Alte Spiele Neuer Rechner – Teil 1: Theme Hospital

In einer neuen Artikelserie teste ich, wie sich ausgewählte alte Computerspiel-Klassiker auf einem modernen Windows-PC installieren und spielen lassen.

altespieleneuerrechner

Von Zeit zu Zeit erinnere ich mich zurück an die ersten Computerspiele, die ich damals gespielt habe. Ob Caesar 2, TES:Daggerfall oder Age of Mythology. Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Man, war das ein Spass! Auch, wenn sicher eine ordentliche Portion Nostalgie dabei ist. Und dann waren da noch die ganzen Shareware-CDs. Viele Spiele sind heute kaum noch zu finden, da sie bereits im Nirvana der Zeit verschwunden sind…

Die ein oder andere CD liegt heute noch in einer staubigen Kiste und an einem verregneten Sonntag-Nachmittag ist dann doch die Versuchung groß, sich dran zu wagen. Läuft das noch auf meiner Kiste mit Windows 10? Finden wir es heraus…

 

Teil 1: Theme Hospital

themehospital

Theme Hospital ist eine nicht ganz ernst gemeine Krankenhaus-Wirtschaftssimulation und wurde 1997 (vor 21 Jahren) für MS-DOS und Windows auf CD veröffentlicht. Ohne weitere Tricks lässt sich dieses Spiel aber nicht auf Windows 10 installieren oder gar starten, zumal 16-Bit Anwendungen auch nicht auf einem modernen 64-Bit Computer lauffähig sind.

DosBox

Damit das Spiel auf dem Rechner installiert und ausgeführt werden kann, benötigen wir die kostenlose, quelloffene Software DOSBox. Sie emuliert, also gaukelt dem Spiel alte(rsgerechte) Hardware vor. Die Einrichtung ist denkbar unkompliziert. Zunächst wird das Programm von der offiziellen Seite heruntergeladen, wer mag schnappt sich auf der gleichen Seite noch das „german languagefile“ für die deutsche Sprachausgabe.

dosbox01

Anschließend wird das Programm über die gewohnte Art installiert, einmal gestartet (es erscheint nur ein Konsolenfenster) und direkt wieder geschlossen.

Optional: Jetzt öffnen wir das Einstellungsverzeichnis von DOSBox unter

C:\Users\BENUTZERNAME\AppData\Local\DOSBox (im Explorer über %appdata% erreichbar)

und kopieren aus dem eben heruntergeladenen „DOSBox-german-lang-0.74.zip“ Archiv nur die deutsche Sprachdatei german-0.74.lang in dieses Verzeichnis. Das ist zum Beispiel mit dem kostenlosen Programm 7-Zip machbar. Danach öffnen wir die im selben Ordner vorliegende Konfigurationsdatei dosbox-0.74-2.conf mit dem Texteditor (Öffnen mit / Notepad) und tragen in der Zeile language den Namen der deutschen Sprachdatei ein:

language=german-0.74.lang

Beim nächsten Start sind dann die Hilfetexte und Fensteroptionen in deutsche Sprache aufgeführt.

Spiel installieren

Da es früher bei Spielen üblich war zur Reduzierung des Speicherverbrauchs immer wieder Daten von der CD nachzuladen, kopieren wir zunächst den kompletten Inhalt der Spiel-CD (ThemeHospital) auf den Computer um uns den Aufwand zu sparen. Idealerweise sollte der Ordner mit den CD-Daten direkt auf dem Hauptverzeichnis der Festplatte C: abgelegt werden, da wir später mit Konsolenbefehlen hantieren und dies die Arbeit enorm erleichtert.

dosbox03

Nun kann die eigentliche Installation des Spiels beginnen. Da DOSBox standardmäßig keinen Zugriff auf das Host-Dateisystem zulässt, müssen wir die entsprechenden Ordner zunächst einbinden („mounten“). Das lässt sich mit den folgenden Befehlen erledigen (jeweils Pfad und Ordnernamen anpassen!):

wichtigachtung Wie bei VirtualBox kann die Maus vom DOSBox Fenster „eingefangen“ werden. Um diese wieder freizugeben wahlweise die Windows-Taste oder die Kombination Strg+F10 drücken. 

mount C C:\ThemeHospital\     ; Weist DOSBox dazu an, den gespeicherten CD-Ordner als Laufwerk C zu emulieren

C:       ; wie in der Eingabekonsole wechseln wir nun das Laufwerk und das Verzeichnis

cd \ThemeHospital

SETUP      ; Und starten die Setup.exe

Das grafische Installationsmenü wird geladen. Nach dem Festlegen der Sprache sollten wir zunächst die Ausgabehardware für Soundeffekte und Musik festlegen. DOSBox unterstützt nativ eine ganze Reihe „klassischer“ Hardware. Wir wählen für beide Einstellungen die Ausgabemethode „SoundBlaster 16“. Dann starten wir die Installation.

dosbox05

Im Anschluss muss noch der Installationspfad bestätigt werden. Beachtet, dass C: dabei der von euch festgelegte Stammpfad ist, also der CD-Ordner von Theme Hospital. Idealerweise reicht als Installationspfad

C:\SPIEL\

Das Setup kopiert nun zügig die verbleibenden Daten. Wenn der Vorgang abgeschlossen wurde kann das Spiel gestartet werden. Dazu noch ins gewählte Spielverzeichnis wechseln und die Anwendung starten…

cd /SPIEL

HOSPITAL

Das war’s! Das Spiel sollte nun im Fenster laufen. Die Auflösung des Spiels kann nicht verändert werden, aber es ist – insofern der Monitor es unterstützt – möglich, mit der nativen Auflösung (800×600) zu spielen, so dass das Spiel den gesamten Bildschirm ausfüllt. Um zwischen Fenster und Vollbild zu wechseln drücken wir Alt+Tab.

Autoexec

dosbox02Falls ihr euch jetzt fragt, ob ihr jedes Mal so viele Eingaben machen müsst, bis das Spiel startet: Ja, dieser Prozess lässt sich abkürzen! DOSBox unterstützt automatisierte Befehle. Dazu öffnen wir wieder die DOSBox Konfigurationsdatei dosbox-0.74-2.conf (wahlweise über die Verknüpfung im Startmenü oder über den Programmordner s.o.) und tragen am Dateiende unter [AUTOEXEC] die zu beginn benötigten Befehle Zeile für Zeile ein und speichern:

mount C C:\ThemeHospital\
cd C:
cd \SPIEL
HOSPITAL

Wer mit dem Vollbildergebnis zufrieden ist, kann oben in den allgemeinen Einstellungen gleich noch Vollbild beim Start standardmäßig aktivieren:

fullscreen=true

Mit der DOSBox Verknüpfung auf dem Desktop lässt sich Theme Hospital so direkt starten. Sollte es während dem Spielen zu vermehrtem Screen Tearing (Querstreifenruckler auf dem Bildschirm) oder zu stotterndem Ton kommen, kann die „Geschwindigkeit“ von DOSBox mit Strg+F11/F12 manuell angepasst werden um das Problem zu beheben. Die modernen Mehrkernprozessoren bieten da einfach zu viel und zu flotte Rechenleistung.

dosbox08

Übrigens: Das 2018 erschienene Spiel Two Point Hospital ist so etwas wie ein inoffizieller Nachfolger des Originals, nur eben mit zeitgemäßer Technik. Immerhin waren zwei der ursprünglichen Entwickler beteiligt. Das Spiel gibt’s zum Beispiel auf Steam.

Tonausgabe schnell und bequem wechseln – Audioswitch

Heute zur Abwechslung ein kompakter Software Tipp: Ihr benutzt Kopfhörer und Lautsprecher gleichzeitig? Das häufige, manuelle Hin- und Herschalten der Standard-Tonausgabe bzw. Lautsprecher kann auf die Dauer ziemlich aufreibend sein, wenn man sich immer durch die Systemsteuerung klicken muss. Das ist seitens Windows wirklich nicht geschickt gelöst. Zum Glück gibt es diverse Abhilfen, hier am Beispiel von

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Audioswitch (1,1 Mb). eine kostenlose, Open Source Software zum schnellen Umschalten der Tonausgabe. Link zur Projektbeschreibung auf github, Download

Nach der Installation befindet sich ein neues Lautsprechersymbol in der Taskleiste. Durch einen einfachen Klick darauf werden direkt die verfügbaren Ausgabekanäle sowie die Master-Lautstärke angezeigt und können gewählt werden.

audioswitch01

Das Verhalten des Programms lässt sich über ein Optionsfenster genauer anpassen. Es ist auch möglich, für die entsprechenden Profile zur besseren Unterscheidung verschiedene Lautsprechersymbole zu nutzen bzw. diese farblich variieren zu lassen. Seit ihr zufrieden mit dem „neuen Symbol“, könnt ihr den Windows-eigenen Lautsprecher verstecken, indem ihr an der selben Stelle auf den kleinen Dropdown-Pfeil (siehe Bild) mit Rechtsklick klickt und unter „Benachrichtigungssymbole anpassen“ diesen ausblendet.

 

Nachtrag vom 16.08.18: Audioswitch kann auch mit Exe-Parametern gesteuert werden. Öffnet man

audioswitch.exe /help

in der Eingabeaufforderung (cmd), stehen folgende Parameter zur Verfügung. Beispielhaft wird im Bild der Ausgabekanal geändert:

audioswitch02

So lässt sich zum Beispiel mithilfe einer Desktop-Verknüpfungen schnell das Ausgabegerät ändern. Dazu erstellt man eine reguläre Desktop-Verknüpfung (über Rechtsklick/Senden an…) und öffnet im Anschluss mit Rechtsklick das Eigenschaften-Fenster. Dort ergänzt man dann im Ziel-Pfad nach den „…“-Angaben den gewünschten Parameter, also am Beispiel des Bildes:

"C:\Program Files (x86)\AudioSwitch\AudioSwitch.exe" /s 1

Die Kunst, persönliche Daten zu organisieren

In diesem Beitrag habe ich mich damit beschäftigt, wie man seine eigene Dateisammlung besser ordnen, aufräumen und archivieren kann.
Vor kurzem habe ich vor einer Windows-Neuinstallation eine neue Backup-Festplatte eingerichtet und mir in diesem Zuge Gedanken gemacht, welche Dateien überhaupt der Sicherung wert sind und ob man diese nicht noch besser ordnen könnte. Schon seit die ersten Disketten im Haushalt waren, haben wir angefangen, Daten zu archivieren. Klar, das ist schon lange her. Heute müssen wir uns um Speicherplatz zum Glück keine Sorgen mehr machen. Da kann man allerdings auch schnell den Überblick verlieren, wenn man zum Beispiel alles nur unsortiert in einem Ordner ablegt…

Vier Gründe, warum sich eine gute Datenorganisation lohnt…

  • Den Überblick behalten – Mit einer guten Ordnerstruktur weiß man jederzeit, wo sich welche Dateien, zumindest ungefähr, befinden. So spart man sich die Suchfunktion und das Durchblättern von vielen Suchergebnissen.
  • Datengruppen trennen können – Den Ordner mit Projekten von der Arbeit, auf der anderen Seite die Bilder vom letzten Urlaub unterscheiden können. Bei Bedarf sind die Daten schnell z.B. mit dem Arbeitsrechner synchronisiert.
  • Backups und Synchronisierung – auf einen Blick erkennen, welche Daten wichtig, zu sichernd sind und welche Daten auf einen Neuen PC übertragen werden müssen. Bei einheitlicher Datenstruktur können mehrere verschiedene Endgeräte gleichzeitig das Backup bedienen.
  • Langzeitarchivierung – Gut geordnet findet man sich selbst oder jemand anderes auch in 10 Jahren noch zurecht.
datentraegerber01Ob als einmaligen „Frühjahrsputz“ oder als Routine – Natürlich kostet es etwas Zeit, aber es ist lohnenswert durch die Datensammlung zu kramen und überflüssige, veraltete und doppelte Dateien zu löschen und die Datenstruktur zu verbessern.

Die Ordner- und Dateistruktur

Man kann Sammlungen mit Programmen wie Picasa, der neuen Microsoft Foto App oder z.B. iTunes und Songbird für Musik verwalten. Ich rate allerdings davon, da ich der Meinung bin, dass letzten endlich die Dateistruktur essentiell ist. Es ist auch das, was bleibt, wenn man z.B. mit dem Backup auf einen anderen Computer oder Betriebssystem umsteigt oder die entsprechende Orga-Software nicht mehr benutzt und weiterentwickelt wird.
Wohlbedachte Ordnerstrukturen können helfen, Dateien schnell in die passende Kategorie abzulegen, genau wie in die Ablagefächer eines Schreibtisches. Bei mir hat sich folgende Struktur eingelebt, wobei das mein persönlicher Geschmack ist…
ordnerstruktur
  • Sich ein Root-Verzeichnis suchen: Die Daten auf der Windows-Partition ablegen, oder doch lieber auf einer eigenen Partition oder Festplatte?
  • Eine einheitliche Ordner-Benennung macht es leichter. Das kann zum Beispiel Benutzername >Dateityp > Jahr > Schlagwort.
  • Vor der Verzeichnistiefe nicht scheuen – Wenn „Präsentation Uni 3 Semester Klaus Max Anna 2009.docx“ neben „PowerPoint Vorläufig Physik Dr Weber 2010.ppx“ liegt, geht im Explorer schnell die Übersicht verloren. Da macht es Sinn, mehrere Subordner zu erstellen.
  • Um das Hauptarchiv „sauber“ zu halten, kann man Dateien auch nach Arbeitsprozess sortieren: In Arbeit / unsortiert – Final / Aktuell – Archiv
  • Die Windows Medienordner müssen nicht genutzt werden. Die voreingerichteten „Eigene Dateien“ Profilordner zu verschieben, ist nicht ohne weiteres möglich und macht häufig Probleme. Da macht es mehr Sinn, die Dateien extern zu speichern. Seit Windows Vista können mit der Bibliotheksfunktion auch verschiedene physische Quellen logisch verknüpft und gemeinsam angezeigt werden (siehe unten).
  • Mit Verknüpfungen arbeiten, um Doppelgänger und verteilte Dateispeicherorte zu vermeiden: Einfach Rechtsklick auf die entsprechende Datei > Senden an… > Desktop (Verknüpfung erstellen). Die Verknüpfung verweist auf den eigentlichen Standort der Datei, der so nicht verändert wird.
  • Windows- und Programmdateien nicht mit Mediendateien vermischen. Ältere Programme laden Einstellungsdateien gerne unter „Eigene Dokumente“ bzw. C:/Users/Documents ab.
  • Finale und archivierte Word-Dokumente sollten auch im PDF-Format gespeichert werden. So stellt man sicher, dass diese später auch ohne Microsoft Word und auf anderen Geräten problemlos angezeigt und z.B. gedruckt werden können.

Mehrere Dateien automatisch umbenennen

 Eine systematische Dateibenennung erleichtert später das Wiederfinden.
Windows Explorer kann mehrere Ordner oder Dateien nach einem Namensschema benennen. Diese dazu markieren und den ersten Eintrag Rechtsklick > Umbenennen.
umbenennen
button_2k button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Wer mehr Kontrolle oder individuelle Nummerierungsoptionen möchte, schaut sich am besten die kostenlose Software „Bulk Rename Utility“ an (Englisch): http://www.bulkrenameutility.co.uk/Main_Intro.php
Mit dem Tool können eigene, spezielle Nummerierungsschemas automatisch mit Datum oder beliebigen Informationen ergänzt werden.

 

Musik-Bibliothek sortieren, Tags ergänzen und Dupletten löschen

audioexpert

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Dazu habe ich die Shareware „AudioExpert“ von Ulrich Decker genutzt. Die kostenlose Version kann eine Musiksammlung von bis zu 5000 Titeln verwalten, was für eine durchschnittliche Ansammlung wie die meiner vollkommen ausreichend ist. Nach der Installation wählt man den Speicherort der Musikbibliothek. Nun hat man die Option, in einem neuen Verzeichnis oder im bestehenden die Musik nach Album, Interpret usw. einheitlich umzusortieren. Gleichzeitig erkennt das Programm beim Suchlauf auch doppelt vorhandende Dateien, ergänzt Metadaten aus dem Internet und gleicht auf Wunsch die Lautstärke aller Titel an (Normalisierung).

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 MusicBrainz Picard ist ein weiteres, kostenloses Programm (GPL-Lizenz) zum Ergänzen von Musik-Tags (Medieninformationen) der bestehenden Sammlung. Zur Webseite >>

wmp_bibWer den gängigen Windows Media Player nutzt (ab Windows XP) kann auch die integrierte Bibliotheksverwaltung nutzen. Wenn nicht bereits aktiviert, findet man unter „Organisieren > Optionen… > Medienbibliothek“ die entsprechenden Optionen zum Abruf von Metadaten. Wenn dann der WMP geöffnet ist, werden automatisch Informationen ergänzt. Albumcover werden übrigens nicht in der Musikdatei gespeichert, sondern sind als versteckte Bilddatei (*.jpg) im gleichen Verzeichnis zu finden. Wie man FLAC-Audiodateien rippt, in die Musikbibliothek integriert und diese anschließend neu einliest, habe ich hier beschrieben.

Übrigens: Mit dem bekannten und kostenlosen CCleaner können unter Extras Dateiduplikate jeder Art aufgespürt und gelöscht werden.

Bibliothek-Funktionen und Schnellzugriff des Windows Explorer nutzen

Seit Windows Vista können Dateikategorien in Bibliotheken angezeigt werden. Das bedeutet, auch wenn die Dateien sich eigentlich an unterschiedlichen Speicherorten befinden, werden alle zentral dort aufgeführt und können verwaltet werden. Die Bibliotheken sind standardmäßig im Explorer-Fenster integriert, über einen Rechtsklick können diese konfiguriert und andere Speicherorte (z.B. von einer zweiten Festplatte) integriert werden. Eine bequemere Schnellübersicht gibt es nicht!

bilbiotheken

 

Der Schnellzugriff in der linken Spalte des Windows Explorer spart viele Klicks, wenn man häufig auf den selben Ordner zugreifen muss. Dazu einfach den entsprechenden Ordner links in die Schnellzugriffleiste (Über „Dieser PC“ im Screenshot oben) ziehen.

Cloud-Speicher integrieren

wichtigachtung Kostenlose Online-Speicher gibt einige zur Auswahl, diese bieten meist auch einen recht übersichtlichen kostenlosen Speicherplatz an und sind besonders praktisch, wenn man Dateien teilen oder kurzzeitig Daten ins Internet auslagern möchte. Trotzdem sollte man, so finde ich, nicht auf das (kostenlose) Angebot der Anbieter vertrauen. Diese behalten sich nämlich in den AGBs meist das Recht vor, die Nutzungsbedingungen zu ändern, d.h. auch kurzfristig Daten zu löschen oder gar das Konto zu sperren. Von daher sollte man diese Dateien immer doppelt, nicht nur in der Cloud sichern.

Wer Online-Speicher von Google oder Microsoft nutzt, kann den entsprechenden Hintergrunddienst nutzen, um Dateien automatisch zu synchronisieren bzw. in den Datei Explorer „einzubinden“, so dass man wie vom Windows Explorer gewohnt darauf zugreifen kann:

Google Drive für Windows: https://www.google.com/drive/download/

OneDrive für Windows (bei Windows 10 schon vorinstalliert): https://onedrive.live.com/about/de-DE/download/

In diesem Beitrag habe ich einige Beispiele genannt, wie man seine Cloud-Daten kostenlos sicher verschlüsseln kann.

Automatische Backups und Speichermedien

Regelmäßige Sicherungen der persönlichen Daten sind unabdingbar. Aber wie macht man das möglichst automatisch und mit wenig Zeitaufwand? Ich benutze dafür die Freeware FreeFileSync. Das Programm macht (auf Wunsch automatisch) einen Datenabgleich mit dem Backup-Medium und kopiert nur die neuen und aktualisierten Dateien. Dabei können auch Filtermethoden angewandt werden. Mehr dazu…

ffs

Von Backups auf der gleichen Festplatte ist dringend abzuraten, denn bei einem Hardware-Defekt ist alles futsch. Inzwischen sind größere USB-Sticks erschwinglich geworden, so dass diese sich bei durchschnittlichen Datenmengen gut anbieten. Außerdem gibt es natürlich noch die Möglichkeit, CDs zu brennen, externe Festplatten oder Heimnetz-NAS zu nutzen.

Ich habe mich für eine externe Festplatte, allerdings im herkömmlichen Format mit SATA-USB-Adapter entschieden (in meinem Falle von Anker). Das finde ich wesentlich praktischer: Erstens weil im Schnitt günstiger, zweitens kann man die Festplatten abnehmen, tauschen oder sicher verstauen und man kommt drittens nicht in Versuchung, die Festplatte überall hin mitzunehmen, wo sie Schaden nehmen könnte (meine vorherherige WD Elements ist so schnell kaputt gegangen!)

Nicht außer Acht lassen sollte man die unterschiedliche Haltbarkeit von Datenträgern. Der Wikipedia-Artikel über Langzeitarchivierung ist dabei sehr informativ. Auszugsweise eine paar Angaben zur Daten-Beständigkeit bei entsprechender Lagerung:

  • Diskette: 10-30 Jahre
  • CD/DVD/BRD (gepresst): 50/100/85 Jahre
  • CD/DVD/BRD (selbstgebrannt): 5-10/30/50 Jahre
  • Festplatten: 10-30 Jahre
  • Flash-Speicher (USB-Sticks, Speicherkkarten, SSDs): 10-30 Jahre

Praktische System-Tools für mehr Kontrolle

– 18 Software-Tipps –

… welche das Arbeiten mit Windows erleichtern, nützliche Funktionen einführen und mehr Kontrolle über das Betriebssystem und die laufenden Prozesse geben. Sie können größtenteils ohne Installation ausgeführt werden.

button_vi button_7 button_8 ProcessExplorer (SI)

tools_taskmanEine verbesserte Version des klassischen Task-Managers. Zeigt zusätzliche Informationen zu Prozessen und geladenen DLLs an (was steckt hinter svchost?) und gibt detailiert Auskunft über Systemressourcen.  Ersetzt auf Nachfrage den normalen Taskmanager. (Läuft auch unter Windows 10, da ist der mitgelieferte Task-Manager allerdings schon stark verbessert worden und ebenbürtig.)  >> Zur Webseite

button_vi button_7 button_8 button_10 RamMap (SI)

Zeigt übersichtlich und in Echtzeit die Belegung des Arbeitsspeichers (RAM) durch Anwendungen, Prozesse, Treiber und durch das Windows-System an. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 DiskView (SI)

Zeigt ausführlich in einem graphischen Fenster die Speicherbelegung der gewählten Festplatte an, wie man es von manchen Defragmentierungsprogrammen kennt. Zur Analyse von einzelnen Datenblöcken können per Klick Infos angezeigt werden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 TCPView (SI)

tools_tcp

Listet prozessbezogen alle ein- und ausgehenden TCP-Internetverbindungen auf. Ermittelt den Port und die Zieladresse. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 PendMoves MoveFile (SI)

Windows verfügt über einer „MoveFileEx-API“, um gerade genutzte oder gesperrte Dateien beim nächsten Systemstart zu modifizieren bzw. zu löschen. Am ehesten kennt man das von der typischen Meldung „Starten Sie das System neu, um die Deinstallation abzuschließen.“ Mit dieser einfachen Kommandozeilen-Anwendung kann man solche Operationen selber planen, zum Beispiel bei einer gerade nicht löschbaren Datei. Dazu wird die Exe über die Konsole (cmd) geöffnet und mit dem Befehl movefile gesteuert. Genau Benutzung siehe Beschreibung. >> Zur Webseite

 

button_vi button_7 button_8 button_10 Disk2vhd (SI)

disk2vhdErlaubt das einfache Speichern einer Windows-Systempartition bzw. -Festplatte als virtueller Datenträger im laufenden Betrieb. Kann anschließend in VirtualBox (nach Umkonvertierung) oder Virtual PC (max. 127Gb) eingebunden werden. Mehr Details: Davon habe ich bereits in einem gesonderten Beitrag berichtet… >> Zum Beitrag & Download

SI: Die folgenden Programme stammen aus den Windows Sysinternals, eine Sammlung von Anwendungen des Microsoft-Entwicklers Mark Russinovich.

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 regshot

Vorher-Nachher Schnappschuss der Windows-Registry machen und automatisch vergleichen lassen. Das Ergebnis wird in einer txt oder html Datei gespeichert. So kann z.B. bei einer Systemänderung oder Installation nachvollzogen werden, welche Registrierungsschlüssel eingetragen wurden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Networx

tools_networxÜberwacht und erstellt Statistiken von gesamten Netzwerkverkehr, ähnlich wie auf dem Smartphone. Seit Windows 10 gibt wird dieses Feature zwar schon mitgeliefert, das Programm bietet aber wesentlich mehr Informationen, lässt sich ausgiebig konfigurieren und zeigt den Datenverbrauch in übersichtlichen Balkendiagrammen an. Leider Shareware, das Programm muss installiert werden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 WifiGuard

Überwacht das WLAN/Heimnetzwerk, zeigt verbundene Geräte an. Verschiedene Optionen zum anpingen und testen der Firewall. Gibt Alarm bei unbekannten Geräten. Kostenlose Version zeigt max. 5 Geräte an. >> Zur Webseite

button_allos RJL Product Key Viewer

Zeigt den benutzten Windows Product Key / Lizenzschlüssel an. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Teracopy

tools_teracopy

Ersetzt den Windows Kopierprozess. Kopiert vor allem größere Dateizahlen und -mengen insgesamt schneller, Kopiervorgänge lassen sich pausieren/später fortsetzen, validieren und mehrere Kopiervorgänge in einer Warteschlange einreihen. Ich empfehle die Version 2.3, sie ist übersichtlicher und zudem mit Windows XP kompatibel. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Windows-Firewall Tools

Mit den zwei kleinen Programmen TinyWall und WFN kann man unkompliziert die Windows Firewall erweitern, ein- und ausgehende Verbindungen kontrollieren und sein System so sicherer machen. Wie das geht, habe ich bereits in einem anderen Beitrag beschrieben >> Zum Beitrag

button_7 button_8 button_10 Zugriff auf alle Einstellungen – GodMode

Mit dem berüchtigten „Godmode“ kann man auf viele zusätzliche Systemeinstellungen zugreifen, die so nicht in den Einstellungen zu finden sind. Alle Optionen werden übersichtlich in einem Ordnerfenster aufgelistet. Dazu an einem belieben Ort einen neuen Ordner (Rechtsklick) erstellen und beim Umbenennen folgendes eingeben:

GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

 

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 5 Virenscanner to Go

malwareportable6Virenscanner ohne Installation auf dem USB-Stick oder einfach als Zweitmeinung: Ein paar extra Anti-Malware-Tools sind immer praktisch. >> Dazu habe ich einen eigenen Artikel veröffentlicht

Außerdem: Mit dem kostenlosen Virustotal Uploader für Windows können über das Kontextmenü (Rechtsklick) einzelne Dateien auf virustotal.com hochgeladen und in der Cloud von allen gängigen Virenscannern geprüft werden. Praktisch, um letzte Zweifel auszuräumen. >> Zur Webseite

tools_tcpoptibutton_allos TCP Optimizer

Ein Klassiker. Optimiert die Browser- und Windows Netzwerkeinstellungen optimal für den vorhanden Internetanschluss/die verfügbare Bandbreite (Mbps). Gerade bei langsameren Verbindungen oder älteren Systemen kann so eine Beschleunigung der Datenübertragung erreicht werden. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 CPU-Z

Klein aber nützlich: Zeigt wichtige Informationen wie ID, Spannung, Taktrate und Temperatur zum Prozessor, aber auch allgemeine Systeminfos zu Mainboard, Arbeitsspeicher (RAM) und Grafikkarte an. Verfügt über integrierte Benchmarks. >> Zur Webseite

button_7 button_8 button_10 XMedia Recode

tools_xmediarecode

Praktisches All-In-One Konvertierungsprogramm für Audio- und Videomedien. Rippt auch CDs, DVDs und BluRays. Kostenlos und werbefrei, von einem deutschen Entwickler. >> Zur Webseite

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Explorer++

Kostenloser Ersatz für den Windows Explorer. Schlank gehalten, bietet viele praktische Funktionen wie das Arbeiten mit Tabs, Lesezeichen, Konsole öffnen, eine Vielzahl von Hotkeys, Datei- und Attributevorschau. Optimal, wenn man viel mit Dateien arbeitet. Eine Installation ist nicht notwendig. >> Zur Webseite

 

Tipp: Die portablen Anwendungen auf einen USB-Stick oder CD kopieren und immer parat haben!

Windows XP in VirtualBox einrichten

winxpVB

Windows XP hat viele von uns über Jahre hinweg begleitet und war – trotz seiner Schwächen – ein gutes, solides und liebenswertes Betriebssystem. Wer noch XP-Software oder Spiele nutzen, einen alten Rechner archivieren oder einfach mal wieder den Flair aus dem Jahre 2001 erleben möchte, kann sich dieses mit wenigen Schritten auf einen aktuellen Rechner holen.

In diesem Beitrag zeige ich Schritt für Schritt, wie man Windows XP in der kostenlosen Emulator-Software VirtualBox einrichten und so auf jedem beliebigen Computer ausführen kann.

Im Gegensatz zur Einrichtung von Windows 98 – wie ich einem älteren Beitrag erläutert habe – geht das Ganze recht flott, vor allem da VirtualBox dank seiner Guest-Additions-Treiber volle Unterstützung für die Generation XP mit sich bringt.

Was wird benötigt?

  • Eine Windows XP Setup-CD zur Installation oder noch besser ein virtuelles Abbild davon (ISO)
  • Einen gültigen Product Key (Lizentschlüssel), diesen findet ihr z.B. auf einem Windows XP Certificate of Authenticity Aufkleber auf dem Gehäuse.
  • Für eine gute Geschwindigkeit ein Host-PC mit mindestens 4Gb Arbeitsspeicher und einem halbwegs aktuellen Prozessor mit VT-x bzw. AMD-V Unterstützung
  • VirtualBox in seiner aktuellen Version und das VB Extension Pack für USB 3.0 Unterstützung (gibt’s auf der gleichen Seite)

Einige Vorbereitungen

Nach der Installation von Windows XP ist es empfehlenswert, gleich die letzten Windows Updates und einige Laufzeitumgebungen – die von vielen Anwendungen benötigt werden – nach zu installieren, damit alles Rund läuft.  Folgende Sachen sollten im voraus heruntergeladen werden:

Service Pack 3 das letzte offizielle Update

WinFuture Update Pack enthält alle erschienenen Updates nach dem SP3 und letzten aktuellen WMP und IE. Spart viel Zeit bei der Installation. Erforderlich, wenn ihr im Gastsystem zunächst keine Internetverbindung herstellen wollt.

.NET Framework 3.5 und das dazugehörige Service Pack 1.

Microsoft Visual C++ 2005 Redistributable Package (x86)

DirectX End-User Runtimes (June 2010)

winxp_vb01

Jetzt erstellen wir eine neue virtuelle Maschine in VirtualBox und folgen den Schritten der Einrichtung. Je nach verfügbarem Arbeitsspeicher sollten mindestens 1-2Gb als RAM für das Windows XP Gastsystem gewählt werden (Abschnitt Speichergröße). Die Festplattengröße kann nach Bedarf angepasst werden, sollte aber mindestens 8Gb betragen.

wichtigachtung Beachtet, das genügend RAM für das Host-Betriebssystem übrig bleiben muss. Verfügt euer Rechner also über 4Gb installieren Arbeitsspeicher, solltet ihr nicht mehr als 2Gb für das Gastsystem reservieren.

Nach der Einrichtung klicken wir nun auf die neue virtuelle Maschine und wählen oben das Zahnrad <Ändern> und passen folgende Einstellungen an:

Allgemein
Geteilte Ablage: Aktiviert
Drag'n'Drop: Aktiviert


System
Hauptspeicher: 1Gb mindestens, besser 2Gb
Boot-Reihenfolge: Zuerst CD/DVD, danach Festplatte
Chipsatz: PIIX3
Zeigergerät: USB-Tablet
Erweitert: I/O APIC NUR aktivieren, wenn ihr ein altes Windows XP System 
virtualisiert habt, das IO-APIC aktiviert hatte, ihr 64Bit nutzt oder 
mehrere CPU-Kerne aktivieren wollt

Prozessoren: 1 CPU
CPU-Begrenzung: 100%
Erweitert: PAE/NX aktivieren

Hardware-Virtualisierung: VT-x/AMD-V und Nested Paging aktiviert


Anzeige
Grafikspeicher: (so viel wie möglich, besonders bei aktiviertem 3D)
Anzahl Bildschirme: 1
Beschleunigung: 2D & 3D Beschleunigung aktiviert


Massenspeicher
Controller: IDE: PIIX4 - Host I/O-Cache verwenden
NameDerVirtuellenFestplatte.vmdk - Primärer Master 
(mindestens 8GB feste Größe)
CD/DVD Laufwerk: IDE Sekundärer Master 
(hier dann die Setup-CD eingebinden, wenn sie euch als ISO vorliegt!)
2. CD/DVD Laufwerk: Sekundäre Slave 
(nur falls ihr ein zweites CD-Laufwerk simulieren wollt)


Audio
Audio aktivieren 
Audo-Treiber des Hosts: Windows DirectSound (oder Linux-Äquivalent)
Audio-Controller: ICH AC97

Serielle Schnittstellen
deaktiviert

USB
USB Controller: USB-3.0 (xHCI) aktiviert
(erfordert das VB Extension Pack s.o.)

Gemeinsamer Ordner
aktivieren - automatisch einbinden

 

Die Installation

wichtigachtung Vor der Installation der VirtualBox-Guest-Additions funktioniert die automatische Tastatur- und Mausintegration in der virtuellen Maschine nicht. Um die Maus (z.B. während der Installation) einzufangen, klickt ins VM-Fenster. Um sie wieder fürs Gastsystem freizugeben, die Host-Taste (standardmäßig STRG) drücken.

Nun starten wir die VM, und drücken, wenn dazu aufgefordert „eine beliebige Taste, um von der CD zu starten…“

vb_xp_ (4)

Das Setup wird geladen und wir haben daraufhin die Möglichkeit, die „Festplatte“ zu formatieren bzw. zu partitionieren. Wer hier keine besonderen Wünsche hat, drückt einfach auf ENTER und wählt NTFS Formatierung (schnell). Dadurch wird eine übliche Systempartition „C:“ erstellt. Es werden einige Daten kopiert und nach einem Neustart (diesmal nicht von der CD starten, also nichts drücken!) beginnt die eigentliche, grafische Installation.

vb_xp_ (2)

Dort folgen wir einfach den Anweisungen und geben, wenn dazu aufgefordert, den Product Key ein. Ich empfehle, vorerst die automatischen Updates zu deaktivieren. Wir haben die Updates ja bereits vorbereitet und werden diese im Anschluss selber installieren und danach den Updatedienst nicht mehr benötigen. Nach wenigen Minuten ist die Einrichtung abgeschlossen und ihr landet auf dem Desktop. Nun kann auch die Setup-CD wieder aus der VM ausgehängt bzw. entfernt werden.

Wir ihr sicher merkt, ist die Desktop-Auflösung gering und die Bedienung des Desktops eher ruckelig. Für volle Unterstützung müssen noch die VB-Guest-Additions-Treiber installiert werden. Diese sind in VirtualBox integriert. Um auch die volle DirectX 3D Untersützung z.B. für Spiele nutzen zu können, muss dieser aber im abgesicherten Modus von Windows XP installiert werden. Also starten wir Windows neu und drücken direkt beim Starten der virtuellen Maschine mehrmals zügig F8, bis wir ins erweiterte Startmenü gelangen. Dort dann den <abgesicherten Modus> wählen.

vb_xp_(6)

Auf dem Desktop angekommen, klicken wir im Fenster von VirtualBox auf „Geräte“ und dann auf „Gasterweiterung einlegen“. Die Installation startet automatisch. In den folgenden Schritten muss ein Haken bei „Direct3D-Unterstützung“ gesetzt werden. Nach einem Neustart sind nun alle Funktionen der Guest Additions aktiv:

  • 2D & 3D Grafik-Beschleunigung sind aktiviert, es lässt sich eine größere Auflösung wählen und so auch im Vollbildmodus von VB (Host+F) arbeiten
  • Die automatische Maus- und Tastaturintegration funktioniert
  • Der geteilte Ordner (wenn in den Einstellungen aktiviert) wird im Arbeitsplatz als „Netzwerklaufwerk“ angezeigt und Drag’n’Drop von Dateien ins VM-Fenster und zurück funktioniert

Einrichten des Gastsystems

Die Hauptinstallation ist nun abgeschlossen. Jetzt können wir damit beginnen, die vorbereiteten Updates zu installieren. Über den geteilten Ordner oder Drag’n’Drop gelangen die Dateien ganz einfach ins Gastsystem.

wichtigachtung Sollte es damit Probleme geben, können die Update-Dateien auch mit einer Brennsoftware im Hostsystem als ISO CD-Abbild gepackt und manuell als „CD“ in Windows XP eingebunden werden. Die Installationsreihenfolge muss

Service Pack – Neustart – Winfuture Update-Pack – Neustart – Laufzeitumgebungen

sein. Kommt es nach Abschluss der Updates zu Problemen bei der Grafikbeschleunigung, muss die VB-Guest-Additions neu installiert werden. Das war’s, das Ergebnis lässt sich sehen…

winXP01

Was ist noch zu tun?

  • Die Vorzüge einer virtuellen Maschine sollten genutzt werden. Herunterfahren nicht erforderlich! Beim Schließen des VM-Fensters kann der Zustand einfach gespeichert werden. Vor Systemänderungen (oder um später nicht alles erneut Installieren zu müssen!) kann man über das Menü <Maschine> im VM-Fenster einen Sicherungspunkt erstellen und später jederzeit darauf zugreifen. Über <Datei> kann die virtuelle Maschine auch in eine einzelne Datei exportiert werden.
  • Deswegen kann man im Gastsystem XP auch die automatische Systemwiederherstellung deaktivieren, um Speicherplatz zu sparen. Die entsprechende Option ist unter Systemsteuerung / System / Systemwiederherstellung zu finden.
  • Gibt es Probleme mit der Geschwindigkeit der VM, prüft, wie viel RAM und Grafikspeicher ihr maximal an das Gastsystem abgeben könnt. Außerdem kann man im Gastsystem visuelle Effekte deaktivieren, um den Rechner zu entlasten. Die Einstellungen finden sich unter Systemsteuerung / System / Erweitert / Systemleistung: Einstellungen / Für optimale Leistung anpassen.
  • Ein Virenschutz o.Ä. ist im im Gastsystem nicht erforderlich: Was in der VM passiert, bleibt auch dort (Sicherungspunkt machen!). Allerdings ist Windows XP veraltet und es sollten eigentlich keine sensiblen Daten dort eingegeben werden. Was man machen kann, um Windows XP bestmöglich abzusichern, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Übrigens: Wie man Windows 98 in VirtualBox einrichtet, habe ich hier beschrieben.

jedi

Firefox Quantum+: Add-Ons für Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit

In diesem Beitrag geht es um Add-Ons für Mozilla Firefox der Generation Quantum zum Schutz der Identität und Privatsphäre im Internet.

ffquantum2

Firefox ist immer noch einer der beliebtesten Open-Source-Browser der letzten Jahre. Zuletzt war Mozilla allerdings unter Zugzwang, da der Browser zunehmend Marktanteile verloren hat, vor allem an Google Chrome. Ein Grund dafür war auch der Rückstand in Dingen Geschwindigkeit und Browsertechnik. Mit dem groß angekündigten „Quantum-Update“ wurde der Browser im November 2017 generalüberholt und kann nun wieder mit der Konkurrenz mithalten. Für mich das größte Update seit dem Erscheinen von Firefox 3.0 im Jahre 2008: Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Veröffentlichung damals gefeiert wurde, mit einer eigenen Webseite für den Countdown. War eine coole Sache. Aber inzwischen ist der Wettkampf zwischen den Browsern härter geworden. Wegen der neuen Technik gibt es ab dieser Generation keine Unterstützung mehr für Windows XP und älter – und: Die bisherigen Add-Ons im XUL/XPCOM -Format werden nicht mehr unterstützt!

Dabei sind die Add-Ons und Anpassbarkeit von Firefox seine größte Stärke.

Deswegen möchte ich nun, knapp drei Monate nach dem Erscheinen, untersuchen, welche Add-Ons aus der Kategorie Sicherheit, Datenschutz und Privatsphäre unter Firefox Quantum verfügbar sind. Die wichtigsten, also.

https://addons.mozilla.org/de/firefox/

Ich öffne das Dropdown-Menü von Firefox, und wähle „Add-Ons“. Zur offiziellen Seite von Mozilla gelangt man auf Umwegen über „Add-Ons entdecken / sehen Sie sich weitere Add-Ons an!“.

uBlock Origin

firefox_05Das wichtigste zuerst: Der Werbeblocker. Drei essentielle Gründe hierfür:

  • Drittanwenderinhalte werden blockiert. Dadurch landet die eigene IP-Adresse nicht bei Werbeanbietern, gut für den Datenschutz. In der Vergangenheit gab es bereits Fälle von Missbrauch.
  • Mithilfe von Cookies überwachen die großen Werbeanbieter (z.B. Google Analytics) das persönliche Surfverhalten, auch über verschiedene Websites hinweg. Sie sammeln und kombinieren so Informationen und bilden ein digitales Profil, um Werbung noch besser auf den Einzelnen anzupassen. Ein Adblocker verhindert dies.
  • Der Seitenaufbau beschleunigt sich erheblich, die Webseite belastet den Browser weniger und Datenverkehr wird eingespart. Der Platz von blockierter Werbung auf Webseiten wird freigegeben: Dadurch sind diese übersichtlicher und man findet sich besser zurecht.

In den vergangenen Monaten hat sich diese Erweiterung als Alternative zu AdBlock Plus bewährt, nachdem dieses nach einer Reihe Negativschlagzeilen (siehe u.a. FAZ hier) in die Kritik geraten ist. uBlock ist außerdem OpenSource, belegt wesentlich weniger RAM und bremst Firefox weniger aus als ABP. Mit einem simplen Sidebar-Knopf kann die Werbung für einzelne Seiten oder Domains (de)aktiviert werden. Link zum Add-On >>

NoScript

Dieses Add-On ist ein komplexes, anpassbares Tool zum Regeln und Blockieren von Webseiten-Scripten, wie z.B. Javascript und Flash.  Dadurch schützt man sich zusätzlich vor Gefahren wie Hijacking, Cross-Scripting-Attacken, Drive-by-Downloads und eben auch Tracking. Diese Erweiterung wurde von Edward Snowden empfohlen. In der Standardkonfiguration werde alle Skripte blockiert, was zunächst etwas ungewohnt und zeitaufwändig ist: Die vertrauten Seiten müssen erst auf die Ausnahmeliste gesetzt werden. Wem das zu aufwändig ist, aber trotzdem den zusätzlichen Cross-Scripting-Schutz genießen will, kann in den Einstellungen globale Skripte wieder aktivieren. Link zum Add-On >>

Decentraleyes

ergänzt den Werbeblocker und erhöht dadurch den Datenschutz zusätzlich. Blockiert die Verbindung zu vielen gängigen Werbenetzwerken, sogenannten „Context Delivery Networks“ (CDN) wie Ajax oder Yandex. Link zum Add-On >>

HTTPS everywhere

der Webseiten-Verschlüsselungsstandard „Secure Socket Layer“ ist inzwischen Standard und wird von den meisten Webseiten angeboten. Dies ist besonders wichtig, wenn sensible Daten wie Passwörter zwischen Computer und Webseite übertragen werden. Leider ist nicht bei jeder Webseite HTTPS standardmäßig aktiv (Schlosssymbol im URL-Adressfeld). Dieses Add-On erzwingt die Nutzung von HTTPS und erhöht dadurch die Sicherheit. Link zum Add-On >>

firefox_06Terms of Service; Didn’t Read

„Ich habe die Lizenzvereinbarung gelesen und bin damit einverstanden“ wird zurecht als die größte Lüge des Internets bezeichnet. Dieses praktische Add-On fügt einen kleinen Button in der Adressleiste hinzu, dass für viele bekannte Webseiten die wichtigsten Informationen aus den jeweiligen Nutzungsbedingungen, EULAs, ToS usw. zusammenfasst und vor einschlägigen Angeboten warnt (auf Englisch) Link zum Add-On >>

Flagfox

Ein Klassiker unter den Erweiterungen. Zeigt eine Landesflagge in der Adressleiste an. Hilft nicht direkt bei der Browsersicherheit oder dem Datenschutz, aber es kann manchmal hilfreich sein zu wissen, in welchem Land der Server steht (Die Webseite gehostet ist). Zum Beispiel wegen der rechtlichen Bestimmungen wie dem Datenschutz. Link zum Add-On >>

firefox_04

Nach dem Installieren sämtlicher Erweiterungen wirkt die Eingabeleiste fast schon etwas zu bunt und unübersichtlich. Firefox lässt praktischerweise das individuelle Anordnen von Bedienelementen zu. Im Drop-Down-Menü kann man über den Punkt „Anpassen…“ die einzelnen Buttons verschieben oder auch ausblenden. Mit den aktiven Add-Ons startet Firefox wie gewohnt flott, der Seitenaufbau geht zügiger, Probleme mit der Darstellung von Webseiten habe ich keine erlebt.

Aus der Kategorie „Datenschutz und Sicherheit“ gibt es noch eine ganze Menge weiterer Add-Ons wie Ghostery, Adblock Plus, Privacy Badger usw. Ich halte es aber für Überflüssig, mehr als ein Add-on der gleichen Funktion zu installieren, damit der Browser nicht unnötig belastet wird. Außerdem empfehle ich unabhängig der Add-Ons folgende Einstellungen in Firefox zu setzen:

  • Drittanbieter-Cookies nicht besuchter Seiten werden abgelehnt
  • DoNotTrack-Aufforderung ist immer aktiv
  • Suchvorschläge nicht automatisch senden
  • Keine Firefox-Nutzungsberichte senden
  • Zur Sicherheit Passwortdatenbank mit einem Master-Passwort verschlüsseln

 

Grafikkartentreiber richtig entfernen, installieren oder aktualisieren

Der Grafikkartentreiber muss aktualisiert oder repariert werden? Ein aktueller Treiber bringt oft Unterstützung für neue Spiele, verbessert die Geschwindigkeit und behebt Fehler. Auch das Auswechseln der Grafikkarte im Computer ist manchmal mit größeren Hürden als gedacht verbunden. Nicht immer funktioniert die Treiberinstallation reibungslos, insbesondere, wenn man auf einen anderen Hersteller setzt (in meinem Fall von AMD/ATI auf NVIDIA). Die Folge können Fehlermeldungen, Abstürze oder Probleme bei der Einrichtung der neuen Hardware sein. Das gilt auch für fehlerhafte Treiberupdates und Bluescreens in Zusammenhang mit Grafiktreibern.

Im folgenden Beitrag habe ich dokumentiert, wie man einen alten Grafikkartentreiber restlos löscht, den neuen am besten installiert und so ein stabiles System mit bestmöglicher Performance erhält.

graka (2)

Vor kurzem habe ich bei meinem PC eine neue Grafikkarte eingebaut. Meine bisherige Sapphire AMD R9 280 Dual X mit lautlosem Arctic ACC. Xtreme IV Custom-Kühler aus dem Jahre 2013 wird abgelöst durch eine GIGABYTE Nvidia GTX 1060 OC mit Windforce-Lüftern.

Der Bitcoin-Hype und Grafikkartenpreise

Darüber habe ich mich sehr geärgert: Durch den anhaltenden Hype der Krypto-Währung Bitcoin sind aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten bei Bitcoin-Minern sehr gefragt (besonders einige Modelle von AMD), wegen der hohen Nachfrage ist die Verfügbarkeit begrenzt. Das habe ich auch bei der Auswahl der neuen Grafikkarte gemerkt, die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gestiegen oder manche Modelle sind momentan gar nicht verfügbar. Wer sparen möchte, sollte eher noch etwas warten, die derzeitige Preislage ist absurd. Siehe dazu auch diesen interessanten Artikel auf heise.de.

 

Die benötigten Dateien herunterladen

Zunächst laden wir uns also zunächst alle benötigte Software aus dem Internet herunter. Bedenkt, dass ihr nach deinstalliertem Treiber oder bei Problemen eventuell in einer sehr niedrigen Bildschirmauflösung arbeiten müsst, manche Webseiten funktionieren da nicht.

Unsicher? Mit dem kostenlosen Programm Speccy könnt ihr auslesen, welches Grafikkarten-Modell, Mainboard etc. ihr genau habt. Alternativ gebt ihr im Ausführen-Dialog (Win+R) einfach „dxdiag“ ein (ohne „“).

DirectX Redistributable Runtime Package (wichtig für die Rückwärtskompatibilität von Software): Link zur Download-Webseite

Eure (neue) Grafikkarte ist von einem Subvendor wie Sapphire, MSi oder ASUS usw.? Zwar bieten diese auch Treiberdownloads an, in der Regel kann der offizielle Herstellertreiber aber bedenkenlos benutzt werden und ist auch aktueller. Lediglich herstellerspezifische Software gibt es ausschließlich dort, wie z.B. Overclocking-Software.

Außerdem benutzen wir zur restlosen Deinstallation ein Uninstaller-Tool, welches uns die restlichen Überbleibsel entfernt. Für AMD/ATI Treiber gibt es das offzielle

NVIDIA- und Intel-Nutzer können auf den kostenlosen

zurückgreifen (er kommt übrigens auch mit AMD/ATI-Treibern zurecht).

Wichtig bei Nutzern mit AMD- und Intel-Chipsatz: Besitzt ihr einen solchen auf eurem Motherboard, ist nicht auszuschließen, dass bei der Deinstallation einer gleichnamigen Grafikkarte (z.B. AMD Chipsatz und AMD Grafikkarte) auch Chipsatztreiber mitentfernt werden, deshalb sollten diese sicherheitshalber auch heruntergeladen und ggf. am Ende vor der Neuinstallation des Grafikkartentreibers mitinstalliert werden, damit alles reibungslos funktioniert.

In der Regel ist das Wechseln dieser Treiber nicht mit großen Risiken verbunden. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen möchte, kann einen Systemwiederherstellungspunkt erstellen (Bei Systemen mit SSD oft deaktiviert). Dieser speichert essentielle Windows-Systemeinstellungen und Dateien des Windows-Kerns. Zu finden unter:

Windows 7: Systemsteuerung\System und Sicherheit\System – Computerschutz – Erstellen…

Windows 10: oder über das Eingeben von „control“ im Ausführen-Dialog (Win+R)

 

Schritt für Schritt

Bevor man die Grafikkarte tauscht, sollte der alte Treiber gelöscht werden, damit die neue Systemkonfiguration problemlos startet. Dazu deinstallieren wir zunächst den Treiber regulär über die

Start – Systemsteuerung – Programme und Funktionen (Windows 7)

Start – Einstellungen – Apps (Windows 10).

Sowohl AMD als auch NVIDIA haben ihre Treiber und Software in Suites gebündelt, die einzeln oder komplett deinstalliert werden können. Anschließend werdet ihr zu einem Neustart aufgefordert, den ihr vorerst ablehnt.

Nun weisen wir Windows an, beim nächsten Start direkt in den abgesicherten Modus zu booten. Beim abgesicherten Modus werden keine Treiberdateien geladen. Dadurch sind diese dann auch nicht „gesperrt“, da nicht genutzt und können nur dann problemlos entfernt werden.

ab Windows 10: Einstellungen (App) – Update und Sicherheit – Wiederherstellung – Erweiterter Start (nach einem kurzen Ladebildschirm kann der abgesicherte Modus mit den Nummerntasten gewählt werden)

bis Windows 7: Den PC neustarten, sobald dieser bootet, die F8 Taste zügig wiederholt drücken, bis man in den Dialog „erweiterte Startoptionen“ gelangt. Dort kann ebenfalls der abgesicherte Modus mit Pfeiltasten und Enter gewählt werden. Wer nicht hektisch auf F8 drücken möchte, kann auch im Ausführen-Dialog (Win+R) den Befehl „msconfig“ eingeben und dann im Reiter „Start“ den abgesicherten Modus (Minimal) wählen, übernehmen und neu starten.

DDU1

Von dort führt ihr dann das AMD Uninstall Utility oder eben den DDU aus, um die verbliebenen Dateien zu löschen. Ersteres bittet nur um eine Bestätigung, beim DDU könnt ihr euch dagegen entscheiden, welcher Treiber gelöscht werden soll.

Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, die Grafikkarte zu tauschen! Vergesst nicht, euch vor dem Anfassen der Technik zu erden, den PC vom Netz zu trennen und die Kondensatoren zu entladen (durch Drücken der Power-Taste ohne Netzstrom), damit die Hardware keinen Schaden nimmt! Auch verstaubte Lüfter können bei dieser Gelegenheit gereinigt werden!

Die Neuinstallation

Das wäre geschafft! Nach einem Neustart zurück im normalen Desktop startet ihr das Setup für den Grafikkartentreiber wie gewohnt und folgt den Anweisungen. Außerdem ist es empfehlenswert, im Anschluss noch DirectX zu aktualisieren. Windows bringt zwar schon die aktuellsten Laufzeitbibliotheken mit, aber oft fehlen noch die älteren DLLs für alte Spiele-Klassiker wie Gothic oder TES: Morrowind (DirectX 8, 9.0c usw.).

Wichtig bei Windows 10: Wer nicht möchte, dass Windows Update dazwischen mischt und einen anderen Treiber ungefragt herunterlädt und installiert, sollte vor dem Neustart die Internetverbindung vorübergehend trennen oder das WLAN ausschalten.

…übrigens: Wie ihr bei einer neuen Grafikkarte messt, wie sich die Temperaturen im Leerlauf und unter Last verhalten, habe ich bereits in meinem Ratgeber Fehlerdiagnose: VII. Der große Check: Die Hardware auf Herz und Nieren prüfen beschrieben.

 

Spezial: Online-Adventskalender 2017

•。° ★Schöne★* 。 • ˚ ˚ ˛
° ★Weihnachtszeit★ 。*
° 。 ° ˛˚˛ * _Π_____*。*˚
˚ ˛ •˛•˚ */______/~\。˚ ˚ ˛
˚ ˛ •˛• ˚ | 田田 |門| ˚

Auch in diesem Jahr gibt es für aufmerksame Internet-Nutzer wieder die Möglichkeit, im Dezember bei Online-Adventskalendern verschiedener Webseiten kostenlos Software-Vollversionen beziehen oder an Hardware-Gewinnspielen teilnehmen zu können. Das Angebot reicht auch dieses Jahr wieder von Bildbearbeitungssoftware über Spiele, Schriftarten, Digitalmagazine und vieles mehr. Hier seihen nur einige Beispiele genannt…

CHIP-Online Download-Adventskalender: http://www.chip.de/s_specials/Download-Adventskalender_74217484.html (Software)

GameStar Adventskalender 2017: http://www.gamestar.de/kalender/xmas2017,2/ (Gewinnspiele)

Der heise Adventskalender: https://www.heise.de/download/blog/Der-heise-Adventskalender-3885333 (Software)

PC-WELT X-MAS Special 2017: https://www.pcwelt.de/specials/xmas/xmas-vollversions-kalender (Software; wird bei aktiviertem Adblocker nicht angezeigt)

Pixelnostalgie Retro-Adventskalender: https://pixelnostalgie.de/online-adventskalender-gewinnspiel-2017/ (Indie-Games, Gewinnspiele)

GIGA Adventskalender Gewinnspiel: http://www.giga.de/adventskalender-gewinnspiel/

HIFI-FORUM Adventskalender: http://www.hifi-forum.de/adventskalender/# (Gewinnspiele)

Übrigens: Jeden Tag verschenkt wird Software auch auf http://de.giveawayoftheday.com/

Ich wünsche euch viel Spaß damit und eine angenehme Adventszeit! 🙂

Dem Windows Media Player FLAC beibringen und CDs richtig archivieren

button_info Das freie Audioformat FLAC (siehe Wikipedia) hat den großen Vorteil gegenüber komprimierten Formaten wie MP3, OGG Vorbis oder WMA, dass es „lossless“ bzw. „verlustfrei“ ist. Das heißt konkret: Beim Digitalisieren von Musikaufnahmen geht nichts von den ursprünglichen Klängen und der Tonqualität verloren. Dabei fallen die resultierenden Dateigrößen trotzdem wesentlich geringer aus, als es bei anderen unkomprimierten Formaten wie WAV der Fall ist. Daher eignet sich das Format besonders gut zum Archivieren von CDs. Es wird auch von immer mehr Geräten unterstützt (meinem Pioneer Autoradio zum Beispiel). Und: Komprimierte „Abzüge“ kann man sich davon ja immer noch machen!

MP3 ist veraltet

Dafür, dass mp3 bereits in den späten 80er Jahren (!) entwickelt wurde, ist es heute noch erstaunlich oft anzutreffen. Damals hat es den Multimedia-Markt revolutioniert, da es erstmals ermöglichte, Audiospuren so zu komprimieren, dass ein durchschnittlicher Chartsong auf die bekannten 2-3 Mb schrumpfen und so auf jeden MP3 Player passen konnte. Dies hat allerdings den großen Nachteil, dass die Tonqualität hörbar abnimmt (vergleicht doch mal einen herkömmlichen 128kbit/s Rip mit der CD-Aufnahme). Der Wein wird also mit Wasser verdünnt. Inzwischen gibt es viel bessere Formate… Mehr dazu siehe diesen interessanten Artikel von heise.de.

Dem Windows Media Player FLAC beibringen – oder doch lieber was anderes?

flacDer Windows Media Player gibt von Haus aus keine FLAC-Dateien wieder. Dementsprechend werden auch die Dateien nicht aufgegriffen und in der Musik-Mediathek des WMP aufgenommen. Also installieren wir ein freies FLAC-Plugin der Media Foundation, um dem Media Player FLAC beizubringen!

button_download2 https://sourceforge.net/projects/mfflac/

Einfach das Setup herunterladen und installieren. Den WMP anschließend neu starten. Fertig!

Wer den WMP nicht leiden kann, mag vielleicht auch direkt zum kostenlosen VLC Media Player greifen, der kann nämlich mit sämtlichen Formaten umgehen.

Die WMP Mediathek neu einlesen

Damit nun alle bereits vorhandenen FLAC-Dateien, Alben etc. korrekt in die Mediathek eures WMP übernommen werden, empfehle ich euch, diese neu zu generieren. Dazu schließt man den Media Player und löscht folgenden Ordner

C:\Users\EUER NAME\AppData\Local\Microsoft\Media Player

bzw. %appdata% (Ein Ebene hoch) \Local\Microsoft\Media Player

(Die eigentliche Datenbank befindet sich in den Dateien CurrentDatabase_***)

wichtigachtung Bereits heruntergeladenen Albuminformationen und -coverbilder bleiben erhalten, da diese direkt im Musikordner gespeichert werden.

Wenn der WMP das nächste Mal startet, werden sämtliche Titel, inklusive den FLAC-Dateien neu in die Mediathek aufgenommen.

Mit EAC Musik-CDs richtig professionell rippen

Programme, um Audio-CDs zu rippen gibt es in Massen. Auch der WMP kann das. Deswegen möchte ich hier gar nicht allzu ins Detail gehen, aber noch einen Tipp geben:

button_xp button_vi button_7 button_8 button_10 Das kostenlose Programm EAC (Exact Audio Copy) ist ein Ripp-Programm, dass sich auf das exakte Archivieren von Audio-CDs spezialisiert hat.

Es wirbt damit, durch eine besonders „sorgfältige“ Lesemethode und Fehlerkorrektur der Datenströme die CD besser als gängige CD-Grabber abzutasten und zu speichern. Nach der Installation wird das Programm im Einstellungs-Assistent speziell auf eure Wünsche und euer Laufwerk eingerichtet. Außerdem können über eine eingebaute freedb Routine automatisch die Metadaten der CDs erkannt und übernommen werden. Das Programm ist kompakt gehalten, übersichtlich, nachvollziehbar gestaltet und erlaubt direkt das Rippen ins unkomprimierte Format FLAC!

button_download2 http://exactaudiocopy.de/

Firefox für alte Rechner: RAM-Verbrauch senken und schneller starten

Hinweis: Diese Anleitung bezieht sich auf „den alten“ Mozilla Firefox bis Version 56.0.1 (gleichzeitig die letzte Version für Windows XP). Mit dem Quantum-Update (57+) habe ich die Tricks noch nicht getestet!

 

Ich habe vor mir ein altes Acer Notebook stehen, Single-Core Prozessor, 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und Windows Vista. Da ist es schon ein dickes Ding, den Firefox anzuwerfen. Und da gibt es sicher noch langsamere Rechner, auf denen Firefox installiert ist…

firefox_01

Damit aufwändige Websites und Firefox meinen alten Laptop nicht in die Knie zwingen, habe ich mich mal umgeschaut, welche Möglichkeiten es gibt, den Firefox so anzupassen, dass er weniger RAM verbraucht, schneller startet und Websites nicht (weniger) das ganze System ausbremsen (wenn ein reguläres Löschen der Nutzerdaten nicht hilft).

Zunächst schauen wir uns den Speicherbedarf von Firefox genauer an, um den Erfolg der Maßnahmen beurteilen zu können:

  • Die offizielle Empfehlung des Mozilla Teams sind 512 Mb Arbeitsspeicher. Einige Nutzer berichten im Internet aber von deutlich höherem Bedarf >1 Gb.
  • Mein angepasster Firefox mit 7 offenen Tabs, mehreren installierten Add-Ons, Themenpack und vorhandenem Cache nimmt in etwa 720 – 770 Mb RAM in Anspruch.
  • Firefox neuinstalliert, ohne vorhandenem Cache und Addons, Themen verbraucht bei den gleichen 7 offenen Tabs in etwa 490 Mb RAM.
  • Windows 7+ benötigt allein 1-1,5GB RAM für den Systembedarf, da bleibt bei 2GB RAM nicht mehr viel Platz.

 

Backup und Profile

wichtigachtung Am besten macht ihr zuvor ein Backup eures Firefox-Profils. Alle Daten findet ihr unter

C:\Users\xxx\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles

Alternativ erstellt zum Testen der Einstellungen einfach ein neues Profil oder kopiert euer Bestehendes. Den Profilmanager öffnet ihr mit dem Parameter -P, also über Ausführen (WinTaste+R) folgenes eingeben:

"C:\Program Files\Mozilla Firefox\firefox.exe” –P

 

Erweiterungen und GUI Themen

Einige Firefox Erweiterungen benutzen unter Umständen viel Arbeitsspeicher (z.B. AdBlock Plus, WoT). Das könnt ihr mit der Erweiterung about-addons-Memory schnell prüfen und nicht benötigte Add-Ons deinstallieren.

firefox_02

 

Das Add-On Memory Fox Next (ehem. Memory Fox) verspricht auf manchen Systemen eine verbesserte Speicherverwaltung und soll unter Umständen für weniger RAM-Nutzung sorgen. Das ist vielleicht als Alternative zu den about:config Einstellungen unten einen Versuch wert!

Werft auch einen Blick auf eure aktiven Plugins, da oft installierte Programme Plugins anbieten. Da die meisten Webseiten inzwischen auf HTML5 setzen, kann der Flash- und Shockwave-Player in der Regel deinstalliert werden. Das ist auch sicherer. Das WMP oder VLC Media Plugin muss auch nur auf Nachfrage aktiviert werden.

win98_mod7Wenn ihr auf einem älteren System zudem mit einer niedrigen Auflösung arbeitet, lohnt es sich auf jeden Fall, ein Firefox Retro GUI Thema auszuprobieren! Da kann ich MicroFox empfehlen. Nicht nur, dass damit die Bildschirmfläche effektiver genutzt wird, insgesamt läuft die Bedienung damit auch flüssiger…

 

Speicherverhalten

Firefox speichert jede besuchte Seite in einem Zwischenspeicher (Cache), damit diese beim nächsten Besuch nicht wieder komplett geladen werden muss. Wird dieser Cache zu groß, bremst das FF unter Umständen aus. In den Einstellungen unter Erweitert – Netzwerk deaktiviert ihr die automatische Cacheverwaltung und limitiert die Größe zwischengespeicherter Webseiten auf 50 Megabytes.

firefox_03

 

Die richtigen Einstellungen in about:config finden

Kommen wir zum interessantesten Teil! Mithilfe der Erweiterten Einstellungen von Firefox lassen sich ein paar zusätzliche Anpassungen vornehmen. Dazu about:config in die Adressleiste eingeben und bestätigen. Zur Übersicht habe ich mich kurz gehalten und die entsprechenden Parameter kommentiert. Folgende Änderungen sind möglich:

browser.sessionhistory.max_entries = 5

Reduziert die Anzahl der im Cache zwischengespeicherten Websites, die allein durch den Vor-/Zurückbutton erreicht werden können, auf die angegebene Zahl.

browser.sessionhistory.max_total_viewers = 3

Reduziert den Speicher, den alle offenen Tabs auf einmal belegen dürfen. Bei -1 entscheidet Firefox anhand des verfügbaren RAM. 1 entspricht 32 Mb, 5 dagegen 512Mb. Der hier empfohlene Wert 3 entspricht maximal 256 Mb. Weitere Infos hier im Wiki.

config.trim_on_minimize = true

Gibt (nur) beim Minimieren sofort nicht benötigten Arbeitsspeicher frei. Wenn nicht vorhanden, muss dafür mit Rechtsklick ein neuer Boolean Etinrag erstellt werden.

 

Firefox-Benutzeroberfläche

Die folgenden Parameter deaktivieren die verschiedenen Fenster-Animationen der Benutzeroberfläche. Das sollte besonders bei einer trägen Menüführung helfen.

browser.tabs.animate = False

browser.download.animateNotifications = False

browser.preferences.animateFadeIn = False

browser.fullscreen.animate = False

security.dialog_enable_delay = 0

Außerdem in den Einstellungen – Erweitert das sanfte Scrollen deaktivieren!

 

Website-Darstellung anpassen

Auf langsamen Rechnern Werbung zu blockieren, ist wohl eine der effizientesten Maßnahmen, um den Webseiten-Aufbau und das Browserverhalten zu beschleunigen. In den vergangenen Monaten hat sich die Erweiterung uBlock Origin als Alternative zu AdBlock Plus bewährt, nachdem dieses nach einer Reihe Negativschlagzeilen (siehe u.a. FAZ hier) in die Kritik geraten ist. uBlock ist außerdem OpenSource und belegt wesentlich weniger RAM und bremst Firefox weniger aus als ABP.

Mit dem Add-On NoScript lassen sich automatische Script-Vorgänge auf Webseiten deaktivieren. Dadurch wird der Seitenaufbau vereinfacht und man verspricht sich mehr Sicherheit vor Schadcode. Der Nachteil besteht darin, dass viele komplexere Webseiten-Funktionen (Logins, Downloads) nicht mehr richtig funktionieren, ehe man eine Ausnahme hinzugefügt hat. Das ist umständlich. Wer eher grundsätzliche Anforderungen an das Surfen stellt und viel liest, wird aber sicher davon profitieren.

Eher eine Radikalmaßnahme für textlastige Websites ist das Deaktivierten von Bildern. Der Befehl bewirkt, dass Bilder auf Webseiten nicht geladen werden. Das minimiert den CPU/RAM-Verbrauch unter Umständen dramatisch und die Seiten laden schneller. Im kurzen Selbstversuch wirkt sich das erst einmal gar nicht so heftig aufs Surfen aus, wenn man nicht auf Bilder aus ist:

permissions.default.Image = 2

 

Das Ergebnis im Vorher-Nacher Vergleich

Bei den gleichen 7 offnen Tabs wie zu Beginn

  • Mein angepasster Firefox mit Addons bei den obigen Einstellungen benötigt nun 520 – 570 Megabytes (250 Mb weniger)
  • Mein angepasster Firefox mit zusätzlich installiertem Addon Memory Fox Next benötigt 540 Megabytes, der neuinstallierte Firefox 470 Megabytes. Setzt man browser.sessionhistory.max_total_Viewers auf 1 (Minimalwert), komme ich auf 520 Mb.
  • Firefox neuinstalliert, ohne vorhandenem Cache und Addons, Themen verbraucht nun in etwa 480 Megabytes (nur 10 Mb Differenz)

Fazit: Die Bedienung auf dem zu Beginn erwähnten langsamen Notebook ist deutlich besser. Firefox startet etwas schneller. Das Menü reagiert ohne Animationen prompt. Tabs und Websites laden deutlich flotter und das Scrollen auf Webseiten ist flüssiger.