Windows XP in VirtualBox einrichten

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Windows XP hat viele von uns über Jahre hinweg begleitet und war – trotz seiner Schwächen – ein gutes, solides und liebenswertes Betriebssystem. Wer noch XP-Software oder Spiele nutzen, einen alten Rechner archivieren oder einfach mal wieder den Flair aus dem Jahre 2001 erleben möchte, kann sich dieses mit wenigen Schritten auf einen aktuellen Rechner holen.

In diesem Beitrag zeige ich Schritt für Schritt, wie man Windows XP in der kostenlosen Emulator-Software VirtualBox einrichten und so auf jedem beliebigen Computer ausführen kann.

Im Gegensatz zur Einrichtung von Windows 98 – wie ich einem älteren Beitrag erläutert habe – geht das Ganze recht flott, vor allem da VirtualBox dank seiner Guest-Additions-Treiber volle Unterstützung für die Generation XP mit sich bringt.

Was wird benötigt?

  • Eine Windows XP Setup-CD zur Installation oder noch besser ein virtuelles Abbild davon (ISO)
  • Einen gültigen Product Key (Lizentschlüssel), diesen findet ihr z.B. auf einem Windows XP Certificate of Authenticity Aufkleber auf dem Gehäuse.
  • Für eine gute Geschwindigkeit ein Host-PC mit mindestens 4Gb Arbeitsspeicher und einem halbwegs aktuellen Prozessor mit VT-x bzw. AMD-V Unterstützung
  • VirtualBox in seiner aktuellen Version und das VB Extension Pack für USB 3.0 Unterstützung (gibt’s auf der gleichen Seite)

Einige Vorbereitungen

Nach der Installation von Windows XP ist es empfehlenswert, gleich die letzten Windows Updates und einige Laufzeitumgebungen – die von vielen Anwendungen benötigt werden – nach zu installieren, damit alles Rund läuft.  Folgende Sachen sollten im voraus heruntergeladen werden:

Service Pack 3 das letzte offizielle Update

WinFuture Update Pack enthält alle erschienenen Updates nach dem SP3 und letzten aktuellen WMP und IE. Spart viel Zeit bei der Installation. Erforderlich, wenn ihr im Gastsystem zunächst keine Internetverbindung herstellen wollt.

.NET Framework 3.5 und das dazugehörige Service Pack 1.

Microsoft Visual C++ 2005 Redistributable Package (x86)

DirectX End-User Runtimes (June 2010)

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Jetzt erstellen wir eine neue virtuelle Maschine in VirtualBox und folgen den Schritten der Einrichtung. Je nach verfügbarem Arbeitsspeicher sollten mindestens 1-2Gb als RAM für das Windows XP Gastsystem gewählt werden (Abschnitt Speichergröße). Die Festplattengröße kann nach Bedarf angepasst werden, sollte aber mindestens 8Gb betragen.

wichtigachtung Beachtet, das genügend RAM für das Host-Betriebssystem übrig bleiben muss. Verfügt euer Rechner also über 4Gb installieren Arbeitsspeicher, solltet ihr nicht mehr als 2Gb für das Gastsystem reservieren.

Nach der Einrichtung klicken wir nun auf die neue virtuelle Maschine und wählen oben das Zahnrad <Ändern> und passen folgende Einstellungen an:

Allgemein
Geteilte Ablage: Aktiviert
Drag'n'Drop: Aktiviert


System
Hauptspeicher: 1Gb mindestens, besser 2Gb
Boot-Reihenfolge: Zuerst CD/DVD, danach Festplatte
Chipsatz: PIIX3
Zeigergerät: USB-Tablet
Erweitert: I/O APIC NUR aktivieren, wenn ihr ein altes Windows XP System 
virtualisiert habt, das IO-APIC aktiviert hatte, ihr 64Bit nutzt oder 
mehrere CPU-Kerne aktivieren wollt

Prozessoren: 1 CPU
CPU-Begrenzung: 100%
Erweitert: PAE/NX aktivieren

Hardware-Virtualisierung: VT-x/AMD-V und Nested Paging aktiviert


Anzeige
Grafikspeicher: (so viel wie möglich, besonders bei aktiviertem 3D)
Anzahl Bildschirme: 1
Beschleunigung: 2D & 3D Beschleunigung aktiviert


Massenspeicher
Controller: IDE: PIIX4 - Host I/O-Cache verwenden
NameDerVirtuellenFestplatte.vmdk - Primärer Master 
(mindestens 8GB feste Größe)
CD/DVD Laufwerk: IDE Sekundärer Master 
(hier dann die Setup-CD eingebinden, wenn sie euch als ISO vorliegt!)
2. CD/DVD Laufwerk: Sekundäre Slave 
(nur falls ihr ein zweites CD-Laufwerk simulieren wollt)


Audio
Audio aktivieren 
Audo-Treiber des Hosts: Windows DirectSound (oder Linux-Äquivalent)
Audio-Controller: ICH AC97

Serielle Schnittstellen
deaktiviert

USB
USB Controller: USB-3.0 (xHCI) aktiviert
(erfordert das VB Extension Pack s.o.)

Gemeinsamer Ordner
aktivieren - automatisch einbinden

 

Die Installation

wichtigachtung Vor der Installation der VirtualBox-Guest-Additions funktioniert die automatische Tastatur- und Mausintegration in der virtuellen Maschine nicht. Um die Maus (z.B. während der Installation) einzufangen, klickt ins VM-Fenster. Um sie wieder fürs Gastsystem freizugeben, die Host-Taste (standardmäßig STRG) drücken.

Nun starten wir die VM, und drücken, wenn dazu aufgefordert „eine beliebige Taste, um von der CD zu starten…“

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Das Setup wird geladen und wir haben daraufhin die Möglichkeit, die „Festplatte“ zu formatieren bzw. zu partitionieren. Wer hier keine besonderen Wünsche hat, drückt einfach auf ENTER und wählt NTFS Formatierung (schnell). Dadurch wird eine übliche Systempartition „C:“ erstellt. Es werden einige Daten kopiert und nach einem Neustart (diesmal nicht von der CD starten, also nichts drücken!) beginnt die eigentliche, grafische Installation.

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Dort folgen wir einfach den Anweisungen und geben, wenn dazu aufgefordert, den Product Key ein. Ich empfehle, vorerst die automatischen Updates zu deaktivieren. Wir haben die Updates ja bereits vorbereitet und werden diese im Anschluss selber installieren und danach den Updatedienst nicht mehr benötigen. Nach wenigen Minuten ist die Einrichtung abgeschlossen und ihr landet auf dem Desktop. Nun kann auch die Setup-CD wieder aus der VM ausgehängt bzw. entfernt werden.

Wir ihr sicher merkt, ist die Desktop-Auflösung gering und die Bedienung des Desktops eher ruckelig. Für volle Unterstützung müssen noch die VB-Guest-Additions-Treiber installiert werden. Diese sind in VirtualBox integriert. Um auch die volle DirectX 3D Untersützung z.B. für Spiele nutzen zu können, muss dieser aber im abgesicherten Modus von Windows XP installiert werden. Also starten wir Windows neu und drücken direkt beim Starten der virtuellen Maschine mehrmals zügig F8, bis wir ins erweiterte Startmenü gelangen. Dort dann den <abgesicherten Modus> wählen.

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Auf dem Desktop angekommen, klicken wir im Fenster von VirtualBox auf „Geräte“ und dann auf „Gasterweiterung einlegen“. Die Installation startet automatisch. In den folgenden Schritten muss ein Haken bei „Direct3D-Unterstützung“ gesetzt werden. Nach einem Neustart sind nun alle Funktionen der Guest Additions aktiv:

  • 2D & 3D Grafik-Beschleunigung sind aktiviert, es lässt sich eine größere Auflösung wählen und so auch im Vollbildmodus von VB (Host+F) arbeiten
  • Die automatische Maus- und Tastaturintegration funktioniert
  • Der geteilte Ordner (wenn in den Einstellungen aktiviert) wird im Arbeitsplatz als „Netzwerklaufwerk“ angezeigt und Drag’n’Drop von Dateien ins VM-Fenster und zurück funktioniert

Einrichten des Gastsystems

Die Hauptinstallation ist nun abgeschlossen. Jetzt können wir damit beginnen, die vorbereiteten Updates zu installieren. Über den geteilten Ordner oder Drag’n’Drop gelangen die Dateien ganz einfach ins Gastsystem.

wichtigachtung Sollte es damit Probleme geben, können die Update-Dateien auch mit einer Brennsoftware im Hostsystem als ISO CD-Abbild gepackt und manuell als „CD“ in Windows XP eingebunden werden. Die Installationsreihenfolge muss

Service Pack – Neustart – Winfuture Update-Pack – Neustart – Laufzeitumgebungen

sein. Kommt es nach Abschluss der Updates zu Problemen bei der Grafikbeschleunigung, muss die VB-Guest-Additions neu installiert werden. Das war’s, das Ergebnis lässt sich sehen…

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Was ist noch zu tun?

  • Die Vorzüge einer virtuellen Maschine sollten genutzt werden. Herunterfahren nicht erforderlich! Beim Schließen des VM-Fensters kann der Zustand einfach gespeichert werden. Vor Systemänderungen (oder um später nicht alles erneut Installieren zu müssen!) kann man über das Menü <Maschine> im VM-Fenster einen Sicherungspunkt erstellen und später jederzeit darauf zugreifen. Über <Datei> kann die virtuelle Maschine auch in eine einzelne Datei exportiert werden.
  • Deswegen kann man im Gastsystem XP auch die automatische Systemwiederherstellung deaktivieren, um Speicherplatz zu sparen. Die entsprechende Option ist unter Systemsteuerung / System / Systemwiederherstellung zu finden.
  • Gibt es Probleme mit der Geschwindigkeit der VM, prüft, wie viel RAM und Grafikspeicher ihr maximal an das Gastsystem abgeben könnt. Außerdem kann man im Gastsystem visuelle Effekte deaktivieren, um den Rechner zu entlasten. Die Einstellungen finden sich unter Systemsteuerung / System / Erweitert / Systemleistung: Einstellungen / Für optimale Leistung anpassen.
  • Ein Virenschutz o.Ä. ist im im Gastsystem nicht erforderlich: Was in der VM passiert, bleibt auch dort (Sicherungspunkt machen!). Allerdings ist Windows XP veraltet und es sollten eigentlich keine sensiblen Daten dort eingegeben werden. Was man machen kann, um Windows XP bestmöglich abzusichern, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Übrigens: Wie man Windows 98 in VirtualBox einrichtet, habe ich hier beschrieben.

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Windows 95 in VirtualBox einrichten

„Ich setze mich an meinen Schreibtisch, es sind Schulferien. Der Tag ist verregnet, es fällt nur ein trübes Licht durch das Fenster. Auf dem Schreibtisch stapeln sich verschiedene Disketten und auf dem schon leicht angegilbten Gehäuse meines Computers liegt noch die Verpackung der Creative SoundBlaster Audiokarte, die ich vor kurzem installiert habe. Meine Hand reicht hinab zum PC, wo ich den grünen, rundlichen und leicht nach außen gewölbten Power-Schalter meines Computers drücke, bis er hörbar einrastet. Die LED leuchtet auf, der BIOS-Lautsprecher gibt ein lautes „PIEP!“ von sich und man hört den CPU-Lüfter gemächlich anlaufen. Gleichzeitig lege ich den Kippschalter an der Seite des Röhren-Monitors um. Es macht hörbar „Bong“, als der Monitor die Spannung aufbaut und langsam, leicht flimmernd, das Bild vor mir  sichtbar wird. Windows 95 bootet und lädt die Dateien in die unglaublichen 32 Megabyte RAM. Zu wenig für groß angelegte Szenarien in Age of Empires I. Es gab viele tolle PC-Spiele, die ich damals unter Windows 95 gespielt habe. Ich denke da an Maxis SimCopter, Ceasar II, Abuse, Treasures of Montezuma, M.A.X. und die ganzen anderen Shareware-Demos…“

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In diesem Beitrag soll es also darum gehen, wie man Windows 95 in VirtualBox installiert und so einrichtet, dass es produktiv genutzt werden kann. Dabei gibt es verschiedene Hürden zu überwinden, da bei der Einrichtung der Hardware einiges beachtet werden sollte und unter anderem die Gast-Erweiterung von VirtualBox nicht unter Windows 95 läuft.

Ihr benötigt zur Einrichtung eine Windows 95 Setup-CD, eine Startdiskette sowie eine gültigen Lizenzschlüssel. Ersteres gibt es praktischerweise auch als Image im Internet (Google!), so dass diese lediglich in die virtuelle Maschine eingehängt werden müssen. Außerdem natürlich die aktuelle Version von VirtualBox. Euer Gastsystem braucht keine besonderen Anforderungen zu erfüllen (ein Mehrkernprozessor mit Unterstützung für Virtualisierungstechnik ist aber schon von Vorteil).

Windows 95 A, B oder C?

Zu Windows 95 gab es mehrere überarbeitete oder angepasste Versionen. A ist die erste Ausgabe, USB-Support gibt es erst seit B. Mehr Infos hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_95

Ich habe es im Test mit Ausgabe A gemacht. Am einfachsten ist es, zum Einschleusen von Dateien mit einem Tool (wie CDBurnerXP) ein CD-Abbild von diesen zu erstellen und dieses dann einzubinden.

Virtuelle Maschine konfigurieren

win95_01Also, los gehts. Neue Maschine erstellen, erstmal die Standardempfehlungen übernehmen. Damit Windows 95 später reibungslos arbeitet, müssen aber an der Konfiguration noch einige Details geändert werden. Dazu oben auf „Ändern“ klicken. Jetzt unter Diskette die Windows 95 Bootdiskette einbinden, als CD die Setup-CD und folgende Konfiguration aus der Textdatei meines FTP-Servers übernehmen (Es direkt im Beitrag zu schreiben würde den Rahmen sprengen): http://alcatr4z.bplaced.net/keepmydesktop/w98vm/vbox_win95_konfiguration.txt

Warum eigentlich eine extra Bootdiskette?

Die Setup CD-ROM von Windows 95 ist nicht direkt bootfähig. Die Diskette wird also zum Starten des Setups benötigt. Außerdem sind auf der Diskette die Formatierungstools gespeichert. Die Diskette ermöglicht es auch, mittels der Kommandozeile zu operieren und den MBR zu sichern (Startwiederherstellung), damals auch liebevoll „Notfalldiskette“ genannt.

Festplatte formatieren und Installation starten

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Wenn ihr die VM nun startet, solltet ihr den „Willkommensbildschirm“ der Bootdiskette sehen. Jetzt erstellen wir die System-Partition. Dazu benutzt ihr den Befehl fdisk und folgt den Anweisungen. Die Option 1 führt euch durch die Einrichtung, einfach den Anweisungen folgen und jeweils mit Enter bestätigen (wenn ihr alles einfach bestätigt, wird eine einzige große Partition erstellt).

Nun muss die neue Partition noch formatiert werden (FAT). Dazu gebt ihr format c: /S (wenn ihr den Parameter /S weglasst, bootet Windows später nicht automatisch von dem Primary IDE, sondern ihr müsst das Boot Device bei jedem Start manuell (F12) wählen!) ein. Wie ihr nun sicher merkt, ist das amerikanische Tastaturlayout noch eingestellt, den Doppelpunkt findet ihr unter Ö.

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Zum Starten der Installation müssen wir nun mit dem Befehl „r:“ auf das Verzeichnis der Setup-CD wechseln, anschließend startet setup die Installation. Nun müsst ihr nur noch den Anweisungen des Setups folgen, bis die Installation abgeschlossen ist. Beim Installationstyp „Custom“ können zusätzliche Anpassungen vorgenommen werden, ich wähle der Einfachheit halber „Typisch“. Es folgt ein Dialog zur Hardwareerkennung, da einfach alle aufgeführten Geräte anhaken und nach Treibern suchen lassen. Hinweis: Stürzt die virtuelle Maschine ab, kontrolliert, ob ihr VT-X/AMD-V deaktiviert habt. Wenn ihr zum Neustart aufgefordert werdet, entfernt ihr zunächst die Diskette, damit Windows bootet. Anschließend wird die Installation abgeschlossen und ihr landet auf dem Desktop. Hinweis: Bei zukünftigen Neustarts bitte nicht die Option „Windows neu starten“ wählen, das führt oft zu Fehlermeldungen. Also lieber herunterfahren und VM neu starten. Kommen wir nun zur Einrichtung der Hardware…

Fehlermeldung „the file netapi.dll on windows 95 cd-rom could not be found“

win95_04Möglicherweise gibt es im letzten Installationsschritt eine Fehlermeldung, worauf die Win95 CD eingelegt werden soll, obwohl sie schon eingelegt ist. Das hängt damit zusammen, dass sich der Laufwerksbuchstabe von R: auf D: geändert hat, das Setup registriert das aber nicht. Es bleibt nur, einige Male auf Skip (Überspringen) zu klicken und die Fehlermeldungen beim Neustart ebenfalls sämtlich zu quittieren. Auf dem Desktop angekommen dann über Start – Einstellungen – Systemsteuerung (Ja, die gabs vor 22 Jahren auch schon) – Netzwerk den PCNET Ethernet Adapater deinstallieren. Beim nächsten Neustart wird die Hardware erneut erkannt. Diesmal können die Daten von der (D:!) Windows CD kopiert werden. Anschließend unter „Add…“ – Protokoll – Microsoft – TCP/IP hinzufügen.

Der richtige Display Adapter: Die Auflösung ändern

Die Standard-Auflösung von 640*480 Pixel kann erstmal nicht verändert werden. Dazu müssen wir einen zusätzlichen Treiber nachinstallieren. Um die Dateien in die virtuelle Maschine zu bringen, bietet sich am einfachsten die oben erwähnte *.iso Methode an.

Variante 1: Nucleus Treiber mit dem SciTec Display Doctor

Mit diesem Programm lässt sich eine akzeptable Auflösung und Geschwindigkeit in Windows 95/98 Hostsystemen erreichen. Benötigt wird die oben verlinkte Version 7.*. Am einfachsten ist es, eine .iso Datei mit dem Setup selber zu erstellen und einzubinden.

Ihr installiert das Programm und startet Windows neu, dann gebt ihr den Aktivierungscode ein und startet noch einmal neu. Nun wählt ihr im Manager unter Monitor „Super VGA 1600*1200“ und anschließend beim verwendeten Treiber den „SciTech Nucleus Driver“ (Muss aktiviert sein). Übernehmt die Einstellungen und startet neu. Nun könnt ihr in den Anzeigeeinstellungen die Auflösung und Farbtiefe verändern. Et voila!

Variante 2: Bearwindows-Treiberdateien manuell installieren

Hier spart man sich die Installation eines Programms. Soll aber wohl häufiger Fehler verursachen. Von der Projektseite die aktuellen Dateien für Windws 9x herunterladen und ins Gastsystem einschleusen. Hinweis: Der Windows 95 Datei-Explorer blendet manche Systemdateien wie *.dll automatisch aus. Über die Ordneroptionen kann die Funktion deaktiviert werden. Jetzt Rechtsklick auf dem Desktop – Eigenschaften – Einstellungen – erweiterte Einstellungen – Display Adapter „ändern“, dann im neuen Fenster „Diskette…“ wählen. In der Suchmaske den Ordner mit den Treiberdateien aus „…/128MB“ wählen. Jetzt sollte als Ergebnis auch „128MB“ angezeigt und installiert werden können. Nach einem Neustart stehen andere Auflösungen zur Verfügung.

Also fassen wir noch einmal zusammen. Die Soundausgabe sollte mit der VM Einstellung „out of the box“ funktionieren, keine weiteren Einstellungen erforderlich. Das „Internet“ sollte, bei der VM Einstellung „NAT“ und dem oben erklärten Workaround auch funktionieren. Und so sieht das ganze dann in etwa aus:

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Ihr solltet noch beachten, dass manche älteren Spiele den 256-Farben Modus voraussetzen, der aber hier nicht mit höheren Auflösungen kompatibel ist. Je nach Windows-Version müssen dann noch Komponenten wie DirectX 3.0 nachinstalliert werden, die sind aber meistens auf den Spiele-CDs enthalten. Das wars!

Schaut euch doch mal bei Bedarf meine Anleitung zur Installation von Windows 98 in VirtualBox an, das läuft ähnlich ab. Ich zocke jetzt erst einmal eine Runde Abuse!

abuse_win95_preview

Windows 98 in VirtualBox einrichten

21.03.18 – Ich habe den Beitrag überarbeitet und um einige Zeilen ergänzt. Die Anleitung funktioniert nach wie vor.

windows_98_bootscreen

„In letzter Zeit habe ich mich damit beschäftigt, wie man Windows 98 in VirtualBox richtig installiert und ausführt. In meinem Fall, um ein paar alte Spiele wieder anzuspielen (SimCopter) 🙂 Im Folgenden möchte ich euch eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung präsentieren, da es doch nicht so einfach war, wie gedacht. Mein How-To basiert auf der sehr ausführlichen Anleitung des Nutzers Kurt_Aust aus dem virtualbox.org-Forum von Januar 2014.“

Zur Installation benötigt ihr…

  • die aktuelle Version von VirtualBox, am besten mit der Gasterweiterung (Oracle VM VirtualBox Extension Pack) für USB 2.0 Support (gibt’s auf der selben Webseite)
  • Eine Windows 98 Setup CD (am besten als ISO- oder-IMG Abbild, macht alles einfacher). Google!
  • Ein Abbild (Image) der Windows 98 Startdiskette, gibt’s auf allbootdisks.com (unter Diskette Images – normal/Second Edition) oder von meinem FTP-Server (Mirror).

Virtuelle Maschine einrichten

Zuerst richtet ihr euch eine neue virtuelle Maschine mit dem Windows 98 Profil und den empfohlenen Einstellungen ein. Beim Erstellen des virtuellen Datenträgers wählt eine fixe Größe, 8GB reichen. Anschließend übernehmt ihr folgende Änderungen in der VM-Konfiguration (Zahnradsymbol). Das Ganze ist etwas mühselig, aber notwendig, damit Windows richtig funktioniert:

Allgemein
Basic Name: Win 98se
Type: Microsoft Windows
Version: Windows 98

Geteilte Ablage: Deaktiviert
Drag'n'Drop: Deaktiviert


System
Hauptspeicher: 512MB
Boot-Reihenfolge: Zuerst CD/DVD, danach Festplatte
Chipsatz: PIIX3
Zeigergerät: USB-Tablet
Erweitert: nur I/O APIC aktivieren

Prozessoren: 1 CPU
CPU-Begrenzung: 100%
Erweitert: PAE/NX aktivieren

Beschleunigung: Paravirtualisierung: Legacy
Hardware-Virtualisierung: VT-x/AMD-V und Nested Paging aktiviert


Anzeige
Grafikspeicher: 64MB
Anzahl Bildschirme: 1
Beschleunigung: 2D & 3D Beschleunigung aktiviert
Fernsteuerung und Videoaufzeichnung deaktiviert


Massenspeicher
Controller: Floppy (Diskette): I82078 - Host I/O-Cache verwenden
Attribute: Diskettenlaufwerk 0 (hier wird dann die Bootdiskette eingebunden!)

Controller: IDE: PIIX4 - Host I/O-Cache verwenden
NameDerVirtuellenFestplatte.vmdk - Primärer Master (mindestens 8GB feste Größe)
CD/DVD Laufwerk: IDE Sekundärer Master (hier wird dann die Setup-CD eingebunden!)
2. CD/DVD Laufwerk: Sekundäre Slave (nur falls ihr ein zweites CD-Laufwerk simulieren wollt)


Audio
Audio aktivieren 
Audo-Treiber des Hosts: Windows DirectSound (oder Linux-Äquivalent)
Audio-Controller: SoundBlaster 16


Netzwerk
Adapter 1: Aktiviert
Angeschlossen an: Netzwerkbrücke
Name: {eure Netzwerkkarte}

> Erweitert
Adaptertyp: PCnet-PCI II (Am79C970A)
Promiscuous-Modus: verweigern (deny)
MAC Addresse: {zufällig}
Kabel verbunden

Adapter 2-4 deaktiviert

Serielle Schnittstellen
deaktiviert

USB
USB Controller: USB-2.0 (EHCI) aktiviert

Gemeinsamer Ordner
deaktiviert (würde VM Guest Additions benötigen)

####

Außerdem bindet ihr im Massenspeicher-Menü das Abbild der Windows 98 Setup-CD und der Startdiskette ein. Wichtig ist, dass das System erst von der Startdiskette bootet (Primary), und danach von der CD (Secondary), da wir von dort das Setup starten müssen.

Der Installationsvorgang

wichtigachtung In den alten Windows-Versionen wird keine Tastatur- und Mauszeigerintegration unterstützt. Um die Maus/Tastatur einzufangen, klickt in das VM-Fenster. Um sie wieder freizugeben, drückt die STRG-Taste.

Startet ihr nun die die virtuelle Maschine, bootet diese von der Diskette und ihr landet in folgendem Fenster:

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Die ersten Schritte müssen noch getippt werden. Als nächstes gilt es, die noch unbenutzte virtuelle Festplatte zu partitionieren und zu formatieren, damit die Installation gestartet werden kann. Dazu benutzt ihr den Befehl

fdisk

und folgt den Anweisungen (wenn ihr alles einfach bestätigt, wird eine einzige große Partition erstellt). Nun muss die neue Partition noch formatiert werden. Dazu gebt ihr

format c:

ein. Wie ihr nun sicher merkt, ist das amerikanische Tastaturlayout noch eingestellt, den Doppelpunkt findet ihr unter Ö. Ist der Prozess abgeschlossen, könnt ihr nun die Installation per Befehl

setup

starten und die grafische Installation beginnt:

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Nun müsst ihr nur noch den Anweisungen des Setups folgen, bis die Installation abgeschlossen ist. Etwaige Fehlermeldungen einfach „ignorieren“. Wenn ihr zum Neustart aufgefordert werdet, entfernt zunächst die Diskette (oben im Drop-Downmenü Geräte/Diskette/Auswerfen), damit Windows auch von der Festplatte bootet. Anschließend wird die Installation abgeschlossen und ihr landet auf dem Desktop.

wichtigachtung Solltet ihr Probleme mit der Maus haben, ändert in der Konfiguration die Maus auf „PS/2-Maus“. Hilft das auch nicht, führt den Befehl im Originalpost aus (Punkt 5).

wichtigachtung windows protection error. you need to restart your computer – Bekommt ihr immer wieder diese Fehlermeldung beim Startvorgang von Windows 98, müsst ihr zunächst in dem VM Einstellungen unter System/Beschleunigung VT-x/AMD-V (und Nested Paging) deaktivieren.

Windows 98 einrichten

Zum Zugriff auf das Internet wählt ihr den Einrichtungsassistent unter Start – Zubehör – Internet-Programme – Assistent für den Internetzugang. Dort wählt ihr dann „Zugang über LAN“. Nun sollte das Internet funktionieren. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich jedoch, das erst gar nicht zu machen oder zumindest die Sicherheitsstufen im Internet Explorer (unter Einstellungen) auf maximal zu stellen.

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Leider funktionieren die Guest Additions von VirtualBox nicht unter Windows 98, weshalb die Geschwindigkeit und Auflösung der Grafikanzeige zunächst schlecht ist: Es stehen lediglich 640×480 Pixel mit 256 Farben zur Verfügung, weshalb viele Anwendungen und Spiele nicht starten wollen. Abhilfe schafft ein Drittanbieter-Treiber: Der SciTech Display Doctor 7.

Diesen könnt ihr kostenlos von pctipp.ch oder meinem FTP-Server laden (Mirror).

Das ist eine alte Shareware (Demo). Mit diesen Zugangsdaten könnt ihr den Treiber uneingeschränkt nutzen (Quelle):

Name: CSCKnight
Serial: 0B5E-12B4-A8A4-0B

Mit diesem Programm lässt sich eine akzeptable Auflösung und Geschwindigkeit in Windows 95/98 Hostsystemen erreichen. Dazu muss der Treiber innerhalb des Gast-Betriebssystems (also Windows 98) installiert werden. Am einfachsten ist es, mit einem kostenlosen Brenn- oder Zip-Programm wie CDBurnerXP oder IMGBurn ein virtuelles ISO-Datenträgerabbild mit dem Setup zu erstellen und dieses direkt in die VM einzubinden (ins CD-Laufwerk über die Einstellungen).

win98_scitechIhr installiert den Treiber und startet Windows 98 neu, dann gebt ihr den Aktivierungscode ein und startet noch einmal neu. Nun wählt ihr im SciTech-Manager unter Monitor „Super VGA 1600*1200“ und anschließend beim verwendeten Treiber den „SciTech Nucleus Driver“. Übernehmt die Einstellungen (apply) und startet noch einmal neu. Nun könnt ihr in den Windows-Eigenschaften (Rechtsklick) die Auflösung und Farbtiefe wie gewohnt verändern. Et voila!

wichtigachtung Als Alternative gibt es noch das VBEMP 9x Project, diesen Treiber habe ich aber nicht getestet, die Installation scheint um einiges komplizierter zu sein und ist nur auf Englisch beschrieben.

Die Grundinstallation von Windows 98 ist nun abgeschlossen, die wichtigsten Dinge, Grafik, Ton und Internet funktionieren. Je nach eurem Bedarf müssen vielleicht noch Komponente aktualisiert werden, z.B. das .NET Framework oder DirectX bei manchen Spielen. Im Originalpost (siehe Beginn). sind ja einige Updates verlinkt. Bis bei mir alles funktioniert hat, habe ich ein paar Stunden gebraucht. Wenn ihr zufrieden seit, solltet ihr am besten einen Sicherungspunkt in der virtuellen Maschine erstellen. Ich habe mit der Zeit festgestellt, dass ein Exportieren der VM (und späteres Importieren auf einem anderen System) zu Problemen zu führen scheint.

Schaut euch doch mal bei Bedarf meine Anleitung zur Installation von Windows 95 in VirtualBox an, das läuft ähnlich ab. Ich zocke jetzt erst einmal eine Runde SimCopter!

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