50 Jahre Mondlandung – im Internet

Dieses Jahr feiert die NASA 50 Jähriges Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung am 21. Juli 1969 („Apollo 11“), wie viele von euch sicher den Nachrichten entnommen haben. Ein einmaliges Ereignis, welches millionen Menschen gebannt vor dem Fernseher verfolgt haben. Anlässlich dieses historischen Ereignisses habe ich im Juni eine spannende Informationsveranstaltung der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) in Darmstadt besucht. Dort wurde unter anderem über aktuelle Projekte wie das Artemis-Programm 2023, einer geplanten unbemannten Raumstation im Mond-Orbit als Sprungbrett zum Mars, berichtet. Wer also meint, seit dem Ende der Apollo-Ära ist es still geworden um die bemannte Raumfahrt, der liegt falsch.

Saturn V Rakete beim Lift-Off. Quelle: NASA / The Apollo Archives

Das Internet als Zeitzeuge

50 Jahre können Einem wirklich als langer Zeitraum vorkommen, ein ganzes halbes Jahrhundert ist es nun schon her. Viele Menschen, darunter ich selbst, haben dieses einmalige Ereignis nicht miterlebt. Wenn man sich aber dafür interessiert, findet man einen sehr gesprächigen Zeitzeugen: Das Internet.

Was das Internet für mich in dieser Sache so spannend macht, ist die Tatsache, dass es die Schranken von „Raum und Zeit“ in dieser Beziehung aufhebt. Selbst erst 1989 erfunden, finden sich in den Archiven des Internets zahlreiche Medien und Bilder rund um die erste Mondlandung, welche einem eine Reise in die Vergangenheit ermöglichen. Keine verstaubten alten DIAs, sondern unkomprimierte, wunderschöne und lebendige Originalaufnahmen in Farbe, welche einem bei der Betrachtung den Eindruck vermitteln, als wäre das Weltereignis erst vorgestern gewesen.

Seit 2015 bietet die NASA über den Dienst Flickr mit dem Project Apollo Archive eine Bildersammlung mit einer Vielzahl an digitalisierten Abzügen und Dias des Johnson Space Centers (JSC), welche bei den Apollo-Missionen entstanden sind, an. Es handelt sich um teisl zuvor noch unveröffentlichte Aufnahmen. Die Bilder sind zur freien Betrachtung in voller Auflösung verfügbar und lassen sich auch herunterladen.

Wusstet ihr, dass es außer Apollo 11 noch viele weitere Landungen und Missionen gab? Der Vorläufer der Apollo-Missionen war ab ab 1958 das Mercury- und ab 1965 das Gemini-Programm, bei der – in Vorbereitung auf die Apollo-Missionen – bereits das Orbiting (das Erreichen einer stabilen Umlaufbahn) und die ersten EVAs (Außenbordeinsätze) geübt wurden. Die offizielle Seite der NASA hat eine sehr schöne Webseite mit einer Galerie und weiteren Informationen dazu: Gemini – Bridge To The Moon

Lift-Off zum Miterleben

Auf https://apolloinrealtime.org/11/ gibt es die Möglichkeit, den Start am 16. Juli 1969 bis zur Landung interaktiv mitzuerleben. Die aufwändig gestaltete Webseite bietet einen Videostream des Starts, gemeinsam mit einem Funkmitschnitt der Astronauten (über die gesamte Mission hinweg), einen interaktiven Zeitstrahl sowie zusätzliche Informationen und Bilder rund um die Mission.

Auch in der Bundesrepublik Deutschland wurde das Ereignis mit großer medialer Aufmerksamkeit betrachtet. Der ein oder andere Leser mag sich bestimmt noch daran erinnern (unter den Gästen bei meinem Besuch in Darmstadt waren einige dabei). Im Ersten lief damals dazu eine Marathonsendung. Die ARD / Tagesschau hat in einem Beitrag einen zusammenfassenden Rückblick veröffentlicht:

Nacht der Mondlandung – Als Millionen Deutsche nicht schliefen

Internet-Radio bequem mitschneiden mit streamWriter

In Zeiten von gefühlt unbegrenzter Internetbandbreite und Multimediastreaming wie Spotify und iTunes sind Internet-Radios sicher ein Stück in den Hintergrund gerückt, trotzdem gibt es bestimmt den Einen oder Anderen, der ein tolles Radio kennt und darauf nicht verzichten mag. Insofern man nicht auf „lossless“ CD-Audioqualität besteht (darüber habe ich auch mal geschrieben), sind Radiostreams auch ein praktischer Weg um die eigene Musiksammlung zu vergrößern.

Programme, die Internet-Radios oder Streams für die private Sammlung aufzeichnen können, gibt es wie Sand am Meer. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass diese oft mit Funktionen überladen sind, Werbung einblenden oder elementare Eigenschaften nur in einer kostenpflichtigen Premium-Version bieten. Früher habe ich gerne Screamer benutzt, dieses Tool bietet allerdings in der aktuellen Version keine Aufnahme-Funktion mehr und die alte Version 0.4.4 schneidet die Werbung nur noch unzuverlässig heraus. Vor kurzem habe ich folgendes Programm entdeckt und kann es nur weiterempfehlen:

streamWriter (Download-Link, ca 10 Mb) ist ein kostenloses Programm aus deutscher Entwicklung, welches Internet-Radiostreams aufzeichnet. Das Tolle an diesem Programm ist, dass es sehr schlank gehalten und doch reich an Funktionen ist. Man kann mehrere Streams gleichzeitig aufzeichnen, Werbung wird dabei automatisch übersprungen und die Tracks einzeln gespeichert. Besonders hervorzuheben ist dabei auch die Möglichkeit, gezielt in der Streambibliothek nach Songs zu suchen, die gerade / in Zukunft gestreamt werden und diese aufnehmen. Es gibt auch eine portable Version, die nicht installiert werden muss.

Zur Bilderstrecke: Die Installation und Einrichtung ist einfach und schnell erledigt. Im Stream-Browser (1) hat man aktuell eine Auswahl an 227 verschiedenen Kanälen. Wiedergegebene Streams werden in der Liste (2) angezeigt, können auch parallel laufen und nach eigenen Kategorien sortiert werden. In den Programm-Reitern kann man außerdem direkt nach Titeln suchen, diese auf die Wunschliste setzen (wenn abgespielt, werden sie automatisch mitgeschnitten) und sich bereits aufgenommene Titel anzeigen lassen.