkürzen die Lebenszeit einer SSD erheblich, deswegen sollten einige Windows-Einstellungen angepasst werden (Stichwort: TRIM).

Öffnet die Kommandozeile (Eingabe „cmd“ im Startmenü, Rechtsklick) als Administrator und führt folgenden Befehl aus

fsutil behavior set DisableDeleteNotify 0

Ihr solltet die Rückmeldung DisableDeleteNotify = 0 erhalten. Öffnet nun zur Kontrolle aus dem Windows Zubehör das Defragmentierungstool und prüft, ob in der Liste der Datenträger die SSD als Solid-State-Disk aufgeführt und die Defragmentieren-Funktion entsprechend deaktiviert ist. Das sollte für’s Erste reichen!

Bei wintotal.de findet ihr noch weitere Infos rund um das Thema Windows und die SSD.

Der Geschwindigkeitsunterschied sollte deutlich zu merken sein! Noch ein bisher nicht erwähnter Vorteil ist übrigens, dass die SSD gegenüber der Festplatte deutlich weniger empfindlich auf Erschütterungen reagiert. Solltet ihr noch Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel haben, schreibt doch in die Kommentarspalte unten.

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Praktische System-Tools für mehr Kontrolle

– 18 Software-Tipps –

… welche das Arbeiten mit Windows erleichtern, nützliche Funktionen einführen und mehr Kontrolle über das Betriebssystem und die laufenden Prozesse geben. Sie können größtenteils ohne Installation ausgeführt werden.

button_vi button_7 button_8 ProcessExplorer (SI)

tools_taskmanEine verbesserte Version des klassischen Task-Managers. Zeigt zusätzliche Informationen zu Prozessen und geladenen DLLs an (was steckt hinter svchost?) und gibt detailiert Auskunft über Systemressourcen.  Ersetzt auf Nachfrage den normalen Taskmanager. (Läuft auch unter Windows 10, da ist der mitgelieferte Task-Manager allerdings schon stark verbessert worden und ebenbürtig.)  >> Zur Webseite

button_vi button_7 button_8 button_10 RamMap (SI)

Zeigt übersichtlich und in Echtzeit die Belegung des Arbeitsspeichers (RAM) durch Anwendungen, Prozesse, Treiber und durch das Windows-System an. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 DiskView (SI)

Zeigt ausführlich in einem graphischen Fenster die Speicherbelegung der gewählten Festplatte an, wie man es von manchen Defragmentierungsprogrammen kennt. Zur Analyse von einzelnen Datenblöcken können per Klick Infos angezeigt werden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 TCPView (SI)

tools_tcp

Listet prozessbezogen alle ein- und ausgehenden TCP-Internetverbindungen auf. Ermittelt den Port und die Zieladresse. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 PendMoves MoveFile (SI)

Windows verfügt über einer „MoveFileEx-API“, um gerade genutzte oder gesperrte Dateien beim nächsten Systemstart zu modifizieren bzw. zu löschen. Am ehesten kennt man das von der typischen Meldung „Starten Sie das System neu, um die Deinstallation abzuschließen.“ Mit dieser einfachen Kommandozeilen-Anwendung kann man solche Operationen selber planen, zum Beispiel bei einer gerade nicht löschbaren Datei. Dazu wird die Exe über die Konsole (cmd) geöffnet und mit dem Befehl movefile gesteuert. Genau Benutzung siehe Beschreibung. >> Zur Webseite

 

button_vi button_7 button_8 button_10 Disk2vhd (SI)

disk2vhdErlaubt das einfache Speichern einer Windows-Systempartition bzw. -Festplatte als virtueller Datenträger im laufenden Betrieb. Kann anschließend in VirtualBox (nach Umkonvertierung) oder Virtual PC (max. 127Gb) eingebunden werden. Mehr Details: Davon habe ich bereits in einem gesonderten Beitrag berichtet… >> Zum Beitrag & Download

SI: Die folgenden Programme stammen aus den Windows Sysinternals, eine Sammlung von Anwendungen des Microsoft-Entwicklers Mark Russinovich.

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 regshot

Vorher-Nachher Schnappschuss der Windows-Registry machen und automatisch vergleichen lassen. Das Ergebnis wird in einer txt oder html Datei gespeichert. So kann z.B. bei einer Systemänderung oder Installation nachvollzogen werden, welche Registrierungsschlüssel eingetragen wurden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Networx

tools_networxÜberwacht und erstellt Statistiken von gesamten Netzwerkverkehr, ähnlich wie auf dem Smartphone. Seit Windows 10 gibt wird dieses Feature zwar schon mitgeliefert, das Programm bietet aber wesentlich mehr Informationen, lässt sich ausgiebig konfigurieren und zeigt den Datenverbrauch in übersichtlichen Balkendiagrammen an. Leider Shareware, das Programm muss installiert werden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 WifiGuard

Überwacht das WLAN/Heimnetzwerk, zeigt verbundene Geräte an. Verschiedene Optionen zum anpingen und testen der Firewall. Gibt Alarm bei unbekannten Geräten. Kostenlose Version zeigt max. 5 Geräte an. >> Zur Webseite

button_allos RJL Product Key Viewer

Zeigt den benutzten Windows Product Key / Lizenzschlüssel an. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Teracopy

tools_teracopy

Ersetzt den Windows Kopierprozess. Kopiert vor allem größere Dateizahlen und -mengen insgesamt schneller, Kopiervorgänge lassen sich pausieren/später fortsetzen, validieren und mehrere Kopiervorgänge in einer Warteschlange einreihen. Ich empfehle die Version 2.3, sie ist übersichtlicher und zudem mit Windows XP kompatibel. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Windows-Firewall Tools

Mit den zwei kleinen Programmen TinyWall und WFN kann man unkompliziert die Windows Firewall erweitern, ein- und ausgehende Verbindungen kontrollieren und sein System so sicherer machen. Wie das geht, habe ich bereits in einem anderen Beitrag beschrieben >> Zum Beitrag

button_7 button_8 button_10 Zugriff auf alle Einstellungen – GodMode

Mit dem berüchtigten „Godmode“ kann man auf viele zusätzliche Systemeinstellungen zugreifen, die so nicht in den Einstellungen zu finden sind. Alle Optionen werden übersichtlich in einem Ordnerfenster aufgelistet. Dazu an einem belieben Ort einen neuen Ordner (Rechtsklick) erstellen und beim Umbenennen folgendes eingeben:

GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

 

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 5 Virenscanner to Go

malwareportable6Virenscanner ohne Installation auf dem USB-Stick oder einfach als Zweitmeinung: Ein paar extra Anti-Malware-Tools sind immer praktisch. >> Dazu habe ich einen eigenen Artikel veröffentlicht

Außerdem: Mit dem kostenlosen Virustotal Uploader für Windows können über das Kontextmenü (Rechtsklick) einzelne Dateien auf virustotal.com hochgeladen und in der Cloud von allen gängigen Virenscannern geprüft werden. Praktisch, um letzte Zweifel auszuräumen. >> Zur Webseite

tools_tcpoptibutton_allos TCP Optimizer

Ein Klassiker. Optimiert die Browser- und Windows Netzwerkeinstellungen optimal für den vorhanden Internetanschluss/die verfügbare Bandbreite (Mbps). Gerade bei langsameren Verbindungen oder älteren Systemen kann so eine Beschleunigung der Datenübertragung erreicht werden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 CPU-Z

Klein aber nützlich: Zeigt wichtige Informationen wie ID, Spannung, Taktrate und Temperatur zum Prozessor, aber auch allgemeine Systeminfos zu Mainboard, Arbeitsspeicher (RAM) und Grafikkarte an. Verfügt über integrierte Benchmarks. >> Zur Webseite

button_7 button_8 button_10 XMedia Recode

tools_xmediarecode

Praktisches All-In-One Konvertierungsprogramm für Audio- und Videomedien. Rippt auch CDs, DVDs und BluRays. Kostenlos und werbefrei, von einem deutschen Entwickler. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Explorer++

Kostenloser Ersatz für den Windows Explorer. Schlank gehalten, bietet viele praktische Funktionen wie das Arbeiten mit Tabs, Lesezeichen, Konsole öffnen, eine Vielzahl von Hotkeys, Datei- und Attributevorschau. Optimal, wenn man viel mit Dateien arbeitet. Eine Installation ist nicht notwendig. >> Zur Webseite

 

Tipp: Die portablen Anwendungen auf einen USB-Stick oder CD kopieren und immer parat haben!

Windows beschleunigen, schneller starten, optimieren (2/2)

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Im zweiten Teil meiner Anleitung über das Beschleunigen von Windows geht es nun um die optimalen System-Einstellungen, Tricks und Kniffe für die Registrierung. Nicht alle Tipps sind für jedes System geeignet, deshalb sind die Beiträge entsprechend markiert. Bevor ihr zur Tat schreitet, solltet ihr die ersten Schritte aus dem vorherigen Beitrag angewendet haben.

Energiesparplan anpassen

Stellt sicher, das Windows nicht die Leistung des Computers durch einen ausgewogenen oder sparsamen Energieplan einschränkt. Dadurch werden bei vielen Rechnern nähmlich CPU und Grafikkarte niedriger getaktet. Vor allem bei Notebooks ist das häufig der Fall. Unter

w_energieopt

button_vi button_7 button_8 button_10 Systemsteuerung\System und Sicherheit\Energieoptionen

button_9x button_2k button_xp Systemsteuerung\Energieoptionen

könnt ihr diese Einstellungen aufrufen. Am bequemsten ist es, den Energiesparplan „Höchstleistung“ auszuwählen. Dieser kann dann auf Wunsch noch individuell angepasst werden (z.B. Standby und Bildschirmtimeout).

Design und Desktop-Effekte anpassen

button_vi button_7 Windows Vista und 7 haben das beliebte und schön anzuschauende Aero-Transparentdesign eingeführt. Diese Effekte können aber gerade ältere Rechner, darunter vor allem Notebooks mit integrierter GPU zusätzlich belasten und dadurch ausbremsen. Wer darauf verzichten kann, sollte zumindest den Transparenteffekt deaktivieren, oder gleich auf das „klassische Design“ wechseln (unter Windows 10 nicht mehr verfügbar!).

w7classic

Dazu führt auf dem Desktop einen Rechtsklick aus und wählt „Anpassen“.  Alternativ findet ihr die Option über die Systemsteuerung / Darstellung und Anpassen. Dort wählt ihr dann das Basis Design (deaktiviert die Transparenz) oder eben das „klassische Design“.

Nun passen wir noch die Desktop-Effekte an. Einerseits lassen sich bei aktiviertem Aero-Design noch Ressourcen freigeben (Animationen und z.B. Mausschatten, Kantenglättung), andererseits lässt sich durch das

w_effekte

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Deaktivieren von Animationen, Effekten (Minimieren, Maximieren, Menüs) das Arbeitstempo zusätzlich beschleunigen. dazu navigiert in der Systemsteuerung unter

System / Erweitert / Leistung: Einstellungen / Visuelle Effekte

Dort habt ihr die Möglichkeit, die Desktop-Effekte nach euren Wünschen anzupassen. Am effektivsten ist es, alle Effekte zu deaktivieren. Wem das zu Aufwändig ist, oder wer einfach die normalen Animationen behalten, aber alles etwas „beschleunigen“ will, kann folgende Änderungen über die Registrierung vornehmen.

button_info Dazu öffnet den Registrierungseditor (über Ausführen (Win+R) oder Suche „regedit“ eingeben), sucht den entsprechenenden Pfad im Adressbaum links und ändert den genannten Wert. Wenn ihr euch dabei unsicher seit, solltet ihr zunächst einen Wiederherstellungspunkt von Windows erstellen, das geht über die Systemsteuerung / System / Sichern und Wiederherstellen.

button_download2 Ihr könnt auch am Ende des Beitrags eine fertige Konfigurationsdatei mit allen hier genannten Tricks herunterladen und diese übernehmen.

regedit2

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop

MenuShowDelay = 8

Verkürzt die Einblendedauer von allen Desktop-Menüs.

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Mouse

MouseHoverTime = 8

Verkürzt die PopUp-Einblendedauer bei Mausaktionen.

Such- und Indizierungsdienst deaktivieren

wsearchbutton_allos Der Windows-Search Dienst indiziert während dem Betrieb laufend alle Dateipfade auf dem Datenträger, damit diese bei Bedarf schnell gefunden werden können. Wer die eingebaute Windows-Suchfunktion für Dateien selten oder gar nicht benutzt (oder weiß, wo er suchen muss), kann Ressourcen einsparen und den Dienst deaktivieren.

Zunächst einmal deaktivieren wir die Indizierungseinstellung für alle Datenträger. Dazu im Arbeitsplatz bzw. „Dieser  PC“ das entsprechende Laufwerk mit Rechtsklick anklicken, dann „Eigenschaften“. Dort entfernen wir den Haken für die Laufwerksindizierung.

Nun deaktivieren wir den Windows Search Dienst. Dazu öffnet die Dienste-Anwendung. Entweder über das Startmenü „Dienste“ eintippen oder über Systemsteuerung / Verwaltung / Dienste öffnen. Dort den Eintrag „Windows Search“ suchen, mit Doppelklick öffnen und als Startoption „manuell“ übernehmen. Fertig!

Auslagerungsdatei vergrößern

Bei Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher lagert Windows bei Platzmangel Daten aus dem Arbeitsspeicher auf der Festplatte aus, in die so genannte „Auslagerungsdatei“ (paging file). Außerdem wird der Arbeitsspeicherinhalt beim Windows-„Ruhezustand“ in darin gespeichert. Oft wird diese Datei aber zu sparsam bemessen. Vor allem bei weniger wie 4GB RAM kann durch zuweisen von mehr Speicherplatz eine Leistungssteigerung erreicht werden. Dazu navigiert zu

button_9x button_2k button_xp button_vi button_7 button_8 Systemsteuerung / System / Erweiterte Einstellungen / Systemeigenschaften: Erweitert: Leistung… / Erweitert / Virtueller Arbeitsspeicher: Ändern…

button_10 „control“ (im Start eingeben) / System und Sicherheit / System / Erweiterte Einstellungen / Systemeigenschaften: Erweitert: Leistung… / Erweitert / Virtueller Arbeitsspeicher: Ändern…

auslagerugnsdatWindows unterscheidet zwischen der Mindestgröße (InitialSize) und Maximalgröße (MaximumSize) der Datei. Wer über genug Festplattenspeicher verfügt, sollte eine einheitliche Größe wählen, um die Formatierung (im gegenteiligen Sinne der „Defragmentierung“) der Festplatte zu vermeiden.

Als Faustregel für die Größe gilt: Ungefähr die doppelte Menge des physikalisch verfügbaren Arbeitsspeichers (RAM) sollte reserviert werden. Also bei

RAM (Mb) -- > Dateigröße (Mb)
1024  --> 2046
2046 --> 4096
4096 --> 8192
8192 --> 16384

Alternativ kann folgender Befehl über die Konsole (cmd) als Administrator ausgeführt werden:

wmic pagefileset where name=“C:\\pagefile.sys“ set InitialSize=2048,MaximumSize=2048

  • Beachtet, dass u.a. bei System mit mehreren Datenträgern (SSDs!) die Auslagerungsdatei nicht auf dem C: Datenträger liegen kann.
  • Bei sehr alten Computern mit FAT32-Dateisystem (Windows 98, manchmal noch 2000) liegt das Dateigrößenlimit technisch bedingt bei 4GB.

Schnelleres Beenden und Herunterfahren

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Windows gibt nicht reagierenden Anwendungen, Prozessen und Diensten eine gewisse Zeit, um wieder zu reagieren (respond). Wenn ein Programm sich aber aufgehängt hat, passiert meist nicht mehr viel. Diese Zeit lässt sich ohne Gefahr abkürzen. Dazu können im genannten Registry-Pfad folgende Werte verändert werden (wie oben mit regedit beschrieben).

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop

AutoEndTasks = 1
HungAppTimeout =1000
LowLevelHooksTimeout = 1000
WaitToKillAppTimeout = 2000

Außerdem lässt sich mit einer weiteren Änderung die Zeit, die Windows Prozessen beim Herunterfahren oder Abmelden zum Beenden lässt, verkürzen. Damit lässt sich die nervige Meldung „Es wird auf folgende Programme gewartet…“ umgehen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control

WaitToKillServiceTimeout = 2000

Nach einem Neustart sind die Änderungen aktiv!

Diverse Registry-Tricks

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer

LinkResolveIgnoreLinkInfo = 1
NoResolveSearch = 1
NoResolveTrack = 1
NoInternetOpenWith = 1
NoLowDiskSpaceChecks = 1

Nicht vorhandene Schlüssel unbedingt im DWORD-Format erstellen!

LinkResolveIgnoreLinkInfo – Verhindert, dass Windows nach fehlenden Verknüpfungszielen sucht.
NoResolveSearch – Verhindert, dass Windows nach fehlenden Anwendungen sucht.
NoResolveTrack – Verhindert, dass Windows nach fehlenden Anwendungen sucht.
NoInternetOpenWith – Deaktiviert den Dialog „Suche nach verfügbaren Programmen im Internet“ um direkt zur lokalen Programmauswahl zu kommen
NoLowDiskSpaceChecks – Deaktiviert die automatische Überprüfung der Speicherkapazität der Festplatte

Nach einem Neustart sind die Änderungen aktiv!

Sperrbildschirm und Benutzer-Anmeldung überspringen

netplwiz…und direkt auf dem Desktop landen. 

button_2k button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Dazu startet ihr netplwiz über die Eingabeaufforderung (Win+R) und könnt dort einen Nutzer auswählen, den Haken bei „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“ entfernen und auf Übernehmen klicken. Nun das Passwort bestätigen und speichern. Zeit gespart!

button_10 Ab Windows 10 wird man zusätzlich mit, einem bei Desktop-PCs vollkommen überflüssigen, Sperrbildschirm konfrontiert. Dieser lässt sich mit einer Änderung in der Windows Registrierung deaktivieren:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Personalization

Dort einen neuen REG_DWORD (32 Bit) namens „NoLockScreen“ mit dem Wert 1 erstellen. Gibt es keinen Schlüssel „Personalization“, müsst ihr diesen anlegen.

 

Windows ReadyBoost nutzen

button_vi button_7 button_8 button_10 Für Einsteiger-Geräte wurde mit Windows Vista eine Funktion namens „ReadyBoost“ eingeführt. Man kann einen Flash-Speicher (USB-Stick) als zusätzlichen Arbeitsspeicher, oder eher „Prefetching-Cache“ einrichten. Vorraussetzung dafür ist ein „schneller“ USB 2.0+ Stick mit mind. 2GB verfügbarem Speicher. Mehr dazu (Wikipedia)

Wie einrichten? Passenden USB-Stick oder Karte mit dem Computer verbinden. Dann über den Dialog „Für Windows ReadyBoost verwenden“ oder im Arbeitsplatz / Dieser PC Rechtsklick auf den Flash-Speicher / Eigenschaften / ReadyBoost. Windows entscheidet automatisch, ob der Datenträger geeignet ist.

Mit folgender Änderung könnt ihr bei eingehängtem Datenträger ReadyBoost erzwingen, auch wenn euer Computer sagt, dass er zuschnell dafür sei (z.B. in einem virtuellen System):

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\rdyboost\AttachState

Dort denn entsprechenden Datenträger identifizieren und den Schlüssel von 2 auf 0 (DWORD) setzen.

Ich habe ReadyBoost noch nie in der Praxis erlebt. In Internetforen wird aber einer leichter Geschwindigkeitszuwachs bei Systemen mit weniger als 2GB RAM berichtet.

Windows 10 exklusive Einstellungen

button_10 Hier einige Tips, die nur unter Windows 10 funktionieren.

1.) Stellt sicher, dass unter Windows 10 „Fast Startup“ aktiviert ist, um das Hochfahren zu beschleunigen. Dazu in den Einstellungen bzw. der Systemsteuerung auf den Energiesparplan klicken und „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“. Hier ist die entsprechende Option zu finden:

w10fastatartup

2.) Mit diesem Registry-Eintrag werden die „Live-Tiles“ im Startmenü deaktiviert und nicht mehr laufend aktualisiert:

HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\PushNotifications

Neuer DWORD32 Schlüssel: NoTileApplicationNotification = 1

3.) Mit dem kostenlosen Tool W10Privacy kann man ungewünschte Telemetrie- und Appdienste deaktivieren. Gut für den Datenschutz und gibt Ressourcen frei.

5.) Mein Artikel Weitere Tipps zur Anpassung von Windows 10 enthält eine Anleitung, wie Einzelne oder alle Modern Apps entfernt werden können.

Alle Registry-Tricks herunterladen

button_download3 Ich habe die oben aufgeführten Windows-Registrierungsänderungen in einer fertigen *.reg Datei zusammengeführt, so dass ihr diese bequem herunterladen und einfach mit einem Doppelklick auf euer System übernehmen könnt. Benutzung auf eigenes Risiko!

Zum Download Rechtsklick auf den Link und „Ziel speichern unter…“.

Registry-Tweaks für Windows XP, Vista, 7 oder 8

Registry-Tweaks für Windows 10 (enthält Windows 10 exklusive Optionen)

Nun ist doch ein recht ausführliches Sammelsurium an Tipps zum Beschleunigen und Optimieren von Windows zusammengekommen. Wenn ihr noch weitere Vorschlage oder Fragen dazu habt, freue ich mich über eine Rückmeldung.

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Kostenlose Brenntools im Blick

Auf dem Markt gibt es einige, nicht gerade günstige Brennstudios für Multimedia. Wenn man jedoch nur gelegentlich CDs, DVDs und Blue Rays brennt, stört man sich möglicherweise an der Flut der Funktionen, die ein solches Programm mit sich bringt. Die Brennsuiten sind unnötig groß, benötigen oft länger zum Starten und sind einfach Überladen. Bei mir hat die Deinstallation eines solchen Brennstudios sogar schon einmal mein Windows zerschossen! Im folgenden möchte ich euch einige kleinere und schlankere Tools zum Brennen auf Datenträger vorstellen.

CDBurnerXP

burn01Das wohl bekannteste unter den kostenlosen Programmen. Schlankes Menü und schnelle Benutzeroberfläche, brennt alle gängigen Formate, auch ISOs. In vielen Sprachen verfügbar. Vorsicht vor Adware bei der Installation (da werbefinanziert). [zum Download]

Brennt Blue Ray: Ja Größe nach Installation: 19 Mb Lizenz: Freeware

 

InfraRecorder

burn02Ein schlankes, freies Brennprogramm basierend auf den cdrtools. Brennt zuverlässig alle gängigen Formate. Ebenfalls in vielen Sprachen verfügbar, bietet Brennen direkt aus dem Explorer an (Shell Extension). Auch als portable ZIP verfügbar. [zum Download]

Brennt Blue Ray: Ja Größe nach Installation: 12 Mb Lizenz: Open Source (GPL)

Variante: cdrtfe

burn03cdrtfe – cdrtools front end, ist eine alternative Benutzeroberfläche, die wie der InfraRecorder die cdrtools benutzt. Die Anwendung startet schnell, bietet alle Funktionen in einem Fenster und ist auch als portable Version zu haben. Die Software kann auch Audio-CDs rippen und mehrere Datenträger gleichzeitig brennen. [zum Download]

Brennt Blue Ray: Ja Größe nach Installation: 11 Mb Lizenz: Open Source (GPL)

DeepBurner

burn04DeepBurner ist schon etwas länger im Rennen. Die kostenlose Free-Variante erstellt und brennt alle gängigen Formate. Die kostenfreie Version ist werbefrei, allerdings fehlen Funktionen wie Disk-to-Disk-Copy, DVD-Video Funktionen (Menügestaltung) und Label-Printer. Das Tool gibt es auch als portable Version und ist mit seiner Größe von 8 Mb besonders schlank. [Zum Download]

Brennt Blue Ray: Ja Größe nach Installation: 8 Mb Lizenz: Freeware / Pro: ab 25 USD

ImgBurn

burn05Der Klassiker und den Image-Programmen. Brennt BIN, CCD, CDI, CUE, DI, DVD, GI, IMG, ISO, MDS, NRG und PDI Abbilder auf CD, DVD und BD. Es können auch Abbilder von Datenträgern erstellt werden. Erstellt Abbilder von Dateien und teilt diese wenn notwendig über mehrere Abbilder auf. Gebrannte Datenträger können anschließend analysiert werden. Vorsicht vor Adware bei der Installation. [zum Download]

Brennt Blue Ray: Ja Größe nach Installation: 3,3 Mb Lizenz: Freeware

Die quelloffenen bzw. kostenlosen Brenntools stehen den Vollpreis-Angeboten wirklich kaum etwas nach. Einzelne Funktionen, die man eventuell vermisst, können auch separat nachgerüstet werden: Mit dem kostenlosen Programm DVDStyler können zum Beispiel DVD-Menüs in aller Freiheit erstellt und eingearbeitet werden. Auch als portable Version verfügbar!

Internet Explorer: Keine (Sicherheits)Updates mehr für ältere Versionen

Aufgepasst: Ab heute wird Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr für ältere Versionen des Internet Explorers auf Windows mehr veröffentlichen. Betroffene Nutzer sollen auf die neueste Version aktualisieren, falls nicht schon geschehen. Da der offizielle Support für Windows XP bereits ausgelaufen ist, bedeutet das im Falle von Windows Vista SP2 den Internet Explorer 9, für Windows 7 und Windows 8.1 den Internet Explorer 11. Dieser sollte durch Windows Update auf die aktuellste Version gepatcht sein.

Klickt im Internet Explorer oben in der Menüleiste auf „Hilfe“ bzw. auf das Zahnradsymbol und anschließend auf „Info“, um zu erfahren, welche Version ihr benutzt.

Gibt es die aktuelle Version 9 oder 11 nicht für euer System, so solltet ihr auf einen alternativen Browser, wie Firefox, Chrome oder Opera ausweichen. Ansonsten kann ich euch empfehlen, die Sicherheitseinstellungen entsprechend anzupassen, wie ich bereits in einem Beitrag aus dem letzten Jahr beschrieben habe und eine Adblock-Filterliste zu aktivieren (Internet Explorer 10+).

Quelle: Microsoft