Ratgeber Fehlerdiagnose

logo_bluescreenHier findet ihr Hilfestellungen und Tipps bei häufig auftretenden PC-Problemen.

Manchmal stürzt der Rechner wiederholt ohne erkennbaren Grund ab, es häufen sich scheinbar nicht zusammenhängende Fehlermeldungen oder der Computer reagiert nicht mehr wie gewohnt. An dieser Stelle möchte ich euch verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie man unter Windows einen Computerfehler identifizieren kann. Diese Strategien haben mir in der Vergangenheit bereits geholfen, Probleme zu erkennen und zu lösen. Damit die Seite nicht zu unübersichtlich wird, habe ich in diesem Ratgeber bewusst auf Lösungsvorschläge verzichtet, werde diese aber nach und nach noch als separaten Beitrag einbinden und verlinken, wenn ich Zeit dazu habe.

Der Ratgeber richtet sich bewusst an Menschen, die weniger Erfahrung im Umgang mit Windows-Rechnern haben und dem Fehler aber gerne selber auf die Schliche kommen möchten, aber natürlich auch an alle, die vielleicht einen Tipp brauchen!

Inhaltsübersicht

  1. Der Startvorgang dauert lange / Windows ist langsam 
  2. Der Computer startet unerwartet neu / Ich bekomme einen Bluescreen
  3. Der Computer hängt sich auf / reagiert nicht mehr / geht einfach aus
  4. Windows stürzt bereits beim Startvorgang ab
  5. Eigene Dateien sind plötzlich beschädigt oder weisen Fehler auf
  6. Eine Hardware-Komponente funktioniert nicht wie erwartet
  7. Ich sehe Artefakte auf dem Bildschirm / Pixelfehler
  8. Der große Check: Die Hardware auf Herz und Nieren prüfen

wichtigachtung Wenn der Computer ernsthaft Probleme macht, sollte man immer zuerst mit einer Datensicherung auf einen externen Datenträger beginnen!

triedonoff

I. Der Startvorgang dauert lange / Windows ist langsam 

Bei der Nutzung von Windows fallen über die Zeit Datenspuren an. Programme kommendatentraegerber01 hinzu, Updates werden installiert und der PC wird träge, startet langsamer. Oft werden vor allem ältere Windows-Systeme mit Single-Core-Prozessoren und wenig RAM ausgebremst durch zu viel Datenmüll, veraltete Software, viele Autostartanwendungen und ungünstige System-Einstellungen.

> Wie ihr euren PC wieder flott macht, haben ich im zweiteiligen Beitrag Windows beschleunigen, schneller starten, optimieren beschrieben.

II. Der Computer startet unerwartet neu / Ich bekomme einen Bluescreen

Es gibt viele Gründe, warum Windows „abstürzen“ kann. Das kann z.B. an einem fehlerhaften Update, kaputten Treibern oder auch an der Hardware liegen. Meist lässt sich der Absturz durch einen bestimmten Vorgang bewusst herbeiführen, was das Finden des Fehlers erleichtert. Betroffen sind gefühlsmäßig eher die älteren Versionen von Windows.

sysdm_cplWenn der Computer direkt neu startet, solltet ihr zunächst den automatischen Neustart in der Systemsteuerung deaktivieren, damit die Fehlermeldung abgelesen werden kann. Dazu in der Systemsteuerung unter System > Erweitert > Starten und Wiederherstellen den „automatischen Neustart“ deaktivieren. (In Windows 10 ist dies bereits voreingestellt).

Beim nächsten Absturz kann dann aus dem Bluescreen der Fehlercode entnommen werden. Dabei interessiert uns folgendes: (1) Die eigentlich Fehlermeldung; (2) der STOP-Code; sowie die (3) verantwortliche Systemdatei:

BSOD

(1) Zunächst einmal sollte man sich die Fehlermeldung anschauen, diese hier treten häufig auf:

PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA – Fehlerhafte Installation von Windows Update; Treiberfehler; Arbeitsspeicher hinzugefügt / fehlerhaft; sonstiger Hardware-Fehler

SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION – Soft- oder Hardwareinstallation; Treiberkonflikt; defekte Festplatte

DRIVER_IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL – Defekter oder inkompatibler Treiber; Spannungsschwankungen nach Übertaktung

INVALID_KERNEL_HANDLE – Defekter oder inkompatibler Treiber; Beschädigung der Windows-Registrierung oder -systemdateien; Malwarebefall; Hardwaredefekt

INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE – Fehler beim Zugriff auf Bootpartition; Beschädigung u.a. durch Partitionsänderungen, Malwarebefall, Hardwaredefekt

KERNEL_DATA_INPAGE_ERROR – Dateifehler beim Reaktivieren aus Standby oder Ruhemodus (Auslagerungsdatei); Hardwaredefekt

(2) Ist der Begriff nicht hier aufgeführt, die Fehlermeldung zu unspezifisch oder scheint ohne Zusammenhang zu sein, ist es sinnvoll auch nach dem STOP Code zu googlen, (im Format „STOP 0x8E“). Diese geben meist auch genaueren Aufschluss über die Problemursache! Eine Liste gängiger STOP-Codes und deren Bedeutung findet sich auch hier auf dieser Seite.

(3) Lässt sich mit der Analyse der Fehlermeldung bzw. des STOP-Codes der Fehler nicht identifizieren, bringt die Untersuchung der Fehler verursachenden Datei oft Klarheit. Fragt man Google nach der Bedeutung der Datei, ist oft schnell klar, dass es sich z.B. um die Datei des Grafiktreibers handelt (wie igdpmd64.sys).

Alternativ bietet sich hier auch die Fehlersuche über die Windows Ereignisanzeige an, dazu siehe Kapitel II.

 

III. Der Computer hängt sich auf / reagiert nicht mehr / geht einfach aus

Hängt sich der Rechner während dem Betrieb plötzlich auf und lässt keine Eingabe mehr zu, bietet sich die Fehlersuche über die Windows Ereignisanzeige an.

Dazu navigieren unter Systemsteuerung / Verwaltung / Ereignisanzeige

oder direkt unter Ausführen (Win+R) „eventvwr.exe“ eingeben (Windows 10).

eventvwr

Windows Ereignisanzeige

Im Reiter „System“ sollte nun mit etwas Aufwand der Fehler und hoffentlich genauere Hinweise über die Ursache zu finden sein. Die Ergebnisse eines Bluescreens sind übrigens unter dem Kürzel „bugcheck“ zu finden. Wird das Problem von einem installierten Programm verursacht, findet sich der Fehler möglicherweise im Reiter „Anwendung“.

Bei älteren Rechner mit langsameren Prozessoren lohnt sich auch ein Blick in den Task-Manager (Strg+Alt+Entf) im Reiter „Prozesse“: Ist dort ein Prozess, der durch dauerhafte 100%ige Prozessorauslastung den Rechner ausbremst? Es könnte sich um fehlerhafte Software/Treiber aber auch einen Virenbefall handeln.

Friert der PC sehr häufig ein oder stürzt bereits kurz nach dem Start ab und die Fehlersuche ist so nicht möglich, sollte man es im abgesicherten Modus versuchen, mehr dazu in Kapitel III.

IV. Windows stürzt bereits beim Startvorgang ab

Friert der PC sehr häufig ein oder stürzt bereits kurz nach dem Start ab und die Fehlersuche ist so nicht möglich, kann man es im abgesicherten Modus von Windows versuchen. Bei diesem Modus werden alle nicht zwingend für den Start zum Desktop benötigten Treiber und Dienste deaktiviert (also auch 3D-, Sound- und Netzwerktreiber), die für den Absturz verantwortlich sein können.

abgesichertbutton_xp button_vi button_7 Nach dem Start und den BIOS-Meldungen sofort und wiederholt die Taste „F8“ drücken, bis ein Auswahlmenü erscheint. Den abgesicherten Modus wählen.

button_10 Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Für das UEFI Menü die Umschalttaste beim Klick auf den Neustart-Knopf im Startmenü solange gedrückt halten, bis ein Menü erscheint. Dann Problembehandlung / Erweiterte Optionen / Windows Starteinstellungen / Neu starten wählen. Danach kann der abgesicherte Modus gewählt werden. Alternativ alle offenen Dateien schließen und als Admin im Ausführen-Fenster (Win+R) folgendes eingeben und ausführen:

shutdown.exe /r /o /f /t 00

Ist das mit dem oben beschriebenem Vorgehen nicht möglich, kann mit der Windows Setup-DVD über den Punkt „Computerreparatur“ beim Willkommensbildschirm (ab Windows Vista) auch darauf zugreifen.

Nun sollte es im Idealfall möglich sein, auf den Desktop zu gelangen und die unter I. und II. beschriebenen Maßnahmen anzuwenden oder gleich die Fehler verursachende Software zu deinstallieren. Stürzt Windows auch hier wieder ab, ist entweder die Windows Installation schwerwiegend beschädigt, oder es liegt ein Hardwaredefekt vor (siehe dazu Punkt VII.). Ihr könnt eine der letzten System-Wiederherstellungspunkte aufspielen (dieser enthält ein Treiberabbild und Registry-Elemente) und es erneut versuchen (ab Windows XP). In diesem Fall ist wahrscheinlich eine Systemreparatur oder eine Neuinstallation mithilfe der Windows-Setup-DVD notwendig.

V. Eigene Dateien sind plötzlich beschädigt oder weisen Fehler auf

Bilder lassen nicht mehr öffnen, Dokumente müssen beim Aufruf durch Office „wiederhergestellt“ werden oder Dateien verschwinden einfach.

Wenn ihr den PC nicht im laufenden Betrieb, während einer Installation oder eines Windows Update einfach ausgeschaltet oder nicht ordnungsgemäß heruntergefahren habt (oder konntet), liegt ziemlich sicher ein Hardwaredefekt vor. Meistens liegt es an einem defekten Arbeitsspeicher oder der Festplatte, was sich relativ einfach beheben lässt. In jedem Fall solltet ihr unverzüglich ein Backup eurer persönlichen Daten machen, um weitere Schäden zu verhindern.

> Wie ihr diese Hardwarekomponente auf Schäden überprüft, erfahrt ihr unten unter Punkt 8.

Das kann auch ein Anzeichen auf einen Malwarebefall des Rechners sein. Solltet ihr euch nicht sicher sein, ob der Computer virenfrei ist, empfehle ich euch meinen Artikel über Virenscanner to go. Dort werden verschiedene effiziente Tools vorgestellt.

VI. Ich sehe Artefakte auf dem Bildschirm / Pixelfehler

Habt ihr einzelne, bunte Pixel auf oder Streifen über dem Bildschirm, startet zunächst euren Computer neu. Wenn sich dadurch das Problem nicht behebt und auch nicht der Bildschirm defekt ist (testen!), wird wohl die Grafikkarte/GPU beschädigt sein. Vor allem, wenn das Problem bereits vor und während dem Bootvorgang von Windows auftritt. Oft ist das die Folge eines Temperaturproblems, Treiber verursachen solche Fehler nicht.

> Wie ihr diese Hardwarekomponente auf Schäden überprüft, erfahrt ihr unten unter Punkt 8.

VII. Eine Hardware-Komponente funktioniert nicht wie erwartet

Neue Grafikkarte oder WLAN-Netzwerkkarte funktioniert nicht? Wenn ihr neue Hardware nicht zum Laufen bekommt, sie aber richtig ins Mainboard eingesteckt (an alle Stromanschlüsse gedacht?) und kompatibel ist, könnte es am Treiber liegen. Das ist die Software, welche die Verbindung von Windows zur Hardware steuert. Dazu werfen wir zuerst einen Blick in den Geräte-Manager. Dort ist alle erkannte Hardware aufgelistet. Dieser ist zu finden unter

button_9x button_xp button_vi button_7 Start / Systemsteuerung / System / Hardware / Geräte-Manager

button_10 Rechtsklick auf den Start-Button / Geräte-Manager

geraeteman

Dort sollte nun die entsprechende Komponente gelistet sein. Ein Doppelklick auf den Eintrag verrät, ob das Gerät bereit ist und der Treiber funktioniert. Sollte dies nicht der Fall sein, empfehle ich euch, den aktuellsten Treiber von der Herstellerseite herunterzuladen und zu installieren. Um Probleme zu vermeiden, sollte davor der alte Treiber deinstalliert werden. Am besten über die mitgelieferte Deinstallationsroutine, ansonsten kann man auch direkt im Geräte-Manager im Treiber-Reiter auf „deinstallieren“ klicken, Neustart nicht vergessen.

button_webseite Hier einige Links zu bekannten Herstellern:

AMD/ATI Chipsatz- und Grafikkartentreiber: https://support.amd.com/de-de/download

Nnvidia Chipsatz- und Grafikkartentreiber: http://www.nvidia.de/Download/index.aspx?lang=de

Intel Chipsatz- und Grafiktreiber: https://downloadcenter.intel.com/de

Realtek Sound- und Netzwerktreiber: http://www.realtek.com.tw/default.aspx

Handelt es sich um ein Notebook oder um eine integrierte Komplettlösung (embedded graphics), schaut zuerst auf der Website des Herstellers (Wie HP, Asus, Acer etc.). Meist gibt es speziell für dieses Modell zugeschnittene Treiber!

> Probleme mit dem Treiber der Grafikkarte? In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie man eine saubere Neuinstallation des Treibers vornimmt. Auch sehr empfehlenswert bei einem Wechsel des Herstellers (z.B. von NVIDIA auf AMD).

Eine alternative Möglichkeit besteht darin, die Treiber über Windows Update zu aktualisieren. Dazu im Geräte-Manager wieder unter dem Reiter „Treiber“ auf aktualisieren und auf Windows Update klicken. Netzwerk- und Audiotreiber sind so in der Regel schnell und problemlos installiert. Bei Grafiktreibern greift lieber auf die aktuelle, komplette Software des Herstellers zurück, da sonst Komponenten wie ein Kontrollcenter, oder HMDI-Audio-Treiber fehlen.

VIII. Der große Check: Die Hardware auf Herz und Nieren prüfen

Haben die bisherigen Nachforschungen zu keinem Ergebnis geführt, oder nach einer Systemwiederherstellung oder gar Neuinstallation von Windows tritt der Absturz immer noch auf, muss man schon mal an einen Hardwaredefekt denken. Also, ab auf die Hebebühne! 🙂

Allgemeine Untersuchung

wichtigachtung Zunächst trennen wir den PC vom Netz, drücken noch einmal den Ein/Aus-Knopf um die Kondensatoren auf dem Mainboard zu entladen und erden uns z.B. an einem Heizungskörper, um Schäden an der empfindlichen Elektronik zu vermeiden

Nun ein prüfender Blick ins Innere…

  • Sind alle Kabel richtig angeschlossen?
  • Ist die Hardware richtig in den Sockeln drin?
  • Ist der PC stark verstaubt? Mit Druckluft- und Pinsel reinigt es sich gut.
  • Gibt es verkratzte oder gar verschmorte Stellen?

Nun den PC wieder mit offenem Gehäuse ans Netz nehmen und einschalten…

  • Drehen sich alle Lüfter?
  • Sind ungewohnte Störgeräusche hörbar?
  • Riecht es irgendwo verschmort?

Die Sache mit der Temperatur

Temperaturschäden werden verursacht durch langfristige Einwirkung, Übertaktung und Staub/Schlechte Belüftung. Auch wenn sich moderne Prozessoren zum Beispiel bei zu starker Hitzeentwicklung runtertakten, kann es schon mal passieren, dass der PC ausgeht. Deshalb sollten die Temperaturen im Leerlauf und unter Volllast (mindestens 1h) geprüft werden!

wichtigachtung Zu starke Hitze kann eure Hardware irreparabel beschädigen! Wird der PC während dem Testen wie unten beschrieben zu heiß, den Test sofort abbrechen.

Zum Auslesen und Überwachen der Temperaturen gibt es viele kostenlose Programme im Internet. Ich benutze dazu gerne Speccy.

temperatur

Zum Erzeugen von maximaler Hitze (Auslastung) empfehle ich das kostenlose Tool Prime95, welches Primzahlen berechnet. Dieses könnt ihr hier herunterladen. Es muss nur entpackt und kann direkt gestartet werden, im Fenster dann „Maximum heat“ auswählen und laufen lassen. Das Programme startet mehrere „Workers“. Im Anschluss im Task-Manager auch schauen, ob alle beendet wurden.

Richtwerte betragen meiner Erfahrung nach

  • CPU: Niemals über 80°C (schädlich!), unter Volllast max. 60°C ist optimal; im Leerlauf ca. 30-40°C für Dauerbetrieb. Zustand Wärmeleitpaste?
  • Mainboard: Unter 45°C im laufenden Betrieb ist gut
  • Grafikkarte: Das ist von Hersteller zu Hersteller verschieden; bis 85°C ist optimal, über 100°C ist schädlich!
  • Festplatte: 20-30°C im laufenden Betrieb ist gut, über 45°C verkürzt die Lebensdauer erheblich
  • SSD: Eine etwas höhere Betriebstemperatur ist gut für die Haltbarkeit, aber nicht über 60°C

Prozessor (CPU)

Hier kommt es auf die Stabilität unter Belastung an. Mit dem oben genannten Tool Prime95 einen Stresstest starten und am besten über einen längeren Zeitraum laufen lassen, ob dadurch Abstürze provoziert werden können. Dabei besonders die Temperaturen im Blick behalten.

prime95

Arbeitsspeicher (RAM)

Fehler beim Datendurchsatz entstehen oft durch inkompatible Speicherriegel, unpassende Betriebsspannung oder Inkompatibilität zum Mainboard. Das sind dann diese generischen Fehlermeldungen und Abstürze, die einfach kein Zusammenhang ergeben!

Den RAM zu testen, ist schon etwas (zeit)aufwändiger. Dazu benutze ich das kostenlose Tool memtest86+. Das Programm testet den Arbeitsspeicher durch zahllose Scheib- und Lesevorgänge. Es muss mit einem Abbild auf CD oder USB gebrannt werden. Das Tool ist auch auf diversen Live-CDs wie der Ultimate Boot CD enthalten. Anschließend wird von diesem bootfähigen Medium aus der Test gestartet.

Damit Starten von der CD klappt, muss im BIOS/UEFI-Setup eures Computers das Booten von anderen Datenträgern erlaubt und der CD-Spieler/USB-Stick in der Bootreihenfolge vor der Windows-Festplatte liegen!

memtest

Der Test startet automatisch und zeigt währenddessen alle Details an. Auch dieser Test sollte über einen längeren Zeitraum ausgeführt werden. Liegt ein Defekt oder eine Inkompatibilität vor, werden sich im Bildschirm bald die rot markierten Fehlermeldungen häufen!

Festplatte

Zunächst mit einem Tool wie Speccy (s.o.) die Temperatur und die SMART-Werte des Datenträgers auslesen. Die SMART-Werte sind allgemeine Gesundheitsparameter, die von der Festplatte aufgezeichnet werden. Die sollten mindestens „Gut“ sein.

Wikipedia gibt als durchschnittlich erwartete Lebensdauer für Festplatten fünf Jahre an. Festplatten mit einer hohen Betriebsdauer versagen trotz guter SMART-Werte eher mal. Auch daran denken.

Bei SSDs hängt die Lebensdauer von der Anzahl der Schreibvorgänge und des Datendurchsatzes ab. Hier geben spezielle Diagnose-Tools der Hersteller (wie SanDisk oder Samsung) Aufschluss.

Anschließend überprüfen wir die Partition und das Dateisystem mit dem bekannten Windows-Tool checkdisk. Dazu die Eingabeaufforderung als Administrator starten (Unter Start / Zubehör) oder in Ausführen (Win+R) „cmd“ eingeben. Im Fenster gebt ihr nun

chkdsk /f

ein, bestätigt die Abfrage und startet neu. Das Dateisystem wird nun auf defekte Sektoren geprüft.

chkdsk

Das Ergebnis des Vorgangs findet ihr dann in der Windows Ereignisanzeige im Reiter „Anwendungen“ unter dem Kürzel wininit der aktuellen Sitzung (siehe dazu Punkt II.).

Sollten tatsächlich fehlerhafte Sektoren gefunden werden, startet checkdisk erneut mit dem zusätzlichen Parameter „/r“ – Windows versucht dann die Sektoren zu reparieren


Problem nicht gelöst? Wenn ihr Hilfe benötigt und nicht gleich zum teuren Fachmann wollt, könnt ihr auch in einem Computer Hilfe-Forum nachfragen. Dort schreiben Menschen für Menschen auf freiwilliger Basis und geben individuelle Hilfestellungen. Ich empfehle euch die Kollegen von http://pchilfe.org/ :

pchilfe

 

Fragen und Anregungen zu diesem Ratgeber gerne als Kommentar, über das Kontaktformular oder an keepmydesktop(at)outlook.com.

4 Gedanken zu “Ratgeber Fehlerdiagnose

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