Linux-Tagebuch #8 – Ubuntu: Die Installation Schritt für Schritt

In dieser mehrteiligen Beitragsreihe versuche ich mich aus Sicht eines Windows PC-Nutzers dem Linux-Desktop als Betriebssystem zu nähern. Dabei möchte ich dieses als Linux-Anfänger selbst besser kennen lernen und zu verstehen versuchen. Zu Teil 1…

Bildquelle Header: pixabay / Pinguin Tux; by Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski

In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie man Ubuntu Linux Schritt für Schritt auf einem Rechner installiert und anschließend einrichtet.

Heute, im 8. Linux-Tagebucheintrag bin ich soweit, dass ich Ubuntu tatsächlich auf meinem Rechner aufspiele. Zuvor habe ich mir unter anderem Gedanken über die Wahl der Linux-Distribution gemacht. Auch die Möglichkeiten, Ubuntu ohne Installation zu testen, habe ich angesprochen.

Datenträger vorbereiten

Zunächst wird ein Installationsmedium benötigt, damit wir das Setup starten können! Ich habe mir dazu das aktuelle Abbild (2,6 Gb) von Ubuntu 20.04.1 LTS von ubuntu.com heruntergeladen. Als Datenträger eignet sich ein herkömmlicher USB-Stick, aber eine DVD geht auch. Das Abbild (ISO) kann nicht „einfach so“ auf den Datenträger kopiert, sondern muss so eingerichtet werden, dass der Rechner beim Start von Diesem booten kann. Dazu habe ich das kostenlose Tool LinuxLive USB Creator benutzt, andere Programme können das aber auch. Das Erstellen den Setup-Sticks dauert einige Minuten. Am schnellsten geht es, wenn ihr einen USB 3.0 kompatiblen Datenträger am passenden Anschluss benutzt. Der Stick muss zunächst im FAT32 Dateisystem formatiert werden. Manchmal spuckt das Programm dabei eine Fehlermeldung aus, da der USB-Stick schon durch Windows in Benutzung sei. Der Fehler kann umgangen werden, indem ihr den USB-Stick davor selbst formatiert.

Datensicherung anlegen

Habt ihr auf dem Rechner, wo Ubuntu Linux installiert werden soll noch Microsoft Windows 10 oder ein anderes Betriebssystem installiert, solltet ihr unbedingt vorher eine Datensicherung machen. Auch dann, wenn ihr Linux neben Windows installieren wollt. Bei der Partitionierung kann immer mal etwas schief gehen, das Wiederherstellen der persönlichen Daten ist dann schwierig oder gar unmöglich! Dazu nehmt ihr einen externen Datenträger. Ich habe einen USB 3.0 Standadapter für 2.5-3″ SATA-Festplatten, wo ich mit dem Programm FreeFileSync regelmäßig Sicherungen mache. Ein einfacher USB-Stick tut es aber auch.

Wie ihr ein umfassendes Backup eurer Benutzerdaten samt Lizenzschlüssel usw. unter Windows macht, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Setup starten

Um die Installation von Ubuntu zu starten, müsst ihr euren Rechner jetzt vom Installationsmedium booten lassen. Was zunächst recht simpel klingt, ist in der Realität bei aktuellen Notebooks und PCs oft etwas umständlicher.

Also, USB-Stick einstecken, Computer vollständig neustarten. Wenn anschließend das Setup von Ubuntu startet, könnt ihr den Rest dieses Abschnittes überspringen!

Wenn euer Gerät neuer als 2013 ist [Windows 8 vorinstalliert war] und/oder ein Notebook ist, wird euer System wahrscheinlich durch Secure Boot geschützt sein. Secure Boot ist eine Funktion, welche mit der zeitgemäßen UEFI Firmware eingeführt wurde und verhindern soll, dass Malware sich schon vor dem eigentlichen Windows-Start [die Infos, welche vor dem Windows Logo auf dem Bildschirm erscheinen] ins System einnistet [3]. Die technischen Details sind eigentlich nicht so wichtig, die Tatsache spielt aber hier eine Rolle, da sich dann unter Umständen die Installation vom USB-Stick (oder DVD) nicht starten lässt. Der Rechner schaut dann sozusagen direkt auf die Festplatte und ignoriert andere Optionen. Gewusst wie, lässt sich das Problem zum Glück einfach umgehen:

Direkt nach dem Einschalten eures Gerätes werden für einen kurzen Augenblick Details des Herstellers oder zum System angezeigt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr irgendwo einen Hinweis „Press xxx zu enter SETUP…“ erkennen können. Sollte dies nicht der Fall sein, probiert es einfach mit den Tasten F2, F11 oder Entf, drückt die Taste zügig bevor das Windows-Logo erscheint, bis ihr im UEFI oder BIOS Setup eures Gerätes angelangt seid.

Eine genaue Beschreibung wird hier schwierig, da sich die Oberfläche von Hersteller zu Hersteller unterscheidet! Manchmal lässt sich jetzt direkt wählen, von wo gebootet werden soll (der USB-Stick!). Diese Option habe ich genutzt. Ansonsten: Findet und deaktiviert (disabled) die Option „Secure Boot“ bzw. „Sicherer Systemstart“. Anschließend sucht ihr den Menüpunkt „Boot Option“ bzw. „Startreihenfolge“, stellt dort sicher, dass in der Liste [UEFI] USB* über dem Windows-Datenträger [UEFI] *Name des Festplattenherstellers* HHD/SSD steht. Über das Menü oder mit F10 die Änderungen speichern und den Rechner neustarten. Sollte es aus irgendeinem Grund danach zu Problemen kommen, könnt ihr über selbiges Menü mit „load default settings“ die vorherigen Einstellungen wiederherstellen.

Die ersten Schritte

Habt ihr es ins Setup geschafft, wählt ihr zunächst die Sprache und das Tastaturlayout. Ihr könnt dann wählen, ob ihr Ubuntu mit den standardmäßig mitgelieferten Softwarepaketen (wie LibreOffice, Rythmbox und Shotwell) oder als Minimalinstallation nur mit Webbrowser installieren wollt.

Bei vorhandener Internetverbindung (WLAN kann oben rechts über das Wifi-Symbol verbunden werden) können ein Teil der bisher erschienenen Systemaktualisierungen bereits während der Installation heruntergeladen werden, das spart Zeit.

Wählt am besten auch die zusätzliche Software von Drittanbietern zur Installation aus. Sie enthält teilweise nicht quelloffene (restricted) Software, die für manche Hardwarekomponenten benötigt wird, damit diese richtig funktionieren. Typischerweise sind Ethernet-Chips betroffen. Ubuntu lässt euch hier die Wahl, damit ihr entscheiden könnt ob ihr euer System rein mit Open Source Software ausstatten wollt (diese Frage hängt auch mit der Softwarephilosophie der gewählten Linux-Distribution zusammen, siehe hier). Wenn ihr allerdings (und das trifft auch in meinem Fall zu) noch nicht so viel Ahnung habt von Linux und auch nicht sicher seit, wie eure Hardware mit Ubuntu laufen wird, installiert das Paket lieber mit. Es kann später immer noch entfernt werden, wird es nicht benötigt.

Partitionierungsoptionen

Nun müsst ihr euch Gedanken machen, wie ihr Ubuntu auf eurem Rechner haben wollt.

Soll Ubuntu das einzige Betriebssystem sein, klick ihr einfach auf „Festplatte löschen“ und fahrt mit der Installation fort. Das Setup erledigt dann das Anlegen der Partitionen und das Formatieren für euch. Möchtet ihr die Partitionierung eures Datenträgers selbst in die Hand nehmen, wählt ihr „Etwas anderes“. Welche Vorteile die manuelle Partitionierung mit sich bringt und wie das geht, habe ich hier beschrieben!

Es ist allerdings auch möglich Ubuntu Linux neben einer bestehenden (Windows) Installation einzurichten. Bei dieser „Dual Boot“ Methode kann dann beim Einschalten des Rechners gewählt werden, welche Betriebssystem gestartet werden soll. Wenn ihr euch noch nicht ganz sicher seit, ob ihr auf Dauer mit Linux zurechtkommen werdet, oder ihr Windows einfach noch für bestimmte Programme oder Spiele braucht, ist das vielleicht die richtige Wahl für euch. Auch hier bietet das Setup die Möglichkeit den Schritt automatisch zur erledigen, oder ihr nehmt die Sache lieber selbst in die Hand. Dabei gibt es allerdings einige Dinge zu beachten. So geht die Dual-Boot Partitionierung!

Ich habe in meinem Rechner die gängige Konstellation einer System-SSD sowie einer großen Daten-Festplatte. Bei der manuellen Partitionierung (siehe Link oben!) ist es auch möglich, die Linux-Partitionen auf beide Datenträger zu verteilen. Dadurch profitiert ihr, wie auch unter Windows, vom Geschwindigkeitsvorteil der SSD, ohne diese unnötig stark zu belasten. Ich habe auf der SSD die Windows-Partition zunächst verkleinert, dort dann die /boot (optional) und Wurzelpartition (/) angelegt. Bei der Festplatte habe ich ebenfalls die vorhandene Daten-Partition verkleinert und mir dann dort die Partitionen für Benutzerdaten /home) und Auslagerung (/swap) angelegt.

Abschluss der Installation

Habt ihr euch für eine Installationsart entschieden und die Partitionierung bestätigt, startet der Kopiervorgang. Währenddessen könnt ihr die Einrichtung des Betriebssystems abschließen. Entscheidet euch für einen Benutzernamen und überlegt, ob ihr bei jedem Systemstart das Passwort eintippen wollt, oder ob das automatisch geschehen soll (Wenn der Rechner sowieso nur Zuhause steht!?).

Das Kopieren der Systemdateien dauert je nach Rechnerleistung und Installationsmethode ca. 5-20 Minuten. Nach Abschluss der Installation entfernt ihr den Setup-Datenträger vom PC und startet den Rechner neu.

Der erste Start

Falls ihr euch für die Dual-Boot Option entschieden habt, solltet ihr nun den Auswahlbildschirm des GRUB Bootloaders (s. Bild) sehen. Ansonsten landet ihr direkt bei der Benutzeranmeldung bzw. auf dem Desktop und könnt dort erste Einstellungen zur Privatsphäre vornehmen. Das wäre geschafft!

Bei meinem Rechner dauerte das Kopieren der Installationsdaten über USB keine drei Minuten. Windows 10 wird im GRUB-Menü als „Windows Boot Loader“ gelistet. Bei mir hat alles wie beschrieben funktioniert, beide Betriebssysteme lassen sich fehlerfrei starten.

Im nächsten Beitrag werde ich mich mit den ersten Schritten nach der Neuinstallation von Ubuntu sowie der Systemkonfiguration beschäftigen.

Weiterführende Links

Offizielle Ubuntu Installationsanleitung von Canonical (EN)

Ausführliche Installationsanleitung im ubuntuusers Wiki (DE)

How to Install Ubuntu Linux in the Simplest Possible Way – ITSFOSS (EN)

Windows 95 in VirtualBox einrichten

„Ich setze mich an meinen Schreibtisch, es sind Schulferien. Der Tag ist verregnet, es fällt nur ein trübes Licht durch das Fenster. Auf dem Schreibtisch stapeln sich verschiedene Disketten und auf dem schon leicht angegilbten Gehäuse meines Computers liegt noch die Verpackung der Creative SoundBlaster Audiokarte, die ich vor kurzem installiert habe. Meine Hand reicht hinab zum PC, wo ich den grünen, rundlichen und leicht nach außen gewölbten Power-Schalter meines Computers drücke, bis er hörbar einrastet. Die LED leuchtet auf, der BIOS-Lautsprecher gibt ein lautes „PIEP!“ von sich und man hört den CPU-Lüfter gemächlich anlaufen. Gleichzeitig lege ich den Kippschalter an der Seite des Röhren-Monitors um. Es macht hörbar „Bong“, als der Monitor die Spannung aufbaut und langsam, leicht flimmernd, das Bild vor mir  sichtbar wird. Windows 95 bootet und lädt die Dateien in die unglaublichen 32 Megabyte RAM. Zu wenig für groß angelegte Szenarien in Age of Empires I. Es gab viele tolle PC-Spiele, die ich damals unter Windows 95 gespielt habe. Ich denke da an Maxis SimCopter, Ceasar II, Abuse, Treasures of Montezuma, M.A.X. und die ganzen anderen Shareware-Demos…“

w95piano

In diesem Beitrag soll es also darum gehen, wie man Windows 95 in VirtualBox installiert und so einrichtet, dass es produktiv genutzt werden kann. Dabei gibt es verschiedene Hürden zu überwinden, da bei der Einrichtung der Hardware einiges beachtet werden sollte und unter anderem die Gast-Erweiterung von VirtualBox nicht unter Windows 95 läuft.

Ihr benötigt zur Einrichtung eine Windows 95 Setup-CD, eine Startdiskette sowie eine gültigen Lizenzschlüssel. Ersteres gibt es praktischerweise auch als Image im Internet (Google!), so dass diese lediglich in die virtuelle Maschine eingehängt werden müssen. Außerdem natürlich die aktuelle Version von VirtualBox. Euer Gastsystem braucht keine besonderen Anforderungen zu erfüllen (ein Mehrkernprozessor mit Unterstützung für Virtualisierungstechnik ist aber schon von Vorteil).

Windows 95 A, B oder C?

Zu Windows 95 gab es mehrere überarbeitete oder angepasste Versionen. A ist die erste Ausgabe, USB-Support gibt es erst seit B. Mehr Infos hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_95

Ich habe es im Test mit Ausgabe A gemacht. Am einfachsten ist es, zum Einschleusen von Dateien mit einem Tool (wie CDBurnerXP) ein CD-Abbild von diesen zu erstellen und dieses dann einzubinden.

Virtuelle Maschine konfigurieren

win95_01Also, los gehts. Neue Maschine erstellen, erstmal die Standardempfehlungen übernehmen. Damit Windows 95 später reibungslos arbeitet, müssen aber an der Konfiguration noch einige Details geändert werden. Dazu oben auf „Ändern“ klicken. Jetzt unter Diskette die Windows 95 Bootdiskette einbinden, als CD die Setup-CD und folgende Konfiguration aus der Textdatei meines FTP-Servers übernehmen (Es direkt im Beitrag zu schreiben würde den Rahmen sprengen): http://alcatr4z.bplaced.net/keepmydesktop/w98vm/vbox_win95_konfiguration.txt

Warum eigentlich eine extra Bootdiskette?

Die Setup CD-ROM von Windows 95 ist nicht direkt bootfähig. Die Diskette wird also zum Starten des Setups benötigt. Außerdem sind auf der Diskette die Formatierungstools gespeichert. Die Diskette ermöglicht es auch, mittels der Kommandozeile zu operieren und den MBR zu sichern (Startwiederherstellung), damals auch liebevoll „Notfalldiskette“ genannt.

Festplatte formatieren und Installation starten

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Wenn ihr die VM nun startet, solltet ihr den „Willkommensbildschirm“ der Bootdiskette sehen. Jetzt erstellen wir die System-Partition. Dazu benutzt ihr den Befehl fdisk und folgt den Anweisungen. Die Option 1 führt euch durch die Einrichtung, einfach den Anweisungen folgen und jeweils mit Enter bestätigen (wenn ihr alles einfach bestätigt, wird eine einzige große Partition erstellt).

Nun muss die neue Partition noch formatiert werden (FAT). Dazu gebt ihr format c: /S (wenn ihr den Parameter /S weglasst, bootet Windows später nicht automatisch von dem Primary IDE, sondern ihr müsst das Boot Device bei jedem Start manuell (F12) wählen!) ein. Wie ihr nun sicher merkt, ist das amerikanische Tastaturlayout noch eingestellt, den Doppelpunkt findet ihr unter Ö.

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Zum Starten der Installation müssen wir nun mit dem Befehl „r:“ auf das Verzeichnis der Setup-CD wechseln, anschließend startet setup die Installation. Nun müsst ihr nur noch den Anweisungen des Setups folgen, bis die Installation abgeschlossen ist. Beim Installationstyp „Custom“ können zusätzliche Anpassungen vorgenommen werden, ich wähle der Einfachheit halber „Typisch“. Es folgt ein Dialog zur Hardwareerkennung, da einfach alle aufgeführten Geräte anhaken und nach Treibern suchen lassen. Hinweis: Stürzt die virtuelle Maschine ab, kontrolliert, ob ihr VT-X/AMD-V deaktiviert habt. Wenn ihr zum Neustart aufgefordert werdet, entfernt ihr zunächst die Diskette, damit Windows bootet. Anschließend wird die Installation abgeschlossen und ihr landet auf dem Desktop. Hinweis: Bei zukünftigen Neustarts bitte nicht die Option „Windows neu starten“ wählen, das führt oft zu Fehlermeldungen. Also lieber herunterfahren und VM neu starten. Kommen wir nun zur Einrichtung der Hardware…

Fehlermeldung „the file netapi.dll on windows 95 cd-rom could not be found“

win95_04Möglicherweise gibt es im letzten Installationsschritt eine Fehlermeldung, worauf die Win95 CD eingelegt werden soll, obwohl sie schon eingelegt ist. Das hängt damit zusammen, dass sich der Laufwerksbuchstabe von R: auf D: geändert hat, das Setup registriert das aber nicht. Es bleibt nur, einige Male auf Skip (Überspringen) zu klicken und die Fehlermeldungen beim Neustart ebenfalls sämtlich zu quittieren. Auf dem Desktop angekommen dann über Start – Einstellungen – Systemsteuerung (Ja, die gabs vor 22 Jahren auch schon) – Netzwerk den PCNET Ethernet Adapater deinstallieren. Beim nächsten Neustart wird die Hardware erneut erkannt. Diesmal können die Daten von der (D:!) Windows CD kopiert werden. Anschließend unter „Add…“ – Protokoll – Microsoft – TCP/IP hinzufügen.

Der richtige Display Adapter: Die Auflösung ändern

Die Standard-Auflösung von 640*480 Pixel kann erstmal nicht verändert werden. Dazu müssen wir einen zusätzlichen Treiber nachinstallieren. Um die Dateien in die virtuelle Maschine zu bringen, bietet sich am einfachsten die oben erwähnte *.iso Methode an.

Variante 1: Nucleus Treiber mit dem SciTec Display Doctor

Mit diesem Programm lässt sich eine akzeptable Auflösung und Geschwindigkeit in Windows 95/98 Hostsystemen erreichen. Benötigt wird die oben verlinkte Version 7.*. Am einfachsten ist es, eine .iso Datei mit dem Setup selber zu erstellen und einzubinden.

Ihr installiert das Programm und startet Windows neu, dann gebt ihr den Aktivierungscode ein und startet noch einmal neu. Nun wählt ihr im Manager unter Monitor „Super VGA 1600*1200“ und anschließend beim verwendeten Treiber den „SciTech Nucleus Driver“ (Muss aktiviert sein). Übernehmt die Einstellungen und startet neu. Nun könnt ihr in den Anzeigeeinstellungen die Auflösung und Farbtiefe verändern. Et voila!

Variante 2: Bearwindows-Treiberdateien manuell installieren

Hier spart man sich die Installation eines Programms. Soll aber wohl häufiger Fehler verursachen. Von der Projektseite die aktuellen Dateien für Windws 9x herunterladen und ins Gastsystem einschleusen. Hinweis: Der Windows 95 Datei-Explorer blendet manche Systemdateien wie *.dll automatisch aus. Über die Ordneroptionen kann die Funktion deaktiviert werden. Jetzt Rechtsklick auf dem Desktop – Eigenschaften – Einstellungen – erweiterte Einstellungen – Display Adapter „ändern“, dann im neuen Fenster „Diskette…“ wählen. In der Suchmaske den Ordner mit den Treiberdateien aus „…/128MB“ wählen. Jetzt sollte als Ergebnis auch „128MB“ angezeigt und installiert werden können. Nach einem Neustart stehen andere Auflösungen zur Verfügung.

Also fassen wir noch einmal zusammen. Die Soundausgabe sollte mit der VM Einstellung „out of the box“ funktionieren, keine weiteren Einstellungen erforderlich. Das „Internet“ sollte, bei der VM Einstellung „NAT“ und dem oben erklärten Workaround auch funktionieren. Und so sieht das ganze dann in etwa aus:

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Ihr solltet noch beachten, dass manche älteren Spiele den 256-Farben Modus voraussetzen, der aber hier nicht mit höheren Auflösungen kompatibel ist. Je nach Windows-Version müssen dann noch Komponenten wie DirectX 3.0 nachinstalliert werden, die sind aber meistens auf den Spiele-CDs enthalten. Das wars!

Schaut euch doch mal bei Bedarf meine Anleitung zur Installation von Windows 98 in VirtualBox an, das läuft ähnlich ab. Ich zocke jetzt erst einmal eine Runde Abuse!

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